AMMonline

     

Johannes1956 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
15 Jan. 2026 13:22
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Hallo, Nadel!

Enkelkinder gehen sich aus, wenn deine Kinder einmal mitspielen. Ich kenne viele, die 15, 20 Jahre in Remission sind, auch nach Rückfall und neuer Therapie. Es hat sich so viel weiterentwickelt, bispezifische Antikörper, CAR-T Zell Therapie, und es geht weiter mit neuen Behandlungsmethoden.

Späte Diagnostik passiert leider oft, auch bei Männern, weil die Erkrankung nicht so bekannt ist und, so wie bei mir, am Röntgen unsichtbar bleibt. Ich musste auf MRI bestehen, da die Schmerzen falsch interpretiert wurden.

An der Behandlung hat die relativ späte Diagnostik nichts geändert, ich hätte mir vielleicht den einen oder anderen gebrochenen Wirbel erspart.

Jetzt heißt es für dich vorwärts zu schauen, aufmerksam zu bleiben, aber nicht zu viel grübeln.

Alles Gute

Johannes

miregal antwortete auf Erhaltungstherapie neu
15 Jan. 2026 16:58
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Bei Antikörpern wird immer Cortison und Antihistaminika gegeben um allergische Reaktionen, die immer auftreten können, zu minimieren. Hatte damals meine Hämatologen auf 8mg Dexa (statt 40) "runtergehandelt"

Johannes1956 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
15 Jan. 2026 17:24
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Immer stimmt so nicht. Antihistaminikum habe ich nur bei der ersten Gabe Dara im Nachhinein gebraucht und auf Dexa haben wir auch bald verzichtet, ich bekomme seit 2 Jahen Dara ohne zusätzliche Medikation und mir geht es gut damit.

Meines Wissens wurde Dara früher iv gegeben, da war es viel kritischer. Seit es sc gegeben werden kann, ist die Zusatzmedikation oft nicht mehr notwendig. Die Gabe der großen Spitze geht schnell und ist bei mir ohne jegliche Komplikation. Wird auch bei anderen Patienten, die ich kenne, so gemacht. Man wird nur vorher gefragt, ob man eine Allergie hat. Wenn nein, Spritze rein.

Johannes

Johannes1956 antwortete auf Erhaltungstherapie neu
16 Jan. 2026 07:41
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Ich habe noch eine Anmerkung zur Medikation unter Revlimid (Lenalidomid). Es besteht ein Thromboserisiko, insbesonders, wenn dazu noch Dexamethason eingenommen wird.
Ich bekomme einen Blutgerinnunshemmer auf Basis FaltorXa Hemmung, Xarelto 10mg, auch wegen einer vorangegangenen Lungenembolie durch den Tumor. ASS würde man nur bei geringem Risiko nehmen, das ist für mich fraglich, ob das unter Revlimid passt. Vielleicht kennt jemand hier die Leitlinie. Andererseits müssen ja die hämatologischen Blutwerte laufend kontrolliert werden, da auch gesunde Blutzellen durch das Medikament vermindert werden und Infektions- und Blutungsrisiko besteht. Dann muss man auch mal eine längere Pause machen, wie bei mir jetzt mit 2 Wochen verordnet. Da ASS die Thrombozytenaggregation hemmt, und zwar auf die gesamte Lebensdauer eines Thrombozyten von 5 bis 12 Tagen, halte ich das orale Antikoagulanz FXa Hemmer für sinnvoller. Bei einer OP oder Darmspiegelug reicht damt das Absetzen 24 bis 48 Stunden vorher wegen der kurzen Halbwertszeit, bei ASS sind es 3 bis 10 Tage. Klar, ASS ist billiger, aber ich halte bei MM und Revlimid das orale Antikoagulanz für sinnvoller. Sollte mit dem Arzt besprochen werden. Xarelto gibt es auch in niedrigerer Dosierung.
Johannes

miregal antwortete auf Erhaltungstherapie neu
16 Jan. 2026 09:57
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich hatte anfangs Clexane als Bauchspritze, wegen einer Zementthrombose bei der Wirbelstabilisierung. Hab dann aber auf ASS umstellen lassen, weil ich mich schnell erholte. Betreibe aber viel Sport und mein Belastungs-EKG konnte ich die Maximalleistung seitdem um 50% steigern (jetzt 225W). Ist also nicht unbedingt aussagefähig, wie weit man Thrombosegefährdet ist. Seit absetzen der Erhaltung nehme ich nichts mehr außer Magnesium und b-Vitamine (das Revlimid hat Neigung zu Krämpfen und Kribbeln in den Extremitäten hinterlassen)

Ibi antwortete auf Erhaltungstherapie neu
16 Jan. 2026 10:16
  • Ibi
  • 196 Beiträge seit
    17 März 2025
Hallo Johannes,
mein Mann wurde in der Erhaltungstherapie auch auf ASS100 umgestellt (in der Induktion hatte er Heparinspritzen bekommen).
Laut Hämatologe sei das Risiko unter Lenalidomid in der Erhaltungstherapie nicht mehr sehr groß, da die Dosis viel kleiner ist (10mg) und da würde ASS ausreichen. Das sei auch Leitlinienkonform.
Natürlich hängt das vom persönlichen zusätzlichen Risiko ab, dass vom Arzt abgeklärt werden muss. Du hattest bereits eine Lungenembolie schreibst du, dein zusätzliches Risiko ist also wahrscheinlich höher.
Ich bin mir nicht sicher, ob Xarelto in DE schon eine Zulassung hat als „leichte“ Dauerprophylaxe. Ich habe es selber nach meiner Hüft OP bekommen, dafür ist es auch explizit zugelassen. Dabei wurden auch meine Nierenwerte kontrolliert, denn Xarelto wird zum Teil über die Nieren ausgeschieden und bei schlechter Nierenfunktion kann die Wirkung dadurch verstärkt werden.

Liebe Grüße
Ibi