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30 Jan. 2022 15:09
  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo Colberg,
zu deiner Frage Optimisten betreffend, fällt mir der Spruch ein:

☻ Die wahren Optimisten sind nicht davon überzeugt,
dass alles gut gehen kann,
aber sie sind davon überzeugt,
dass nicht alles schief gehen muss.☻

Meine persönliche Meinung:
Optimisten sehen eine rosige Zukunft u. ein gutes Ende ec., welche vielleicht nie kommt- und am Ende sterben sie.
Pessimisten sehen viel Elend u. Leid in der Zukunft u. ein schlimmes Ende, welches vielleicht kommt- und am Ende sterben sie auch.
Nur bis dahin leben die Optimisten leichter u. hoffnungsvoller, die Pessimisten deprimierter u. unzufriedener.

Dazwischen gibt es auch noch die Realisten.

Jeder wie er mag u. kann.
L.G.
Undine

  • Gerda
  • Autor
  • 69 Beiträge seit
    24 Oktober 2009
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Colberg schrieb: Hallo Gerda,
Sind Optimisten Realitätsverweigerer, was auch Lebensverkürzend sein könnte?


Hallo Colberg,

nein, Optimisten sind keine Realitätsverweigerer. Immerhin lebe ich so mit dem MM schon seit 2007. Sicher ist da auch Glück im Spiel.
Und sollte ich mit meinen Entscheidungen mein Leben verkürzen, dann wäre das Pech.
Aber Optimismus an sich ist immer positiv zu sehen.

LG
Gerda

23 Jan. 2022 08:49
  • MAKI EIS
  • 137 Beiträge seit
    08 Juni 2019
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Meiner Meinung nach können optimistische
Gedanken motivieren und so Kraft, Mut und Hoffnung geben.

Marlies

  • Colberg
  • 57 Beiträge seit
    04 September 2021
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Hallo Gerda,
Sind Optimisten Realitätsverweigerer, was auch Lebensverkürzend sein könnte?

Peter

  • Gerda
  • Autor
  • 69 Beiträge seit
    24 Oktober 2009
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Ihr Lieben alle,

vielen Dank für Eure Antworten. Das ist wirklich überwältigend!
Ich denke in vielem genau wie Manni. Die Therapie wird ja auch nicht spurlos an einem vorbeigehen und definitiv Schäden hinterlassen.
Heute habe ich meiner Ärztin ein klares Zeichen gegeben, dass ich gewillt bin, die Therapie nur bis zur Remission laufen zu lassen.
Am Montag erfahre ich die neuesten Leichtkettenwerte. Dann entscheiden wir weiter.
Jo hatte noch gefragt, wieso es bei mir die Antikörper nur 1 mal im Monat gibt.
Am Anfang der Rezidiv-Behandlung gab es die Antikörper wöchentlich. Nach 8 Behandlungen kam der Wechsel zur Behandlung 1 mal im Monat.

Das mit dem immer mal zu niedrigen Hämoglobin-Wert ist leider noch ein offenes Problem. Dadurch brauche ich ab und zu Spenderblut.
Anämie steht übrigens auch bei Aciclovir als sehr seltene Nebenwirkung im Beipackzettel. Das nehme ich ja nun auch schon seit Mai letzten Jahres ständig ein.

Mir ist Lebensqualität sehr wichtig. Das war auch der Hauptgrund, Revlimid abzusetzen. Damit kam ich gar nicht klar.
Ich bin auch unheimlich dankbar für die vielen Jahre, die ich ohne Medikamente auskam. Das war eine wunderbare Zeit.
Jetzt bin ich optimistisch, dass ich die Behandlung so gestalten kann, wie ich mir das vorstelle. Ich weiß auch, dass die Remissionszeiten wohl kürzer werden.
Aber ob eine Dauerbehandlung das Gesamtüberleben verlängern würde, ist unklar.
Ich kenne auch keine Studien dazu. Vielleicht sehen ja die Pharmafirmen nur bzw. hauptsächlich ihre Gewinne.

Ich habe noch viel Energie und hoffe auf viele weitere Jahre. Meine 3 Enkel möchte ich gern weiter aufwachsen sehen.
Es stehen auch noch einige Reisen aus...

Liebe Grüße

Gerda

21 Jan. 2022 11:04 - 21 Jan. 2022 11:05
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
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Hallo Gerda

die allermeisten rein medikamentösen Rezidiv-Therapien sind als Dauertherapien ausgelegt.
Ziel der Dauerbehandlung ist eine beständige Krankheitskontrolle, das nächste Rezidiv so weit wie möglich nach hinten zu schieben und bis dahin weitere Organ/Knochenschäden weitesgehend zu vermeiden

Begründet wird die Dauertherapie oft mit einer besseren Überlebens-Prognose. Iich selbst habe dazu noch keinen wissenschaftl. fundierten Vergleich gesehen, der das be- / widerlegt, vielleicht hat einer der Mitleser da was.

Fakt ist aber auch, viele Patientinnen + Patienten (v)ertragen die Therapie nicht auf Dauer, so dass sie abgebrochen werden muss und nicht wenige Patientinnen + Patienten entscheiden sich bewußt für die Beendigung, weil sie sich dadurch eine bessere Lebensqualität erwarten.

Letztendlich entscheidst Du, ob und wie Du behandelst wirst. Ich würde folgende Punkte in meine Überlegung dabei einschleißen:
- habe ich momentan noch eine messbare Resterkrankung und wie aktiv ist mein Myelom zur Zeit
- habe ich eine Hochrisikozytogenetig
- wie hoch ist die Gefahr bei eines schweren Verlaufs beim nächsten Rezidiv
- wie lebe ich aktuell mit der Behandlung
- welche Einschränkungen habe ich durch die Behandlung
- wie wichtig ist mir die Lebenqualität
- wie wichtig ist mir meine verbleibende Lebenszeit

Zweitmeinung geht immer, schau mal unter unserem medizin. Beirat, die Ärzte dort kannst Du in der Regel einfach anschreiben.

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 21 Jan. 2022 11:05 von klein Grisu.