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Phase 1 Studie bezgl. Vakzinierung wurde erstellt von Martin.Q
08 Nov. 2010 21:18
  • Martin.Q
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
Anbei einige Eckdaten (ohne Gewähr wg. der Übersetzung) einer Phase 1 Studie bezgl Vakzinierung:

- 18 Patienten haben teilgenommen, im Durchschnitt mit 4 Vortherapien
- 14 patienten hatten eine autologe HD
- 11 Patienten haben eine Stabilisierung erreicht
- Dauer der Stabilisierung von 2,5 Monaten (4 Patienten) bis 41 Monaten (1 Patient)

Die Empfehlung der Forscher ist es diese Vakzinierung direkt nach autologer HD einzusetzen.

www.myelomabeacon.com/news/2010/11/08/mu...se-1-clinical-trial/

Ich vermute, dass man diesen Stoff bei möglist niedriger Tumormasse einsetzen möchte, weil dann kein zurückdrängen der Krankheit, sondern "nur" ein erneutes Ausbrechen verhindert werden muss...

VLG


09 Nov. 2010 10:57
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Christer

Ich hatte meinen Onkologen vor 2 Monaten daraufhin angesprochen, meine Frage war, ob er die Studie kennen würde und ob es sinnvoll für mich wäre, ..............

hier seine Antwort, leider auf luxemburgisch, aber verständlich,

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merci fir de mail, ech kennen di Studien do. Fir e vaccin ze machen brauch én krank Zellen, der si bei iech zum Gleck keng mi do. F.RIES

Auf deutsch

Danke für die Mail, ich kenne diese Studie da, um das Vaccin herzustellen braucht man kranke Zellen, die sind bei Ihnen zum Glück nicht mehr vorhanden

........Schlussfolgerung, man muss im Rezidiv sein, damit überhaupt ein Vaccin gezüchtet werden kann !!!! Patienten in CR bringt das nichts, da kein vaccin hergestellt werden kann

Liebe Grüsse vom Gardasee

Joseph

>>> Joseph Seil <jsbs@pt.lu> 26/09/10 08:26 >>>

Vakzinierung mit rekombinantem Idiotyp beim Plasmazytom in Remission nach autologer Stammzelltransplantation

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung
Plasmozytom Stadium II-III nach Durie und Salmon mit Sekretion von IgA- oder IgG-Paraprotein, die eine komplette Remission (CR) oder „sehr gute“ partielle Remission (vgPR) nach autologer Stammzelltransplantation erreicht haben
Plasmozytome in fortgeschrittenen Stadien sind durch zytostatische Behandlung nicht heilbar.
Myleomzellen exprimieren Immunglobulinmoleküle, deren hypervariable Regionen (Idiotyp) ein spezifisches Antigen jedes individuellen Tumors darstellen. Idiotypvakzinierungstrategien können gegen dieses Tumor-Antigen gerichtete humorale u. zelluläre Immunreaktionen induzieren.
1.Einschluß und Biopsie (EDTA-KM) zur Vakzineproduktion
2.Durchführung der zytostatischen Therapie einschl. autologer SZT
3.Abschlussstaging und Dokumentation des Therapieerfolges (CR?, vgPR?)
4.Vakzinierungen (= GM-CSF s.c. Tag 1-5; Idiotyp/Adjuvans Tag 2 i.d.): Woche 0, 4, 8, 12, 16, 20
5.Verlaufsstaging/Follow-up Woche 12, 24, 36, 52

Einschlusskriterien zur Biopsie:
1.Histologisch gesichertes Plasmozytom im Stadium II-III nach Durie und Salmon
2.Sekretion von IgG- oder IgA-Paraprotein durch die Plasmozytomzellen
3.Patient für Hochdosischemotherapie und autologe Stammzelltransplantation geeignet und vorgesehen
4.Alter > 18 Jahre
5.Unterschriebene EV 1

Einschlusskriterien zur Vakzinierung:
1.CR oder „very good PR“ nach autologer Stammzelltransplantation
2.Unterschriebene EV 2

Ausschlusskriterien zur Biopsie und Vakzinierung:
1.Schwere Zweiterkrankungen und Infektionen
2.Aktiver ZNS- bzw. Liquorbefall
3.Systemische antineoplastische Therapie, Immuntherapie o. immunsuppressive Therapie (auch Steroide) 4 Wochen vor der Vakzinierung
4.Schwangerschaft und Stillzeit/unzureichende Kontrazeption während Vakzinierung
Studienzentrum (monozentrisch)

Freiburg


Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) Universitätsklinikum Freiburg Albert-Ludwigs-Universität Robert-Koch-Klinik Hugstetter Straße 55 79106 Freiburg, Ansprechpartner: Prof. Dr. Hendrik Veelken, hendrik.veelken@uniklinik-freiburg.de


____
bearbeitet durch Christer

christine antwortete auf Phase 1 Studie bezgl. Vakzinierung
09 Nov. 2010 11:53
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Heiliger Strohstack.....das Luxemburgerisch ist aber kompliziert!

Frei gedacht is es ja so: Man braucht kranke Zellen, (das sagen die Freiburger auch) ....daher muss man vor einer Therapie/HD hin und diese Zellen entnehmen lassen.

Ich finde das also einen super Ansatz für Neuerkrankungen. Dauert wahrscheinlich bis dahin noch 10 Jahre???

Hat eigentlich jemand von den Freiburgern Neues gehört?

Gruss aus der Kälte - schnatter


09 Nov. 2010 20:04
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hi Christine

Auch hier am Gardasee ist es nur bedingt wärmer

schnatter

Nee, aus Freiburg weiss ich nichts

Joseph

leopoldi antwortete auf Phase 1 Studie bezgl. Vakzinierung
10 Nov. 2010 12:44
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009

joseph schrieb: //////////////////////
merci fir de mail, ech kennen di Studien do. Fir e vaccin ze machen brauch én krank Zellen, der si bei iech zum Gleck keng mi do. F.RIES


Hallo Christine,
heiliger Strohsack? Ich find es amüsant und total ,verwandt' mit dem Deutschen.
Net wundern; ich gesteh, dass ich geschichtlich ein absoluter Looser bin.
@Joseph: Sagt man in Luxemburg generell ,bei EUCH' anstatt ,bei Ihnen/bei Dir'? Sagt man dann auch ,ihr habt' anstatt ,sie haben/du hast'?

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

15 Nov. 2010 17:01
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Zu Thema Vakzinierung gab es letztes Jahr in der Mitgliederversammlung der Krebsverband Baden-Württemberg einen Vortrag durch Dr. Harpreet Singh, Fa. immatics.

Er arbeitet mit Uni Tübingen als auch mit Uni Heidelberg zusammen.

Anbei die Verlinkung zu Fa. immatics - Der Geschäftsführer hat in Uni Tübingen studiert und war dort auch in der Peptid-Forschung
angesiedelt gewesen. Inzwischen wurde diese Firma gegründet.
Ist in englischer Sprache - lässt sich in Deutsche Sprache umstellen:
[ www.immatics.com/index.php ]

Dr. Harpreet Singh ist auch der Preisträger des Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2008 geehrt worden.
Es wurden die Peptide gegen Darmkrebs und Nierenzellkarzinoms erforscht. Bei bereits austherapierten Patienten
hat man die Versuche ausgeführt und konnte dadurch den Tumor um ca. 40 % zurückverdrängen.
Bis die Peptide ermittelt waren, sind ca 2 Jahre Forschung ins Land gegangen. Weitere Optionen stehen im Raum.

Viel Spaß bei weitere Recherche.

Liebe Grüße aus Stuttgart
SHG Stuttgart
Astrid


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