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24 Juni 2018 18:10
  • Mucki1
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    11 September 2026
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Lieber Jo!

Als "nur" Angehörige eines an MM erkrankten Ehemannes, lese ich hier häufig im Forum mit.

Es stimmt wohl leider, dass häufig, vor allem in den Kliniken, die Wirtschaftlichkeit vor Patientenwohl

geht. Wenn man sich etwas mit der Krankheit beschäftigt und auch Statistiken liest, stößt man , vor

allem in jüngster Zeit, immer wieder auf die Frage, ob die HD mit anschließender SZT noch immer die

Therapie der ersten Wahl ist. Lange Zeit war dies so und spezielle Kliniken wurden dementsprechend gefördert und ausgestattet. Aber gerade mit den neuen Medikamenten werden auch vermehrt Stimmen laut, die die als alternativ los geltende HD(be Patienten die dafür geeignet sind) anzweifeln. Ich glaube auch, dass es einen Unterschied zwischen Kassen und Privatpatienten gibt. Dies ist jedoch nur meine persönliche nicht Meinung. (Mein Mann ist privat versichert). Ihm wurden alle Optionen aufgezeigt und auch in seiner Behandlung offen gehalten. Ob er sich einer HD unterziehen muss bzw. wird , wird die Zeit zeigen. Im vorstelligen Krankenhaus hat man darauf gepocht. Bei einem unabhängigen Onkologen und seinem Kollegen in Österreich(wir sind längere Zeit im Jahr dort),hält man die HD nicht unbedingt sofort von Nöten. In jedem Fall betrachtet jeder Arzt doch immer die Therapieform auch von seiner(auch wirtschaftlichen ) Warte heraus.

So, nun wünsche ich Dir und allen anderen, die dies lesen, einen schönen Sonntag.:) Viele Grüße Daniela

24 Juni 2018 15:54
  • Jo
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    11 September 2026
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Liebe Foristen, es gibt Anlaß zur Annahme, dass nicht in jedem Fall das Beste für den Patienten, sondern massive Wirtschaftsinteressen hinter vielen Therapientscheidungen stehen. Kliniken stehen unter einem enormen Drück, vor allem wirtschaftlich zu arbeiten. Wir bemerken das in vielfältiger Weise: Einsparung von Pflegepersonal und Arztbesatz, restriktive Zeitbeschränkung für das Arzt-Patientengespräch, es wird viel zu viel operiert, Medikamentenoptionen werden nach ihren Kosten entschieden. Für uns Foristen ist es ohne genaue Kenntnis sehr schwer, auf Augenhöhe mit zu entscheiden, ob eine Therapie-/Medikamentenetscheidung richtig gut oder nur leidlich gut, eben nur 2. Wahl ist. Wir sollten auf jeden Fall sehr wachsam sein, es ist unser Leben! Je besser wir selbst die Therapieoptionen besser verstehen, je mehr werden wir nicht nur passive Empfänger, sondern aktive Mitgestalter. Oft hilft hier natürlich auch die Zweitmeinung. Damit ich nicht falsch verstanden werde, es gibt auch sehr gute Ärzte, die sich um die beste Entscheidung auch gegen Widerstände redlich bemühen. Wenn wir für diesen Aspekt sensibilisiert sind und die Optionen kennen, können wir vielleicht etwas an dieser Situation ändern.
Ich freue mich über Rückmeldungen zu diesem Thema
Liebe Grüße euer Jo