Zum Hauptinhalt springen
joseph antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
26 Okt. 2015 19:23
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr

Peter55 schrieb: Muß erst im Januar 2016 zum CT. Ich freu mich überjede kleine gute Nachricht


Hi Peter

Dann kannst du ja die Advents- und Weihnachtszeit in Ruhe ohne zuviele Gedanken geniessen

in diesem Sinne ===> lebe , was das Zeug hergibt

Joseph

Peter55 antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
26 Okt. 2015 16:13
  • Peter55
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure aufmunternden Worte. Taten sehr gut. Ja, hier im Forum bin ich genau richtig. Es ist immer Einer da, der einen tröstet wenn es einem dreckig geht oder man down ist.
Hier mal gute Nachrichten:
War beim Nephrologen. Nierenwerte = TOP; HB-Wert zeigt nach oben.
Der Strahlenarzt war auch sehr erfreut über die Entwicklung in meinem linken Bein. Muß erst im Januar 2016 zum CT. Ich freu mich überjede kleine gute Nachricht

Euer Peter

Lucy antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
23 Okt. 2015 12:54
  • Lucy
  • 408 Beiträge seit
    12 Dezember 2012
Mehr
Hallo Peter,

nun möchte ich Dich auch noch in unserem Forum willkommen heißen. Ich bin vor etwas über dreieinhalb Jahren mit Multiplem Myelom Stadium IIIA diagnostiziert worden. Jeder, der die Diagnose Krebs erhält, stellt sich natürlich die Frage nach der Prognose. Also habe ich damals auch fleißig (auf veralteten) Internetseiten herumgegoogelt und fand eine Statistik, die von 2 Jahren sprach. Das hat mich natürlich umgehauen. Wie Du siehst, habe ich diese Prognose aber bereits überlebt und momentan geht es mir immer noch sehr gut. Ich sehe es auch so, wir alle wissen nicht, wie lange wir leben werden, aber es ist wahr, von der Vorstellung, dass ich selbstverständlich mindestens achtzig werde und das bei guter Gesundheit musste ich mich verabschieden. Aber ich habe trotz allem für mich eine sehr gute Lebensqualität entwickelt und genieße mein Leben dankbar und bewußt.

Ich habe gesehen, dass Du auch hier in der Gegend wohnst. Überlege Dir, ob Du mal bei der Uniklinik Düsseldorf vorstellig werden willst und sei es nur, um Dir eine zweite Meinung einzuholen. Die Ärzte dort sind Experten fürs Myelom, verfügen über jahrelange Erfahrung und ich bin dort sehr zufrieden mit der Behandlung.

Was die Knochenschäden angeht: Da die Ärzte die richtige Diagnose bei mir auch nicht so schnell fanden, sind mir auch viele Wirbel eingebrochen. Damals konnte ich mich kaum noch bewegen, Treppe steigen, aus dem Liegen aufstehen, Arme anheben, nichts ging mehr. Aber mit den richtigen Therapien, viel Geduld und viel Aufbautraining kann ich mich heute sehr gut wieder bewegen. Klar, einige Dinge darf auch ich nicht mehr tun, z. B. joggen und manches ist beschwerlicher als früher, aber dann habe ich mir eben neue Hobbies und Alltagslösungen gesucht. Irgendwann habe ich dann den Dingen, von denen ich mich verabschieden musste, nicht mehr so stark hinterher getrauert.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas Zuversicht geben und ja, natürlich kann man hier auch einfach über seine Gedanken und Gefühle schreiben und seine Sorgen mitteilen. Wenn nicht hier, wo dann?:wink:

LG,
Lucy

Margret antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
23 Okt. 2015 11:30
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Lieber Peter,

als ich dieser Tage die Überschrift deines Beitrags las, musste ich fast lachen. (Entschuldigung) "Wieviel Zeit bleibt mir noch?" - eine tolle Frage, eine philosophische Frage und eine, die wir uns jeden Morgen neu stellen sollten, ob gesund oder krank. Wir beide sind fast gleich alt/jung und spätestens jenseits der 50 wird einem ohnehin klar, dass das Leben endlich ist und man vom Start weiter entfernt ist, als vom Ziel. So what? Wieviel Zeit mir bleibt? Statistisch 25 Jahre. Tatsächlich? Vielleicht nicht mal genug, um den neben dem PC stehenden Kaffee auszutrinken... Belastet uns das? Denken wir ständig darüber nach? Nein, wir alle ignorieren diese Tatsache.

Nur klappt das mit dem Ignorieren nicht mehr, wenn ein Arzt erst mal was von einem uns bisher völlig unbekannten Myelom erzählt hat - von diesem Moment an haben wir unsere innere Unschuld verloren und können in den Status "darüber denke ich nicht nach" nicht mehr zurück. Wir müssen darüber nachdenken! Das ist schmerzhaft, das dauert seine Zeit und das bedeutet große Umbrüche in unserem Inneren, aber auch in der äusseren Lebensgestaltung. Jeder hier weiss das, jeder hat es erlebt. Und jeder ist anders damit umgegangen.

Du wirst deinen Weg finden müssen. Er liegt nämlich nicht fertig vor uns, sondern er entsteht mit jedem Schritt, den wir gehen, neu zu unseren Füssen. Und es gibt niemanden, der dir deinen Weg zeigen kann. Du wirst ihn finden!

Du wirst hier im Forum viele Erlebnisse und Erfahrungen sehen. Viele traurige, das ist wohl wahr. Aber auch viele, die Mut machen. Und die uns zeigen, was gute Ärzte, gute Medikamente, gute Freunde, die Familie und der Wille zum Leben alles bewirken können.

Wie scheusslich deine Lage heute auch sein mag - es bleibt nicht so! Therapien und Selbstheilungskräfte des Körpers werden zusammenwirken und es wird dir deutlich besser gehen. Na ja, vielleicht nicht wie mit dreissig... aber auf jeden Fall besser als jetzt.

Dass ihr euch mit alltagspraktischen Fragen beschäftigt und euer Leben komfortabler ausrichtet, kann nur gut und nützlich sein. Das richtige Auto, die richtige Wohnung, Reduzierung von zu starken Verpflichtungen - alles kleine Hilfen, mit der neuen Situation klarzukommen, die Lebensumstände der Gesundheitslage anzupassen. Damit man befreit von zusätzlichen Anforderungen die Zeit so gut wie möglich geniessen kann, die einem bleibt. Ob 25 Minuten oder 25 Jahre.

Vertrau dir selbst.

Alles Liebe und Gute,
Margret

joseph antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
23 Okt. 2015 10:36
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Hi Peter

Ich hab 4 Stents (Baustellen) , die hab ich durch Herzinfarkte am 13.12.2004 ====> Blutverdünner haben es dann meiner Knochenläsion im Sakromwirbel und Becken vereinfacht, die zerkaute Brühe vom Abfall der Fressattacke meines Partners herauslaufen zu lassen und somit mir sämtliche Nervenstränge zu blockieren ===> blieb nur noch Pilleneinwurf plus Krücken im März 2005 ............. dauerte 5 Monate, bis ich die Krücken wieder abgeben konnte.

Persönlich denke ich, also meine Meinung ===> man soll nichts bekämpfen, was man nicht besiegen kann, man muss versuchen zu akzeptieren und damit zu leben, alles andere zermürbt einen

Denk mal drüber nach

Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht und damit sprech ich nicht nur für mich

Liebe Grüsse

Joseph

Peter55 antwortete auf Wieviel Zeit bleibt mir noch?
23 Okt. 2015 10:09
  • Peter55
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
Mehr
Nachtrag:

Hab übrigens noch ne zweite Baustelle.
Mir wurde im November 2013 ein Stent im Herzen eingesetzt.
Bekomme seit dem Valsartan 160mg, Bisoprolol und Ass100.
Mein Professor hat zu Beginn der Chemo das Valsartan 160 mg wieder abgesetzt. MM ist wichtiger!!. OK, hab ich akzeptiert. Nur habe seit geraumer Zeit wieder einen Blutdruck von konstant oberer Wert 170 - 195. Nehme seit zwei Wochen, auf Verordnung meiner sehr guten Hausärztin, wieder Valsartan 160mg. Konnte diesen Wert dadurch wieder auf ca. 170 drücken.
Das nur zur Info.

Lieben Gruß
Peter