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Autolog-allogene Doppel-SZT ohne Nutzen wurde erstellt von Margret
17 Feb. 2011 17:31
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
bitte hier weiterlesen:

www.journalonko.de/aktuellview.php?id=2172

Liebe Grüße in die Runde,
Margret

17 Feb. 2011 18:15
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Margret

Da muss man sich doch schon die Frage stellen

Welchen Sinn macht die Hochrisikotransplantation, welchen Sinn macht die Allo, hmmmm

Liebe Grüsse

Joseph

17 Feb. 2011 19:25
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo

vielleicht verstehe ich den Artikel mit meinem Chemo-Hirn nicht richtig, aber soweit ich das sehe werden nur Nicht-Risikopatienten betrachtet.
Daher von mir drei kleine Anmerkungen:

1. Zum Nutzen der allo für Hochrisiko-Patienten kann man aus der Tabelle 1 keine Aussage ableiten. Hier könnte die Bewertung anders ausfallen.

2. Ich (Hoch-Risikopatient) habe nach der allo in 2002 nur eine kurze partielle Remission erreicht. Dennoch hat mir die allo eventuell geholfen. Dr. Blau vom CCBF meinte jedenfalls mal, dass ich trotz der vielen Therapien bis vor kurzer Zeit noch eine intakte Blutbildung hatte, sei dem Transplantat zu verdanken, das ja die beiden HD-Chemos (vor der autologen und vor der allogenen Transplantation ) nicht mitgemacht hat und daher auch nicht geschädigt war. Diese Überlegung gilt natürlich auch für Nicht- Risikopatienten.

3. 12% Sterblichkeit bei der allo erscheint mir gering. Hier wäre die entsprechende Nutzen-Betrachtung für Risikopatienten interessant.

Andreas R.




17 Feb. 2011 19:54
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
die Überschrift " Auto-Allo hat keinen Nutzen" darf man so nicht verallgemeinern und stehen lassen.
Wie schon gesagt wurde handelt es sich bei dieser Studie lediglich um Standardrisikopatienten in beiden Gruppen. Und da hat man ja längst erkannt, daß für Standardrisiko die doppelte autologe SZT der Goldstandard ist.
Die Auto-Allo Transplantation wird nur Risikopatienten angeboten die mit einer Standard Chemo oder Auto-Auto SZT jeweils eine kurze Remissionszeit und kurzes Gesamtüberleben zu erwarten hätten.

Oft ist es auch so, daß erst eine doppelte autologe SZT gemacht wird und wenn dann das Rezidiv innerhalb von drei Jahren kommt, dann wird als "letzter Rettungsanker" die allogene SZT versucht. Die Erfolgsrate ist eher unbefriedigend, aber eine kleinere Anzahl von Patienten (sagen wir mal 10 bis 20 %) können dann wieder in viele Jahre lange Remissionen gebracht werden.
Hierbei gilt immer: Je mehr vortherapiert bis hin zu quasi schon austherapiert (refraktär) ein Patient ist umso weniger Erfolg bringt die "Letzte Rettungs- Allogene SZT" bzw. je höher wird auch wieder das Mortalitätsrisiko während der Allo Therapie oder den 100 Tagen danach. Und das Alter spielt natürlich auch immer eine Rolle.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

17 Feb. 2011 20:05
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Bevor hier ein Mißverständnis aufkommt:

Der Artikel ist, wie deutlich gekennzeichnet, eine Veröffenlichung aus dem Journal Onkologie. Gleiches gilt für die Überschrift.

Es handelt sich nicht um meine Privat- oder Fachmeinung.

Liebe Grüße in die Runde,
Margret

17 Feb. 2011 20:15
  • sergio
  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
Die Nuancen im Gebrauch der Woerter ergeben oft andere Bilder. Erstmal, eine Sterblichkeit von 12% bei allo ist eine der niedrigsten die es bisher gab. Haengt natuerlich von Patientenpopulation, Alter, Risikofaktoren etc. ab, aber es ist doch Tatsache, das eine auto-allo bei einer zweistelligen Prozentzahl von Patienten ein langfristiges Plateau erreicht wird, das bei auto-auto nicht der Fall ist.
Die Risiken sind nicht zu unterschaetzen bei der allo und keiner verheimlicht das, aber so eine pauschale Einschaetzung ist nicht korrekt. Es bleibt doch, oder sollte, eine Entscheidung des Patienten sein. Und die patientenpopulation die fuer die allo geeignet ist, ist auch begrenzt.

Stimme den Punkten von Andreas zu.
Uebrigens ist mir immer noch nicht klar ob ich Hoch-Risiko oder Normal-Risiko bin... nach initialer Einschaetzung Normal-Risiko, erst eine SZT, dann die zweite SZT und ein Rezidiv nach einem Jahr ja nun, was bin ich nun???

Sergio