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CLE084 antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 10:48 - 04 März 2017 10:52
  • CLE084
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Hi Ano,
mir ist noch ein kleines Detail aufgefallen, das ich zuvor nicht so beachtet habe, was jedoch wesentlich sein könnte: "Mein Mann (50 Jahre...".

D.h. er ist in den Wechseljahren. Männer reagieren darauf sehr unterschiedlich, ich z.B. habe die Wechseljahre (bin 55 Jahre) eigentlich gar nicht bemerkt, was aber auch daran liegen kann dass ich anders "gestrickt" bin als die meissten Menschen.

Signifikant ist jedoch, dass insbes. Kerle, die sich selbst definieren durch ihre Vitalität, Virilität, und durch das was sie bislang erreicht und gestemmt haben, schwerer an der männlichen Menopause tragen als andere. Das Selbstwertgefühl und das (bisherige) Selbstbild gerät arg ins Wanken und das allein kann schon Überreaktionen (schnelle Autos, junge Mädchen, gefärbte Haare, etc.) und Depressionen hervorrufen. Zuweilen kann dies auch durch einen extremen Abfall des Testosteronspiegels im Blut bewirkt werden. Vielleicht sollte man auch mal in diese Richtung denken.

Nochwas zu der Aussage "Er will nur, dass es vorbei ist. Wenn am Ende nicht "Heilung" steht, wofür dann
kämpfen. (seine Worte)". Kein Mensch auf diesem Planet kennt den Zeitpunkt seines Ablebens (von Selbstmördern mal abgesehen). Also ist jeder Moment, jeder Augenblick den man glücklich verbringen darf, ein Grund um dafür zu kämpfen!

Seine Worte klingen für mich zu sehr nach Selbstbemitleidung als nach akuter Suizidgefahr.
Menschen die sich selbst das Leben nehmen wollen, möchten auf gar keinen Fall, dass ihre Pläne entdeckt werden.
Die wollen nicht bemitleidet werden. Sie leiden im Stillen und planen ihr Vorhaben im Geheimen.

Joseph hat dir eigentlich schon den richtigen Rat gegeben: Mach eine Reise, eine Kreuzfahrt vielleicht. Und sei knallhart zu deinem Mann, sag ihm dass wenn er sein Leben wegschmeissen will, das seine Sache ist, aber du nicht dabei zusehen musst um ihn zu bejammern. Biete ihm an entweder "seinen Ar..." in Bewegung zu setzen und mitzumachen, oder halt zu versauern. Ich weiß, das ist echte Konfrontation, aber wie meine Süße (Beste Ehefrau von ganze Welt) schon immer sagt: "Männer brauchen eine klare Ansage!"

Glückliche Momente kann man selbst in den schlimmsten Situationen und Umständen erleben (ich spreche da aus eigener Erfahrung). Man(n) muss es jedoch zulassen und wollen. Das braucht Mut und innere Stärke. Selbstmitleid ist der beste Weg um sich und allen Anderen das Leben zur Hölle zu machen.

Ich wünsche Dir dass Du Deine innere Stärke in dir erkennst, Dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und auch ohne deinen Mann glückliche Momente zu finden. Möglicherweise ist dies genau das Beispiel an dem er sich aufrichten wird.

Chrisly
Letzte Änderung: 04 März 2017 10:52 von CLE084.

joseph antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 10:12
  • joseph
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Anomalia schrieb:
Wahrscheinlich bleibt mir nichts, als mich um mich selbst kümmern.


Hi Ano

Ich denke, das ist der richtig Weg für dich, pack deine Koffer und mach mal eine kleine Reise und denk nicht zurück, 8 Tage könnten vielleicht schon reichen um Vernunft in die Zukunft deines Mannes zu bringen.

Du hast den zu sehr verwöhnt und dich vergessen

LG

Joseph

Anomalia antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 10:02
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Liebe Chrisly,

danke für deine Gedanken!

Leider lehnt er alles ab. Ich hab schon mehrfach mit ihm gesprochen. Auch das Thema Depression/ Antriebslosigkeit. Er will sich nicht helfen lassen. Er will nur, dass es vorbei ist. Wenn am Ende nicht "Heilung" steht, wofür dann kämpfen. (seine Worte)

Wahrscheinlich bleibt mir nichts, als mich um mich selbst kümmern.

Ich danke euch!

Liebe Grüße
Ano

CLE084 antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 09:12 - 04 März 2017 09:13
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Hallo Ano,

beim Lesen Deines Beitrags kommt mir ebenfalls wie bei den Andern auch der Gedanke, dass Dein Mann an einer massiven Depression leidet. Da er sich dies nicht selbst eingestehen will, versinkt er immer tiefer darin. Ich denke, dass Du damit völlig überfordert bist / sein wirst. Dein Mann braucht dringend professionelle Hilfe - u.U. gehört dazu auch ein stationärer psychiatrischer Aufenthalt um
  • 1. Sich seiner Lage bewusst zu werden
  • 2. Aufgrund dieser Erkenntnis Hilfe anzunehmen.
Das mag sich jetzt ziemlich krass anhören, aber das Problem ist, dass er mit seiner Depression zwei Menschenleben gefährdet und selbst nicht in der Lage zu sein scheint, dies objektiv zu erkennen.
Glücklicherweise bist Du ja bereits damit vertraut Dir z.B. in einem Forum Rat, Beistand und gute Tipps zu besorgen. Ich denke, Du solltest nach Foren und Selbsthilfegruppen zu Depression Ausschau halten, ggf. auch schon mal mit Ärzten und Psychologen sprechen und versuchen darüber therapeutische Maßnahmen anzubahnen.

Erkläre Deinem Mann z.B., dass es ein neues "Projekt" gibt, nämlich das Projekt seiner psychologischen Genesung und dass er genauso wie beim MM aktiv mitwirken muss, damit es ihm bald wieder besser geht. Ich bin kein Psychologe, aber meiner Ansicht nach ist eine Depression nichts was man auf die "lange Bank" schieben darf - es macht die Situation nur noch schlimmer. Und vor allem achte sehr darauf, dass Du nicht auch in ein tiefes dunkles Loch fällst. Geh mit Freunden weg, unternimm Ausflüge, genieße die erwachende Natur, Kunst Musik, Malerei was auch immer, aber lass dich nicht von seiner stillen Verzweiflung anstecken.

Ich wünsche euch Beiden das Allerbeste
Chrisly
Letzte Änderung: 04 März 2017 09:13 von CLE084.

Anomalia antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 07:50 - 04 März 2017 07:57
  • Anomalia
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Ich danke euch beiden.

Ja, es hat ein bisschen geholfen, weil ich das Gefühl habe, ihr versteht das.

Von Depressionen will er nichts wissen. Habe ich immer wieder angesprochen. "Ich bin nicht verrückt, ich habe Krebs" ist seine Antwort.
In eine Selbsthilfegruppen will er auch nicht, es gibt eine in der Nähe.

Das mit dem Motivieren versuche ich, es klappt aber nur ab und zu. Mit Freunden will er nicht raus, nur mit mir.

Ich werde als nächstes für mich in eine Beratung gehen.

Danke euch und liebe Grüße
Ano

edit: Anfangs war er ein Mal bei einem Psychologen, der hat die Medikamente verschrieben. Die Onkologin verschreibt sie seit dem weiter, immer mit dem Hinweis, er solle dort in weitere Behandlung gehen. Er sagt aber, dass er zu keinem Psychologen mehr geht.
Letzte Änderung: 04 März 2017 07:57 von Anomalia. Begründung: Zusatz

Mapoli antwortete auf er hat anscheinend aufgegeben
04 März 2017 00:17
  • Mapoli
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    18 Juni 2011
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Vielleicht findest Du in der Broschüre zum Thema "Fatigue" etwas hilfreiches.

Zu finden ist sie oben unter "weiterführende Informationen" --> "Broschüren"