AMMonline

     

04 März 2022 15:40
  • PeterAS
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo und guten Tag,
ich habe vor 10 Jahren eine doppelte Stammzelltransplantation erhalten, die zu einer kompletten Remission geführt hat. Nach zehn beschwerdefreien Jahren habe ich nun letzten Monat die Nachricht erhalten, dass sich zwischenzeitlich auch eine Chronisch Lymphatische Leukämie entwickelt hat. Die Auswertung der Knochenmarksentnahme ergab eine Infiltration von 30 % Myelomzellen und 40 % CLL-Zellen. Ich bin zwar weiterhin relativ beschwerdefrei, aber die Werte sind so, dass mein behandelnder Arzt eine erneute Stammzelltransplantation plant, mit der sowohl das MM als auch die CLL zurückgedrängt werden können. Nun sind vor zehn Jahren drei Portionen eigene Stammzellen gesammelt worden, von denen damals zwei nach Hochdosistherapien zurückgeführt wurden. Die dritte Portion ist noch eingefroren und soll nun verwendet werden. Ist bekannt, ob die Stammzellen nach so langer Zeit noch ihren Dienst versehen?
Allen Betroffenen und ihren Angehörigen alles Gute!
Peter

04 März 2022 18:21
  • Unknownuser
  • 194 Beiträge seit
    15 September 2019
Hallo Peter,
Ich meine mich zu Erinnern, dass bei meinem Aufklärungsgespräch der Arzt was davon gemurmmelt hat, dass man Stamnzellen maximal 6 Jahre konservieren kann und diese dann zu Forschungszwecken genutzt werden. 10 Jahre kommen mir doch recht lang vor, die werden bestimmt nicht besser bei -196 Grad.

Mfg Matthias

"Am Ende ist alles gut, nur davor ist manchmal echt Scheiße"

04 März 2022 20:51
  • Krell04
  • 65 Beiträge seit
    23 April 2021
Hallo
Hier in Österreich werden die Stammzellen 10 Jahre aufbewahrt.Dann werden sie entsorgt.
Ist eine gesetzliche Regelung,hat aber nicht unbedingt mit einem Ablaufdatum der Zellen zu tun.
Diese Aufklärung habe ich vor der Stammzellenentnahme bekommen.
Grüße Dietmar

05 März 2022 09:22
  • PeterAS
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo und vielen Dank für die Beiträge!

Vielleicht ist es gar nicht so ratsam, sich auf die alte Stammzell-Portion zu verlassen. Sie ist ja damals als Reserve genommen worden, falls die anderen bei der Rückführung nicht richtig anschlagen. Wenn es jetzt bei der geplanten SZT zu Schwierigkeiten kommen sollte, hätte ich ein Problem, denn es ist kein Ersatz da. Ich könnte mir vorstellen, dass es sinvoller ist, neue Stammzellen zu sammeln, denn dieser Vorgang stellt ja keine zusätzliche körperliche Belastung dar.
Allerdings ist mein Problem, dass ich mit 78 Jahren etwas jenseits der empfohlenen Altergrenze von 70 Jahren bin. Außerdem hatte ich im letzten Jahr einen Herzinfarkt, was meine Widerstandskraft auch nicht unbedingt stärkt. Ich verlasse mich erst einmal auf die Berufserfahrung der Ärzte. Sie müssen abschätzen, ob das Risiko für mich tragbar ist.

Viele Grüße
Peter

05 März 2022 15:44
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich muss die Kosten für eine längere Lagerung wie 5 Jahre selbst tragen (600€/a), wenn ich sie bis dahin nicht brauche

05 März 2022 20:01
  • Reta
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Nach einem Rezidiv wurde bei mir im Sept. 2020 eine 4. autologe SCT mit dem letzten Rest meiner 10 Jahre vorher entnommenen Stammzellen vorgenommen. Ich hatte durchaus Bedenken, ob das gut geht. Als dann die Thrombos erst nach mehr als 8 Tagen nach der Stammzellenrückgabe wieder ansprangen, war ich am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Aber es ging gut und ich bin seitdem in Remission. Ich nehme an, dass die Stammzellen vorher geprüft werden, ob sie noch verwendet werden können. Ich drücke die Daumen.

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