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Callosum62 antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 13:53
  • Callosum62
  • 251 Beiträge seit
    18 September 2023
Hallo,

die Behandlung wird m.E. sowieso mit DKd beginnen, weil selbst bei einem zeitnah gestellten Antrag die Genehmigung für Cavykti in der Zweitlinie und die Zuteilung eines Behandlungs-Slots durch Janssen locker einige Monate dauern kann. Es ist also nichts damit verloren, erstmal anzufangen und das MM zurückzudrängen. Nach einigen Zyklen DKd kann das dann in ein Bridging übergehen. Und dann kommen ja noch die Lymphapherese, also die T-Zell-Sammlung und alle möglichen Voruntersuchungen, u.a. auch noch ein Ganzkörper-CT.
Wenn ein Rezidiv mal offiziell diagnostiziert wurde, dann sollten Bisphosphonate nach den Empfehlungen der IMWG (International Myeloma Working Group) wieder monatlich gegeben werden. Das haben nicht alle Docs auf dem Schirm.
VOR DKd unbedingt das Luftvolumen untersuchen lassen (Dara kann auf die Lunge gehen) und ein Herzecho durchführen lassen - Carfilzomib ist nicht sehr freundlich zum Herzen.

Die Behandlung vor Ort ist am Besten, Dara als Infusion läuft lange, gibt es aber mittlerweile auch als Spritze, Carfilzomib nur als Infusion. So ein vierwöchiger Zyklus mit 6 Infusionen in den ersten drei Wochen ist anstrengend. Und natürlich nicht nebenwirkungsfrei.

M.E. braucht ihr schlichtweg eine Klinik, die sich mit der komplizierten und aufwendigen Antragstellung für Carvykti in der Zweitlinie auskennt und bereit und kompetent ist, eine CAR-T-Zellbehandlung durchzuführen. Das muss ja nicht gleich sein, und auch nicht in Köln, wenn die keine Ahnung davon haben. Würzburg und Heidelberg nehmen, soweit ich weiß, bundesweit Patienten auf.

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

jesyahorosha antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 14:00
  • jesyahorosha
  • 16 Beiträge seit
    09 April 2023
Danke für alle Hinweise

Flo83 antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 14:01
  • Flo83
  • 75 Beiträge seit
    27 Februar 2024
Die Uniklinik ist mit Prof. Scheid was CAR-T ist bestens aufgestellt. Sie nehmen z.B. mit wenigen Zentren in Deutschland auch an der Cartitude 6 Studie teil.
Muss man um Carvykti in der Zweitlinie zu erhalten nicht auch vorher einen Antikörper (CD38) gehabt haben und darunter ein Rezidiv bekommen haben um sich für die Therapie zu qualifizieren?
Lena refraktär ist klar.

Nichts ist beständiger als der Wandel

Niki antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 14:11 - 24 Jan. 2025 14:17
  • Niki
  • 58 Beiträge seit
    25 August 2019
Hallo jesyahorosha,

unter folgendem Link in dem Kapitel "6.1.2Rezidiv / Refraktärität" kann man nachschauen, welche Kombinationen an Medikamenten derzeit bei einem Myelom-Rezidiv zugelassen sind:

www.onkopedia.com/de/onkopedia/guideline...line/html/index.html

Die vorgeschlagene DKd-Therapie kann als Induktionstherapie vor einer Hochdosis oder als Dauertherapie (ohne Hochdosis) durchgeführt werden.
Deine Mama kann auch eine erneute Hochdosis ablehnen, das ist ihr gutes Recht.
Der örtliche Hämatologe könnte die Therapie nach Vorgaben aus Köln geben, habt ihr ihn das gefragt?
Eine Option ist noch ein weiteres Myelom-Zentrum wie Würzburg oder Heidelberg ins Boot zu holen um weitere Möglichkeiten zu erfahren.

Alles Gute für Euch
Niki
Letzte Änderung: 24 Jan. 2025 14:17 von Niki.

jesyahorosha antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 14:46
  • jesyahorosha
  • 16 Beiträge seit
    09 April 2023
Dr Fürstenau meinte in Uniklinik Köln, erst DKd, dann CAR -T Therapie. Vielleicht, weil die Induktion ohne Dara war.

jesyahorosha antwortete auf Rezidiv Therapie
24 Jan. 2025 14:48
  • jesyahorosha
  • 16 Beiträge seit
    09 April 2023
Danke für die Erklärung, die Optionen von Dauertherapie oder Induktionstherapie habe ich von Arzt nicht mitbekommen oder nicht verstanden.