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sautermathiszh antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
30 Juni 2025 19:54
- sautermathiszh
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37 Beiträge seit
17 Dezember 2020
17 Dezember 2020
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Hallo Henriko705
Ich bin am Unisptial Zürich und kann dir dazu folgendes berichten:
Mein Behandlungsschema richtete sich nach der PERSEUS-Studie. Ich hatte 2022 Induktion mit Dara, 2023 die HD und ASZT, 100 Tage danach die Konsolidierung mit Dara und gleich anschliessend die Erhaltung mit Dara und Lena. Nach der HD und ASZT wurde bei mir eine Knochenmarkpunktion gemacht, mit dem Resultat einer MRD-. Mein Onkologe stellte damals schon in Frage, ob Dara in meiner Erhaltung wirklich notwendig sei (Übertherapie). Er hielt aber gerne an PERSEUS fest und meinte, es gibt keine Studie, die die Nichteinnahme von Dara bei MRD- in der Erhaltung belege. Ausserdem habe ich Dara stets ohne grosse NW toleriert und somit haben wir gemeinsam entschieden, es weiter zu verabreichen. Meine KK hat auch ohne wenn und aber die Kosten glücklicherweise gleich übernommen.
Jetzt nach zwei Jahren, wurde bei mir wieder ein Knochenmarkpunktion gemacht und bin immer noch MRD-. Somit setzten wir nun Dara ab. Ich muss aber noch dazu sagen, dass ich mit Lena nicht so gut unterwegs bin. Aufgrund der eher schlechten Blutwerte wurde Lena von 10mg auf 7mg und dann auf 5mg heruntergesetzt. Ich nehme es schon seit Beginn der Erhaltung 21 Tage ein, dann 14 Tage Pause.
Ich bereue es bis heute nicht, weiterhin Dara eingenommen zu haben.
Mein Onkologe hat schon in Aussicht gestellt, dass 2026 eine weitere Knochenmarkpunktion durchgeführt werden kann. Wenn ich bis dahin immer noch MRD- bin, werden alle Medikamente abgesetzt.
Für mich persönlich sind die KMpunktionen schon ein wichtiger Eingriff (auch wenn er schmerzt), um den nächsten Schritt zu planen.
Schöne Grüsse
Ich bin am Unisptial Zürich und kann dir dazu folgendes berichten:
Mein Behandlungsschema richtete sich nach der PERSEUS-Studie. Ich hatte 2022 Induktion mit Dara, 2023 die HD und ASZT, 100 Tage danach die Konsolidierung mit Dara und gleich anschliessend die Erhaltung mit Dara und Lena. Nach der HD und ASZT wurde bei mir eine Knochenmarkpunktion gemacht, mit dem Resultat einer MRD-. Mein Onkologe stellte damals schon in Frage, ob Dara in meiner Erhaltung wirklich notwendig sei (Übertherapie). Er hielt aber gerne an PERSEUS fest und meinte, es gibt keine Studie, die die Nichteinnahme von Dara bei MRD- in der Erhaltung belege. Ausserdem habe ich Dara stets ohne grosse NW toleriert und somit haben wir gemeinsam entschieden, es weiter zu verabreichen. Meine KK hat auch ohne wenn und aber die Kosten glücklicherweise gleich übernommen.
Jetzt nach zwei Jahren, wurde bei mir wieder ein Knochenmarkpunktion gemacht und bin immer noch MRD-. Somit setzten wir nun Dara ab. Ich muss aber noch dazu sagen, dass ich mit Lena nicht so gut unterwegs bin. Aufgrund der eher schlechten Blutwerte wurde Lena von 10mg auf 7mg und dann auf 5mg heruntergesetzt. Ich nehme es schon seit Beginn der Erhaltung 21 Tage ein, dann 14 Tage Pause.
Ich bereue es bis heute nicht, weiterhin Dara eingenommen zu haben.
Mein Onkologe hat schon in Aussicht gestellt, dass 2026 eine weitere Knochenmarkpunktion durchgeführt werden kann. Wenn ich bis dahin immer noch MRD- bin, werden alle Medikamente abgesetzt.
Für mich persönlich sind die KMpunktionen schon ein wichtiger Eingriff (auch wenn er schmerzt), um den nächsten Schritt zu planen.
Schöne Grüsse
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Henriko705 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
30 Juni 2025 18:27 - 30 Juni 2025 18:33
- Henriko705
- Autor
25 Beiträge seit
31 Mai 2022
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Hallo zusammen,
ich habe eine Antwort von meiner Ärztin erhalten, die nach Rücksprache mit dem Myelomzentrum keine Hinzufügung von Daratumumab zu meiner laufenden Lenalidomid-Erhaltungstherapie empfiehlt. Ich interpretiere das einerseits positiv, also dass keine Notwendigkeit gesehen wird. Dennoch denke ich an die in Aussicht gestellten Langzeitremissionen durch Dara in der Erhaltung und bin unsicher, ob ich mich damit zufriedengeben soll.
Ich habe nach einer Induktion mit Daratumumab (Start 07/2022), ASCT (12/2022) und Konsolidierung mit Daratumumab (03/2023) eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid allein begonnen, da Daratumumab damals für die Erhaltung nicht zugelassen war. Seit 02/2023 bin ich in CR. MRD Bestimmung wurde bislang nicht gemacht.
Seit der EMA-Zulassung (Oktober 2024) und dem G-BA-Beschluss (Mai 2025) ist D-R (Daratumumab + Lenalidomid) meines Wissens nach erstattungsfähig. Das Myelomzentrum empfiehlt jedoch keine Hinzufügung, da keine Studien (meine Interpretation des Schreibens) den Effekt nach einem so langen Abstand (ASCT 12/2022) belegen und eine Übertherapie befürchtet wird. Eine MRD-Messung könnte ein Argument sein, aber ohne Baseline-Daten (von 2023) ist die Interpretation schwierig.
Meine Fragen:
- Wie groß war der Abstand zwischen eurer ASCT und der Bewilligung von Daratumumab in der Erhaltung?
- Gab es bei euch ähnliche Bedenken der Ärzte (z. B. Übertherapie, fehlende Evidenz)? Hat man es trotzdem gemacht?
- Welche Argument sprechen aus Eurer Sicht trotzdem für eine Hinzunahme?
Vielen Dank für eure Erfahrungen!
Viele Grüße
ich habe eine Antwort von meiner Ärztin erhalten, die nach Rücksprache mit dem Myelomzentrum keine Hinzufügung von Daratumumab zu meiner laufenden Lenalidomid-Erhaltungstherapie empfiehlt. Ich interpretiere das einerseits positiv, also dass keine Notwendigkeit gesehen wird. Dennoch denke ich an die in Aussicht gestellten Langzeitremissionen durch Dara in der Erhaltung und bin unsicher, ob ich mich damit zufriedengeben soll.
Ich habe nach einer Induktion mit Daratumumab (Start 07/2022), ASCT (12/2022) und Konsolidierung mit Daratumumab (03/2023) eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid allein begonnen, da Daratumumab damals für die Erhaltung nicht zugelassen war. Seit 02/2023 bin ich in CR. MRD Bestimmung wurde bislang nicht gemacht.
Seit der EMA-Zulassung (Oktober 2024) und dem G-BA-Beschluss (Mai 2025) ist D-R (Daratumumab + Lenalidomid) meines Wissens nach erstattungsfähig. Das Myelomzentrum empfiehlt jedoch keine Hinzufügung, da keine Studien (meine Interpretation des Schreibens) den Effekt nach einem so langen Abstand (ASCT 12/2022) belegen und eine Übertherapie befürchtet wird. Eine MRD-Messung könnte ein Argument sein, aber ohne Baseline-Daten (von 2023) ist die Interpretation schwierig.
Meine Fragen:
- Wie groß war der Abstand zwischen eurer ASCT und der Bewilligung von Daratumumab in der Erhaltung?
- Gab es bei euch ähnliche Bedenken der Ärzte (z. B. Übertherapie, fehlende Evidenz)? Hat man es trotzdem gemacht?
- Welche Argument sprechen aus Eurer Sicht trotzdem für eine Hinzunahme?
Vielen Dank für eure Erfahrungen!
Viele Grüße
Letzte Änderung: 30 Juni 2025 18:33 von Henriko705.
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Grund-Ludwig antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
29 März 2025 11:22
- Grund-Ludwig
11 Beiträge seit
09 Januar 2025
09 Januar 2025
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Daratumumab ist bei mir jetzt durch nach Widerspruch bei der Krankenkasse
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Maxi56 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
04 Feb. 2025 15:36
- Maxi56
15 Beiträge seit
03 März 2020
03 März 2020
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Hallo Zusammen,
hinsichtlich Dara in der Erhaltungstherapie habe ich eine Zusage der Kostenübernahme von meiner KK erhalten. Bin Privat versichert, dürfte aber hinsichtlich der rechtlichen/gesetzlichen Voraussetzung einer Genehmigung keine Rolle spielen.
Viele Grüße
Maxi
hinsichtlich Dara in der Erhaltungstherapie habe ich eine Zusage der Kostenübernahme von meiner KK erhalten. Bin Privat versichert, dürfte aber hinsichtlich der rechtlichen/gesetzlichen Voraussetzung einer Genehmigung keine Rolle spielen.
Viele Grüße
Maxi
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Matti27 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 22:58
- Matti27
5 Beiträge seit
15 Dezember 2024
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Noch kurz als Ergänzung – man sieht in Perseus also nur den Gesamtnutzen der Hinzunahme von Dara in Induktion/Konsolidierung und Erhaltung insgesamt und diesen Gesamtnutzen kann man aber nicht auftrennen dahingehend welchen Anteil davon liefert Dara bezogen auf Induktion + Konsolidierung und welchen Anteil davon liefert Dara nur bezogen auf die Erhaltung.
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Matti27 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 22:28
- Matti27
5 Beiträge seit
15 Dezember 2024
15 Dezember 2024
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- Beiträge: 5
Hallo zusammen,
@Konnie26:
Die Info bzgl. der Perseus-Studie ist korrekt, das Studiendesign hat keine 2. Randomisierung zum Zeitpunkt nach ASZT und vor der Erhaltung vorgesehen, d.h. es wurde nur das Gesamtpaket „DVRd und D-R in der Erhaltung“ gegenüber „VRd und R in der Erhaltung“ verglichen. Also leider keine Information zu DVRd gefolgt von Erhaltung mit Dara und ohne Dara zusätzlich zu Lena.
Das führt dazu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Nutzen der Hinzunahme von Dara zusätzlich zu Lena in der Erhaltung leider nicht quantifiziert bzw. in Prozent beziffert werden kann.
Diese wertvolle Info des Mehrwerts der Hinzunahme von einem CD38-Antikörper (Dara bzw. Isatuximab) in der Erhaltung zusätzlich zu Lena wird die GMMG-HD7-Studie liefern (die hat nämlich eine solche 2. Randomisierung, also Lena mit und ohne Isatuximab in der Erhaltung) und ebenfalls die DRAMMATIC-Studie für Lena mit und ohne Dara. Aber die Studien laufen noch, d.h. dauert noch etwas.
Dennoch – trotz der Studiendesign-Limitation der Perseus-Studie, die Gesamtheit der vorliegenden Studiendaten (siehe oben, MRD-Entwicklung in Perseus wenn man den Zeitraum von Beginn der Erhaltung betrachtet; Langzeit-Follow up der Cassiopeia-Studie; Auriga-Studie) deutet sehr stark darauf hin, dass Dara in der Erhaltung die Tiefe der Remission verstärkt, was sich in einem verbesserten PFS übersetzt.
Und insgesamt waren die Daten der Perseus-Studie dann wohl doch so überzeugend, dass das Gesamtpaket DVRd mit der kombinierten Dara+Lena Erhaltung offiziell zugelassen wurde. Und auch MM-Experten wir Prof. Einsele oder Prof. Weisel bezeichnen diese ja inzwischen als Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung für Patienten mit ASZT. Wie es scheint bleibt dann aber noch der Punkt, dass - wenn der behandelnde Onkologe die Erhaltung mit Dara für sinnvoll erachtet - die Behandlung dann auch für den Patienten von den Kassen übernommen wird.
@Konnie26:
Die Info bzgl. der Perseus-Studie ist korrekt, das Studiendesign hat keine 2. Randomisierung zum Zeitpunkt nach ASZT und vor der Erhaltung vorgesehen, d.h. es wurde nur das Gesamtpaket „DVRd und D-R in der Erhaltung“ gegenüber „VRd und R in der Erhaltung“ verglichen. Also leider keine Information zu DVRd gefolgt von Erhaltung mit Dara und ohne Dara zusätzlich zu Lena.
Das führt dazu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Nutzen der Hinzunahme von Dara zusätzlich zu Lena in der Erhaltung leider nicht quantifiziert bzw. in Prozent beziffert werden kann.
Diese wertvolle Info des Mehrwerts der Hinzunahme von einem CD38-Antikörper (Dara bzw. Isatuximab) in der Erhaltung zusätzlich zu Lena wird die GMMG-HD7-Studie liefern (die hat nämlich eine solche 2. Randomisierung, also Lena mit und ohne Isatuximab in der Erhaltung) und ebenfalls die DRAMMATIC-Studie für Lena mit und ohne Dara. Aber die Studien laufen noch, d.h. dauert noch etwas.
Dennoch – trotz der Studiendesign-Limitation der Perseus-Studie, die Gesamtheit der vorliegenden Studiendaten (siehe oben, MRD-Entwicklung in Perseus wenn man den Zeitraum von Beginn der Erhaltung betrachtet; Langzeit-Follow up der Cassiopeia-Studie; Auriga-Studie) deutet sehr stark darauf hin, dass Dara in der Erhaltung die Tiefe der Remission verstärkt, was sich in einem verbesserten PFS übersetzt.
Und insgesamt waren die Daten der Perseus-Studie dann wohl doch so überzeugend, dass das Gesamtpaket DVRd mit der kombinierten Dara+Lena Erhaltung offiziell zugelassen wurde. Und auch MM-Experten wir Prof. Einsele oder Prof. Weisel bezeichnen diese ja inzwischen als Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung für Patienten mit ASZT. Wie es scheint bleibt dann aber noch der Punkt, dass - wenn der behandelnde Onkologe die Erhaltung mit Dara für sinnvoll erachtet - die Behandlung dann auch für den Patienten von den Kassen übernommen wird.
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