AMMonline

     

Annelie antwortete auf Leichtkettenanstieg nach Impfung
29 Aug. 2021 19:53
  • Annelie
  • 13 Beiträge seit
    09 Februar 2018
Liebe Forumsteilnehmer,
als bisher stilles Mitglied im Forum möchte ich mich heute mal zu Wort melden, zumal auch ich zum obigen Thema Erfahrungen und auch Fragen habe.

Zunächst einmal möchte ich aber meinen Respekt gegenüber dem medizinischen Wissen den hier zahlreichen aktiven Forumsmitgliedern zum Ausdruck bringen...und mich für die hilfreichen und informativen Beiträge bedanken.

Auch bei mir haben sich die Llambda-Leichtketten, ungefähr 6 Wochen nach der Covid 19 Impfung mit Comirnaty, erhöht. Zeitgleich hatte ich jedoch eine Bursitis und anschließend eine Virusinfektion der Atemwege. So erscheint es mir, daß mein sowieso geschwächtes Immunsysthem ( Lgg 433, IGA33, IGM 8 ) sowohl durch die Impfung als auch durch die Infektionen aus dem Takt geraten ist. Mein Onkologe ist - vorsichtig - der gleichen Meinung und hat auf meinen Wunsch die laufende Therapie - Imnovid von 3 auf 4 mg erhöht, jedoch Empliciti und Dexametason in der bisherigen Dosierung belassen. Ich vertrage diese Therapie recht gut und bin auch sonst noch recht gut dabei. Leider neige ich aber schon relativ früh zu Osteolysen und Manifestationen... wenn die Llk's steigen. Nun heißt es abzuwarten, aber Vorsicht ist geboten!

Über eure Erfahrungswerte, Meinungen und Ratschläge würde ich mich sehr freuen und verbleibe bis dahin mit besten Grüßen

Susanne

Mucki1 antwortete auf Leichtkettenanstieg nach Impfung
29 Aug. 2021 23:04
  • Mucki1
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Susanne !

Auch bei meinem Mann sind die Leichtketten (Typ Lamda)ca vier sechs Wochen nach der zweiten Impfung ordentlich angestiegen. Allerdings hat er auch in der Zeit der Impfungen seine
Medikamente, nicht wie üblich, einnehmen können.

Nun hoffen wir, dass sich alles wieder einpendelt.

Liebe Grüße Daniela

30 Aug. 2021 06:53
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo in die Runde, vielleicht sollte auch daran gedacht werden, dass auch nicht betroffene gesunde Menschen Leichtketten im Blut haben. Nach jeder Impfung steigt natürlich die Antikörpermenge insgesamt, die überall auch zu einer Erhöhung der Leichtkettenanzahl führt. Die Spekulation, dass Impfungen das Myelom anheizen, halte ich für weit hergeholt. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, Impfungen triggern das Immunsystem " brauchbare Antikörper" herzustellen. Davon sind viele Ärzte überzeugt. Für mich gibt das auch Sinn. In diesem Sinne, nicht verrückt machen lassen. LG Jo

Annelie antwortete auf Leichtkettenanstieg nach Impfung
30 Aug. 2021 10:37
  • Annelie
  • 13 Beiträge seit
    09 Februar 2018
Hallo Daniela,
nach einer Zahn-OP im Januar musste ich meine Therapie 2 Wochen unterbrechen. Die Leichtketten stiegen , sanken aber danach wieder auf ein akzeptables Niveau, jedoch immernoch außerhalb des Referenzbereichs. Die Werte hielten sich konstant und stiegen dann nach der Doppelbelastung Infektionen und Impfung auffällig an.
Fazit aus meiner persönlichen Erfahrung: Unterbrechung der Medikation während der laufenden Therapie kann die Werte steigen lassen...insbesondere bei einem aktiven Myelom mit schwieriger Zytogenetik und gleichzeitiger Belastung patogener Ereignisse. Aber wie gesagt...es sind meine Erfahrungen und keine Allgemeinaussagen.
Wollen wir hoffen und glauben, daß sich diese belastende Situation, auch bei deinem Mann wieder beruhigt.
Liebe Grüße
Susanne

Annelie antwortete auf Leichtkettenanstieg nach Impfung
30 Aug. 2021 17:58
  • Annelie
  • 13 Beiträge seit
    09 Februar 2018
Hallo Jo,
ich danke dir für deine Antwort und fühle mich angesprochen. Bei mir kommt wohl das Zusammenspiel zweier Komponente zum Tragen. Allein nur die erhöhten Werte nach der Impfung beunruhigen mich nicht so sehr, vielmehr die inflammatorisch ablaufenden Prozesse zeitgleich mit der Impfung. Entzündungen feuern nun einmal an... und das wirkt sich bei mir aus Erfahrung ungünstig auf die Leichtketten aus. Wir, der Onkologe und ich, werden die Entwicklung abwarten und dann ggf. handeln müssen. Kein guter Gedanke für mich, aber ich hoffe und glaube...
Ich habe dein Profil gelesen und bewundere deinen körperlichen Einsatz und dein 'Gesundheitsmanagement'. So gehe ich auch vor. Man muß auch mal eine Behandlung oder OP ablehnen können. Das hat mir schon manches Mal unangenehme Überraschungen erspart, z.B. überflüssige OP's. Ich saß auch schon im Rollstuhl und kann nachempfinden, wie sich das anfühlt...
Ich wünsche dir noch viele und größer werdende Schritte und verbleibe
mit bestem Gruß

Susanne

Chiron antwortete auf Leichtkettenanstieg nach Impfung
31 Aug. 2021 10:05
  • Chiron
  • 7 Beiträge seit
    18 April 2016
Liebe Forumsteilnehmer,
meine Erstdiagnose liegt nun über sechs Jahre zurück. Mir ging es die letzten beiden Jahre ganz gut ohne Therapie. Nun sind in diesem Jahr die Kappa- Leichtketten nach den beiden COVID-Impfungen extrem hochgeschnellt (von 82auf 214,,dann leichter Rückgang, nach der zweiten Impfung von 201 auf 299) Dazu habe ich nun eine neue Osteolyse im linken Oberarm bekommen, die bestrahlt werden muss. Ich möchte betonen, dass ich kein Impfgegner bin, ganz im Gegenteil, sonst hätte ich mich nicht impfen lassen. Nachdem ich aber vor drei Jahren nach einer Hepatitis Impfung ähnliche Erfahrungen gemacht habe und auch mein Arzt nachdenklich wird, wollte ich die Information teilen.
Ich wünsche euch allen viel Glück in eurer jeweiligen Situation. Ganz herzlich
Winfried

2015
Diagnose nach Schlüsselbeinbruch
Hochdosis mit Stammzellentransplantation (2x)
Ergebnis war leider nicht zufriedenstellend
(Teilremission - Kappa-Leichtketten bei ca. 60)

2016/17 Lenalidomid mit Bortezomib

Ein Jahr therapiefrei, dann

2019 Daratumumab mit Carfilzomib

Ende 2019 bis jetzt (9/2021) therapiefrei.

Impfungen gegen Covid im April 2020 (AstraZeneca) und im Mai 2020 (BionTech)

Starker Anstieg der Leichtketten nach den Impfungen. Schmerzen im linken Oberarm/Schulter. Im August wurde eine neue große Osteolyse im linken Oberarm festgestellt.
Bestrahlung seit Ende August wegen Bruchgefahr.