AMMonline

     

01 Juli 2025 23:42
  • Ibi
  • 196 Beiträge seit
    17 März 2025
es war In der PERSEUS-Studie, dass das Gesamtkonzept eine Erhaltung mit Daratumumab / Lenalidomid vorsah. Daratumumab wurde nach 24 Monaten gestoppt bei Patienten die für mindestens 12 Monate eine MRD-negative Komplettremission erreicht hatten. Bei eintreten der MRD-Positivität wurde sie wieder angesetzt.
So weit ich weiss ist das aber noch nicht in Richtlinien übernommen worden und würde es also eine Entscheidung des Arztes (und der Krankenkassen) sein, ob man die Therapie auch länger fortführt.
Eine MRD Bestimmung findet in DE eigentlich nur in Studien statt. Die Sensitivität einer normalen KM Biopsie (10^3 oder 10^4) ist eben geringer als die MRD Bestimmung die in Studien stattfindet (10^5 oder manchmal sogar 10^6). Bei der „normalen“ KM Analyse spricht man von CR (Komplettremission), das entspricht nicht unbedingt eine MRD- Komplettremission.
Insofern wäre es interessant zu wissen, wie damit dann ausserhalb von Studien umgegangen wird.

@ Doris: Vielleicht könntest du das auch mal in eure Fragestunde fragen? DANKE!

Liebe Grüße
Ibi

Liebe Grüße
Ibi

Doris2460 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
02 Juli 2025 08:13
  • Doris2460
  • 685 Beiträge seit
    13 August 2022
Hallo ibi,

was genau meinst du?

Ich bin in der Materie gar nicht drinnen. Bin nur so fasziniert, dass man hochgerechnet hat, dass es nach D-VRD, HD/SZT und Erhaltung mit Dara/Lena 17 Jahre ohne Rezidiv möglich sein sollen.

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

02 Juli 2025 10:24
  • Ibi
  • 196 Beiträge seit
    17 März 2025
Hallo Doris,
Ich meinte, wenn man Dara als Erhaltung ausserhalb einer Studie bekommt, wie man dann entscheidet, wann diese Behandlung gestoppt wird. Ausserhalb Studien wird keine richtige MRD Bestimmung gemacht, da die sehr aufwendig ist. Es wir nur die übliche KM Analyse gemacht. Oder, ob das bereits in den Richtlinien oder der Zulassung beschrieben wurde, wie lange die Erhaltung mit Dara ausserhalb Studien laufen soll.
Ich denke immer um so länger man das bekommt, umso besser, zumal es sehr gut verträglich ist. Aber das ist natürlich nur mein Laienhaftes Verständnis.
Liebe Grüße
Ida

Liebe Grüße
Ibi

Doris2460 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
02 Juli 2025 13:43
  • Doris2460
  • 685 Beiträge seit
    13 August 2022
Mal schauen, denn es passt eigentlich nicht zu meinen persönlichen Fragen bezüglich Dara zusätzlich zum Lena zu nehmen, aber vielleicht ergibt sich ja was

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

22 Juli 2025 08:09
  • VeBo
  • 1 Beitrag seit
    23 April 2023
Hallo Zusammen,
ich habe mit großem Interesse den Gesprächsverlauf gelesen.
Ich versuche gerade bei meiner KK nach Empfehlung meines Onkologen eine Daratumumab zusätzlich zu meiner Lenalidomid Erhaltungstherapie zu bekommen. Mittlerweile bin ich mit Unterstützung eines Sozialverbandes bei einer schriftlichen Klage Einreichung, da ich nach zwei Widersprüchen und weiterer Prüfung durch die KK eine Ablehnung erhielt. Denn genau mit den Gegenargumente, die auch hier im Chatverlauf genannt wurden, hat meine Krankenkasse argumentiert.
Ich habe jetzt eine Stellungnahme meines Onkologen und eines Arztes vom Myelom Zentrum Heidelberg. Ich hoffe, dass dies reicht, um eine Einzelentscheidung zu erreichen.

Meine Frage nun: Was hat bei euch den Ausschlag für die KK gegeben, das Dara zu bewilligen?

Liebe Grüße
Verena

miregal antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
22 Juli 2025 18:14 - 22 Juli 2025 18:19
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Das ist eine mathematisch-statistische Berechnung, die aus frühen Rezidiven und deren Anteil hochrechnet. und da kamen 17 Jahre dabei raus, bis rechnerisch die Hälfte der Patienten ein Rezidiv haben. Bei so langen Zeiträumen und so geringer Patientenzahl und kurzer Beobachtungszeit ist das rmit Vorsicht zu genießen. Die Dara Erhaltungstherapie gab es nur in der Studie und ist noch nicht Standardtherapie, was von der Krankenkasse bezahlt wird (über 100000€ im Jahr pro Patient). Macht knapp eine Milliarde Kosten, wenn das für jeden neuen Myelompatienten zur Verfügung gestellt wird, pro Jahr, und bei 5-10 Jahren dann zweistelliger Milliardenbetrag jährlich. Hätten die Pharmakonzerne gerne ...)
Letzte Änderung: 22 Juli 2025 18:19 von miregal.

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