Konni26 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 19:08 - 15 Jan. 2025 20:46
- Konni26
-
18 Beiträge seit
13 Juli 2024
13 Juli 2024
Den Zusatznutzen einer Therapie muß die Pharmaindustrie durch entsprechende Studien nachweisen. Der GBA entscheidet dann entsprechend der Studienlage. Eine Finanzierung erfolgt dann nach Bestätigung des nachgewiesenen Zusatznutzens. Mir wurde gestern hier in Würzburg berichtet, dass die perseus- Studie, die ja für die Präferierung der L- D Kombination sorgt, gar keine Randomisierung in der Erhaltung hat und damit keinem Nachweis des Zusatznutzens gegenüber L alleine bringt. Dann wird es mit der Zulassung schwierig. Habe das noch nicht überprüft, da ich gerade stationär bin und nur das Handy mit habe.
Ich meine, eine Dara - Injektion kostet um die 4000 Euro.
Interessant erscheint mir gerade, wann der Patentschutz für Dara ausläuft und der Wirkstoff als Generikum verfügbar ist. Da muss ich mal nachsehen, oder weiß das jemand? Habe inzwischen nachgesehen. Patentschutz besteht noch über 10 Jahre.
Ich meine, eine Dara - Injektion kostet um die 4000 Euro.
Interessant erscheint mir gerade, wann der Patentschutz für Dara ausläuft und der Wirkstoff als Generikum verfügbar ist. Da muss ich mal nachsehen, oder weiß das jemand? Habe inzwischen nachgesehen. Patentschutz besteht noch über 10 Jahre.
EGAL, WAS AUCH PASSIERT,
NIEMAND KANN DIR DIE
TÄNZE NEHMEN, DIE DU
SCHON GETANZT HAST.
Letzte Änderung: 15 Jan. 2025 20:46 von Konni26. Begründung: Neue Erkenntnisse
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wolverother antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 19:59
- wolverother
7 Beiträge seit
29 August 2022
29 August 2022
Ich bekomme Dara als Infusion und die kostet 4886,61 € laut Rechnung der Apotheke.
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Callosum62 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 22:26
- Callosum62
251 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo,
ich habe Dara in Erlangen als Infusion bekommen, auch mit dem Argument, das sei billiger als s.c. Neben den reinen Kosten für das Medikament kommen ja auch noch der pflegerische Aufwand und ggf. Fahrtkosten dazu.
@Konni26: Wichtige Info: Sollte es tatsächlich so sein, dass in PERSEUS in der Erhaltung nicht sauber randomisiert worden ist, wäre das eine Steilvorlage für den G-BA, eine diesbezügliche Zulassung abzulehnen. Und wenn Dara tatsächlich erst in 10 Jahren generisch wird, dann ist das ein echter Goldesel für Janssen…
ich habe Dara in Erlangen als Infusion bekommen, auch mit dem Argument, das sei billiger als s.c. Neben den reinen Kosten für das Medikament kommen ja auch noch der pflegerische Aufwand und ggf. Fahrtkosten dazu.
@Konni26: Wichtige Info: Sollte es tatsächlich so sein, dass in PERSEUS in der Erhaltung nicht sauber randomisiert worden ist, wäre das eine Steilvorlage für den G-BA, eine diesbezügliche Zulassung abzulehnen. Und wenn Dara tatsächlich erst in 10 Jahren generisch wird, dann ist das ein echter Goldesel für Janssen…
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Matti27 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 22:28
- Matti27
5 Beiträge seit
15 Dezember 2024
15 Dezember 2024
Hallo zusammen,
@Konnie26:
Die Info bzgl. der Perseus-Studie ist korrekt, das Studiendesign hat keine 2. Randomisierung zum Zeitpunkt nach ASZT und vor der Erhaltung vorgesehen, d.h. es wurde nur das Gesamtpaket „DVRd und D-R in der Erhaltung“ gegenüber „VRd und R in der Erhaltung“ verglichen. Also leider keine Information zu DVRd gefolgt von Erhaltung mit Dara und ohne Dara zusätzlich zu Lena.
Das führt dazu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Nutzen der Hinzunahme von Dara zusätzlich zu Lena in der Erhaltung leider nicht quantifiziert bzw. in Prozent beziffert werden kann.
Diese wertvolle Info des Mehrwerts der Hinzunahme von einem CD38-Antikörper (Dara bzw. Isatuximab) in der Erhaltung zusätzlich zu Lena wird die GMMG-HD7-Studie liefern (die hat nämlich eine solche 2. Randomisierung, also Lena mit und ohne Isatuximab in der Erhaltung) und ebenfalls die DRAMMATIC-Studie für Lena mit und ohne Dara. Aber die Studien laufen noch, d.h. dauert noch etwas.
Dennoch – trotz der Studiendesign-Limitation der Perseus-Studie, die Gesamtheit der vorliegenden Studiendaten (siehe oben, MRD-Entwicklung in Perseus wenn man den Zeitraum von Beginn der Erhaltung betrachtet; Langzeit-Follow up der Cassiopeia-Studie; Auriga-Studie) deutet sehr stark darauf hin, dass Dara in der Erhaltung die Tiefe der Remission verstärkt, was sich in einem verbesserten PFS übersetzt.
Und insgesamt waren die Daten der Perseus-Studie dann wohl doch so überzeugend, dass das Gesamtpaket DVRd mit der kombinierten Dara+Lena Erhaltung offiziell zugelassen wurde. Und auch MM-Experten wir Prof. Einsele oder Prof. Weisel bezeichnen diese ja inzwischen als Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung für Patienten mit ASZT. Wie es scheint bleibt dann aber noch der Punkt, dass - wenn der behandelnde Onkologe die Erhaltung mit Dara für sinnvoll erachtet - die Behandlung dann auch für den Patienten von den Kassen übernommen wird.
@Konnie26:
Die Info bzgl. der Perseus-Studie ist korrekt, das Studiendesign hat keine 2. Randomisierung zum Zeitpunkt nach ASZT und vor der Erhaltung vorgesehen, d.h. es wurde nur das Gesamtpaket „DVRd und D-R in der Erhaltung“ gegenüber „VRd und R in der Erhaltung“ verglichen. Also leider keine Information zu DVRd gefolgt von Erhaltung mit Dara und ohne Dara zusätzlich zu Lena.
Das führt dazu, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Nutzen der Hinzunahme von Dara zusätzlich zu Lena in der Erhaltung leider nicht quantifiziert bzw. in Prozent beziffert werden kann.
Diese wertvolle Info des Mehrwerts der Hinzunahme von einem CD38-Antikörper (Dara bzw. Isatuximab) in der Erhaltung zusätzlich zu Lena wird die GMMG-HD7-Studie liefern (die hat nämlich eine solche 2. Randomisierung, also Lena mit und ohne Isatuximab in der Erhaltung) und ebenfalls die DRAMMATIC-Studie für Lena mit und ohne Dara. Aber die Studien laufen noch, d.h. dauert noch etwas.
Dennoch – trotz der Studiendesign-Limitation der Perseus-Studie, die Gesamtheit der vorliegenden Studiendaten (siehe oben, MRD-Entwicklung in Perseus wenn man den Zeitraum von Beginn der Erhaltung betrachtet; Langzeit-Follow up der Cassiopeia-Studie; Auriga-Studie) deutet sehr stark darauf hin, dass Dara in der Erhaltung die Tiefe der Remission verstärkt, was sich in einem verbesserten PFS übersetzt.
Und insgesamt waren die Daten der Perseus-Studie dann wohl doch so überzeugend, dass das Gesamtpaket DVRd mit der kombinierten Dara+Lena Erhaltung offiziell zugelassen wurde. Und auch MM-Experten wir Prof. Einsele oder Prof. Weisel bezeichnen diese ja inzwischen als Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung für Patienten mit ASZT. Wie es scheint bleibt dann aber noch der Punkt, dass - wenn der behandelnde Onkologe die Erhaltung mit Dara für sinnvoll erachtet - die Behandlung dann auch für den Patienten von den Kassen übernommen wird.
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Matti27 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
15 Jan. 2025 22:58
- Matti27
5 Beiträge seit
15 Dezember 2024
15 Dezember 2024
Noch kurz als Ergänzung – man sieht in Perseus also nur den Gesamtnutzen der Hinzunahme von Dara in Induktion/Konsolidierung und Erhaltung insgesamt und diesen Gesamtnutzen kann man aber nicht auftrennen dahingehend welchen Anteil davon liefert Dara bezogen auf Induktion + Konsolidierung und welchen Anteil davon liefert Dara nur bezogen auf die Erhaltung.
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Maxi56 antwortete auf Erhaltungstherapie mit Daratumumab
04 Feb. 2025 15:36
- Maxi56
15 Beiträge seit
03 März 2020
03 März 2020
Hallo Zusammen,
hinsichtlich Dara in der Erhaltungstherapie habe ich eine Zusage der Kostenübernahme von meiner KK erhalten. Bin Privat versichert, dürfte aber hinsichtlich der rechtlichen/gesetzlichen Voraussetzung einer Genehmigung keine Rolle spielen.
Viele Grüße
Maxi
hinsichtlich Dara in der Erhaltungstherapie habe ich eine Zusage der Kostenübernahme von meiner KK erhalten. Bin Privat versichert, dürfte aber hinsichtlich der rechtlichen/gesetzlichen Voraussetzung einer Genehmigung keine Rolle spielen.
Viele Grüße
Maxi
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