AMMonline

     

daw antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
09 Mai 2021 18:31
  • daw
  • 68 Beiträge seit
    24 April 2020
Also als "normal" kann man das sicherlich nicht bezeichnen. Ich hatte meine 1. Hochdosis im Dezember 2020. Die Transplantation war am 18.12.
Außer zwei Tage etwas Übelkeit und nach paar Tagen dann einen Tag Fieber war nichts. Keine Entzündung der Schleimhäute usw. Ich bin auch immer gleich raus gegangen zum spazieren gehen. KH Aufenthalt insgesamt: 22 Tage
Im März diesen Jahres war dann die 2. Hochdosis + SZT als Tandem. Am 15.03. gab es die Stammzellen zurück. Keine Entzündung der Schleimhäute. Nach paar Tagen wieder ein Tag Fieber. Dann war alles wieder gut. Dann paar Tage später nochmal einen Tag Fieber. Dadurch war die KH-Aufenthalt mit 27 Tagen etwas länger. Auch hat es länger gedauert, bis die Blutwerte wieder ok waren. Ich war auch hier jeden Tag draußen spazieren. Nur das Essen in der Klinik war grausam. Ich habe mir dann nachdem die Leukos wieder über 1 waren, jeden Abend was ins KH bringen lassen. Die Pizzadienste haben sich gefreut.
Jetzt bin ich etwas mehr als einen Monat wieder aus dem KH raus und bin wieder fit. Täglich mindestens eine Stunde auf meinem Crosstrainer + die obligatorische Gartenarbeit mit Hecke schneiden usw. Im Prinzip merke ich nichts mehr von den zwei Hochdosischemos (gut, die Haare sind noch nicht wieder nachgewachsen, aber das kommt noch)

scaredy-cat antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
09 Mai 2021 21:31
  • scaredy-cat
  • 156 Beiträge seit
    31 März 2021
Hi Daw,
danke für die Info.
Ich wollte eh morgen im KH anrufen, dann tu ich das wohl mal auf alle Fälle ganz fixe morgen.
Viele Grüße
Nuschl

Erstdiagnose 12/2020, IsaKD seit 11/23

scaredy-cat antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
09 Mai 2021 21:32
  • scaredy-cat
  • 156 Beiträge seit
    31 März 2021
Hi Daw,
danke für die Info.
Ich wollte eh morgen die Ärzte. ochmal anrufen, dann tu ich das wohl mal auf alle Fälle ganz fixe morgen und hab dann auch ne Vergleichsinfo.
Viele Grüße
Nuschl

Erstdiagnose 12/2020, IsaKD seit 11/23

daw antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
09 Mai 2021 22:46
  • daw
  • 68 Beiträge seit
    24 April 2020
Ich muss aber nochmal ergänzen: Jeder reagiert anders auf das Melphalan. Eine Hochdosischemo ist schon ein erheblicher Eingriff in den Körper. Ich kenne jetzt nun schon einige Patienten und die meisten hatten - wenn überhaupt - nur wenig Probleme. Ich kenne jedoch auch andere Fälle, wo die Patienten dann auf der Intensivstation gelandet sind. Es ist halt alles sehr individuell. Da spielt das Alter eine Rolle aber auch die körperliche Verfassung.
Ein Hauptproblem ist auch die eigene Einstellung. Ich hatte auf dem Zimmer einen Mitpatienten. Da dachte ich erst, der kann nicht und ist schwer angeschlagen. War er aber nicht. Der hat sich seinen Schlafanzug angezogen und lag 24h am Tag im Bett und hat sich nicht bewegt. Selbst für das kleine Geschäft hat er die Ente benutzt. Wenn man so an die Sache rangeht, dann hat man verloren.
Ich dagegen, hatte auch keine Lust. Aber ich habe mich gezwungen, zweimal am Tag spazieren zu gehen. Mir ging es auch nicht 100% gut, vor allem als der HB Wert niedrig war. Man ist dann einfach nicht belastbar. Aber man muss aufstehen und sich mobilisieren. Ich bin trotzdem jeweils 30-45 Minuten spazieren gegangen. Auch im Regen mit Schirm.
Auch was die Entzündung im Mund angeht, da hat es auch der Patient zum Teil selbst in der Hand. Ich habe mit der Mundspüllösung bestimmt 20x täglich ausgiebig gespült. Und zusätzlich noch Kamillentee getrunken. Dadurch gab es dann keine Entzündung.
Aber wie gesagt, jeder reagiert anders auf das Melphalan.

klein Grisu antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
09 Mai 2021 23:00
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
Hallo Nuschl

die Verläufe sind ganz und gar unterschiedlich, so dass ich jetzt behaupte die Nebenwirkungen bei deinem Mann sind heftig aber noch durchaus im Bereich des "Normalen".
Wegen einer ordentlichen Muskositis habe ich mich 2 Wochen lang nur mit Joghurt und Suppen essentstechnisch über Wasser gehalten, Trinken ging nur mit Schmerzen. Mein Zimmernachbar verbrachte 22 Stunden pro Tag schlafend im Bett und klagte über Knochenscherzen und war absolut wackelig auf den Beinen. Eine Dame 2 Zimmer weiter musste auch ein paar Tage während meines Aufenthalts intavenös ernährt werden ...
Die Aussage ab der dritten Woche gehts wieder aufwärts, unterschreibe ich. Die Betonung liegt auf dem ab und es wird kein "Ab jetzt ist alles Gut-Schalter" umgelegt

Sonnige Grüße

Markus

Hex_Hex antwortete auf Hochdosischemotherapie steht an
10 Mai 2021 07:08
  • Hex_Hex
  • 57 Beiträge seit
    13 Oktober 2020
Hallo Nuschl,
es ist offenbar mit den Nebenwirkungen so, wie beim multiplem Myelom grundsätzlich : mal so - mal so, es scheint hier keinen Standard zu geben.
Meinem Mann ging es nach der Hochdosis und Stammzellen Rückgabe leider auch so mies. Er hatte ganz schlimme Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und große Probleme mit den Schleimhäuten, trotz Mundspülung und Ampho Moronal. Er konnte nicht essen oder trinken und wurde künstlich ernährt. Nach knapp 3 Wochen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und wir hatten zuhause riesige Schwierigkeiten. Ganz egal, was ich an Suppen oder Babybrei gekocht habe, er konnte kaum essen und wenn, kam es zurück.
2 Wochen später war er wieder für gut 2 Wochen im Krankenhaus und die künstliche Ernährung wurde erneut gestartet, er bekam Antibiotikum, da er neben der Entzündung der Magenschleimhaut auch einen Infekt hatte. Ich kann es nachfühlen, mir ging es im Februar / März genauso wie dir. Ich hatte furchtbar Angst um ihn und habe mir sonstwas vorgestellt und dann bei unserer Hausärztin nachgefragt und sie sagte, man müsse Geduld haben. Zudem muss ich gestehen, die viel gepriesene Geduld ist aber auch nicht gerade meine Kernkompetenz. Doch sie hatte recht.
Inzwischen klappt es mit dem Essen, er hat sogar schonmal wirklich Appetit. Gewisse Lebensmittel verweigert er weiterhin, dazu gehört auch Joghurt und Brot. Die ständige Müdigkeit ist auch verschwunden, er schläft zwar recht viel aber halt nicht ständig. Insgesamt hat er ca. 13 Kilo abgenommen und ist sehr sehr schlank.
Er durfte das Zimmer im Krankenhaus übrigens nicht verlassen, deshalb war spazieren gehen oder ihn treffen auch nicht möglich. Abgesehen davon, war er körperlich auch nicht in der Lage. Er ist auch heute (nach 3 Monaten) nicht so fit, dass er irgend etwas körperlich anstrengendes machen kann, sei es Rasen mähen oder sonstiges rund um Haus und Garten. Dazu kommt aber wahrscheinlich auch, dass ihm die 3 OP's der Wirbelsäule im letzten Jahr arg zugesetzt haben.
Es hat gedauert, bis auch kleine Spaziergängen oder kleine Runden Fahrradfahren möglich waren.

Liebe Grüße Gabi