AMMonline

     

  • LoisLane
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo zusammen,
erst einmal möchte ich mich bei euch für die ausführlichen und persönlichen Antworten bedanken.

Mein aktueller Stand dazu ist gerade:
Durch eine private Nachricht einer Userin bin ich auf den aktuellen Vortrag der Myelom Vereinigung in Österreich aufmerksam geworden ("das Myelom im Gespräch" vom März 2021! mit Frau Dr. Machherndl-Spandl aus Linz) , die auf Basis einer ganz aktuellen Studie (8-jahres Studie) mitteilte, dass in Fachkreisen (beim letzten ASH Meeting) wohl das Abwarten nun stärker in den Blick genommen würde, da in einer 8-Jahres Studie wohl wenig Unterschiede bei verzögerten Transplantationen festgestellt wurden, was das progressionsfreie Überleben anging und man daher durchaus auch abwarten könne, bis zum ersten Wiederaufflammen der Krankeit. Dies sei wohl besonders auf das starke Monitoring/ die engmaschigen Kontrollen zurückzuführen, die also ein Abwarten durchaus möglich machen könnten. Ich bin der Studie mal nachgegangen und habe vieles noch nicht ganz verstanden...Ich bleibe also dran.

Da mein Mann von Tag zu Tag skeptischer wird, was eine erneute (und dazu HD) Chemo angeht, bin ich momentan einfach etwas beruhigter durch den Gedanken, dass es nicht das totale / unwiderrufliche Desaster wäre, erst einmal zu warten - zumindest sofern da sein behandelnder Arzt auch so mitgehen würde…
Gerade jetzt in der 3. Covid Welle erscheint meinem Mann eine Transplantation irgendwie besonders gefährlich – zumal mein Mann noch immer mit einem Pilz zu kämpfen hat.
Erst einmal kämpfe ich mich aber noch weiter durch den Informationsdschungel zu der Frage......
Ich bin für alle hilfreichen Hinweise dankbar.
Viele liebe Grüße an euch alle


PS: Die Audiodatei zur Studie des letzten ASH Meetings kann hier abgerufen werden: multiplemyelomahub.com/medical-informati...-era-of-novel-agents

Und vom selben Autor schon 2005: "to transplant or not to transplant"
( reader.elsevier.com/reader/sd/pii/S00064...27838F8ABF5DF670CCF2 )

  • LoisLane
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
ach so - dir, klein Grisu noch mal herzlichen Dank für den Link zum Thread. gerade die Abkürzungen (ASCT und Co) sind für mich eine echte Herausforderung bzw. erschweren die Suche glaub ich für mich als Neuling ganz schön. Also vielen Dank !!

  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
In Nature gibt es eine sehr gute Zusammenfassung von Anfang 2020. Da dürfte sich zwischenzeitlich nicht mehr viel geändert haben
www.nature.com/articles/s41408-019-0205-9

  • LoisLane
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Vielen vielen Dank noch mal für diesen tollen Artikel. Der hat uns letztlich noch einmal echt bestärkt, mit der Transplantation zu warten/ sie aufzusparen.

  • greece
  • 105 Beiträge seit
    12 Juli 2018
Hallo,
kannst du mir bitte die Passage nennen auf die du dich beziehst?
Ich persönlich habe nichts gefunden, wo eine hinausgezörte gravierende Vorteile gegenüber einer frühen Transplantation bringt. Vielleicht habe ich es einfach übersehen, ist ja auch ein langer Bericht :-)

Gruß greece

  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
Hallo Greece

das dürfte dieser Passus sein: What is the value of early versus late ASCT? www.nature.com/articles/s41408-019-0205-9#Sec12

Vorteil der verzögerten Therapie: weniger Toxität in der Erstlinie
Vorteil der direkten Therapie: signifikant längere progressionsfreie Zeit
beim Gesamtüberleben zeigen keine der beiden Methoden eindeutige Vor/Nachteile

Sonnige Grüße

Markus