daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
03 Nov. 2020 09:42
- daw
68 Beiträge seit
24 April 2020
24 April 2020
Hallo zusammen,
ich habe nun die neuen Werte:
31.08.2020: IgG: 18,2 g/l; Kappa LK: 102mg/l; Kappa LK im Urin: 377 mg/d
28.09.2020: IgG: 18,4 g/l; Kappa LK: 46,4 mg/l; Kappa LK im Urin: 264 mg/d
26.10.2020: IgG: 18,1 g/l; Kappa LK: 40,9 mg/l; Kappa LK im Urin: 250 mg/d; Gamma 18%
Jetzt wird ein weiterer Zyklus Dara-VCd durchgeführt.
Was jetzt aber auffällt: Die Immunfixation ist jetzt nicht mehr monoklonal, sondern jetzt plötzlich biklonal.
Hat hier jemand Erfahrung damit? Kann es sein, dass durch das Daratumumab (das ist ja ein monoklonaler IgG Kappa Antikörper) jetzt ein zusätzliches monoklonales Protein in der Immunfixation nachweisbar ist und das deshalb nun biklonal statt monoklonal gemessen wurde?
LG
Dennis
ich habe nun die neuen Werte:
31.08.2020: IgG: 18,2 g/l; Kappa LK: 102mg/l; Kappa LK im Urin: 377 mg/d
28.09.2020: IgG: 18,4 g/l; Kappa LK: 46,4 mg/l; Kappa LK im Urin: 264 mg/d
26.10.2020: IgG: 18,1 g/l; Kappa LK: 40,9 mg/l; Kappa LK im Urin: 250 mg/d; Gamma 18%
Jetzt wird ein weiterer Zyklus Dara-VCd durchgeführt.
Was jetzt aber auffällt: Die Immunfixation ist jetzt nicht mehr monoklonal, sondern jetzt plötzlich biklonal.
Hat hier jemand Erfahrung damit? Kann es sein, dass durch das Daratumumab (das ist ja ein monoklonaler IgG Kappa Antikörper) jetzt ein zusätzliches monoklonales Protein in der Immunfixation nachweisbar ist und das deshalb nun biklonal statt monoklonal gemessen wurde?
LG
Dennis
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klein Grisu antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
03 Nov. 2020 20:10
- klein Grisu
-
435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
23 Dezember 2016
Hallo Daw
Polyklonale Bande treten gelegentlich beim Myelom auf, insbesondere nach einer SZT. Die Ursachen dazu sind noch etwas unklar, scheint aber nicht dramatisch zu sein
Christine und Gex haben hierzu schon mal ein zwei Publikationen dazu gepostet:
www.myelom.org/forum/therapien/3697-bei-...er-los.html?start=72
www.myelom.org/forum/diagnostik/3804-anf...h.html?start=6#37848
Wenn ich mir deine Werte anschaue, scheinst sich ein Plateau gebildet habe. Ich zweifele ein bissel, ob ein weiterer Zyklus Induktion daran viel ändern wird. Angesichts de prognostizierten Corona-Ansturms in den Kliniken, würde ich mir überlegen ob eine SZT jetzt sofort, nicht die bessere Alternative ist
Polyklonale Bande treten gelegentlich beim Myelom auf, insbesondere nach einer SZT. Die Ursachen dazu sind noch etwas unklar, scheint aber nicht dramatisch zu sein
Christine und Gex haben hierzu schon mal ein zwei Publikationen dazu gepostet:
www.myelom.org/forum/therapien/3697-bei-...er-los.html?start=72
www.myelom.org/forum/diagnostik/3804-anf...h.html?start=6#37848
Wenn ich mir deine Werte anschaue, scheinst sich ein Plateau gebildet habe. Ich zweifele ein bissel, ob ein weiterer Zyklus Induktion daran viel ändern wird. Angesichts de prognostizierten Corona-Ansturms in den Kliniken, würde ich mir überlegen ob eine SZT jetzt sofort, nicht die bessere Alternative ist
Sonnige Grüße
Markus
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daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
03 Nov. 2020 21:15
- daw
68 Beiträge seit
24 April 2020
24 April 2020
Danke für die Links. Sehr interessant.
Naja seit der Daratumumab-Behandlung ist zwar das IgG gleich geblieben, jedoch sind die Kappas doch schön runter gegangen. Ich vertraue da meiner Oberärztin an der Uniklinik. Die hat sich auf die Erkrankung spezialisiert und steht da voll im Stoff. Das merke ich immer, wenn ich mit ihr spreche. Das mit der Biklonalität habe ich aber heute erst entdeckt, als ich mir die Werte in Kopie geben lassen habe. So konnte ich heute nicht die Ärztin fragen. Beim nächsten Termin spreche ich das aber an.
Nun, der 3. Zyklus läuft ja nun schon und für diese Woche bin ich damit durch. Ich werde - trotz Corona - die nächsten 3 Wochen das jetzt noch durchziehen, in der Hoffnung, dass sich die Werte noch ein wenig verbessern. Kann aber durchaus sein wie Du sagst, dass dieser Zyklus jetzt nicht mehr viel bringt. Ich lebe zum Glück in einem Bundesland, wo Corona noch nicht so weit verbreitet ist.
Ich vermute aber trotzdem, dass es an dem Daratumumab liegt. Ich habe auch gerade auf einer Seite eines Labors folgendes gefunden:
Zitat" Interferenzen mit Serumproteinelektrophorese und Immunfixation:
Daratumumab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Kappa-Antikörper der sowohl durch die
Serum-Proteinelektrophorese (SPE) als auch durch Immunfixations-Assay (IFE) detektiert
werden kann. Dies kann daher zu falsch positiven Ergebnissen der SPE und IFE bei Patienten
mit IgG-Kappa-Myelomprotein führen. Dadurch kann die Bewertung des vollständigen
Ansprechens und der Krankheitsprogression beeinflusst werden."
Es kann aber auch so sein, wie es in Deinen Links steht. Das wäre ja dann erstmal nicht negativ zu werten. So oder so bin ich aber erstmal etwas beruhigt.
Ein Phänomen habe ich aber auch noch. Die freien Lambda-Leichtketten sind seit der Behandlung mit Daratumumab extrem abgesackt. Im September lagen diese nur noch bei 0,279 mg/l und jetzt im Oktober bei nur noch 0,064 mg/l. Da erreichen wir bald die Nachweisgrenze. Dadurch ist nun natürlich der Kappa/Lambda-Quotient geradezu explodiert und liegt dadurch nun bei 639.
Keine Ahnung, ob das nun gut ist oder schlecht.
LG
Dennis
Naja seit der Daratumumab-Behandlung ist zwar das IgG gleich geblieben, jedoch sind die Kappas doch schön runter gegangen. Ich vertraue da meiner Oberärztin an der Uniklinik. Die hat sich auf die Erkrankung spezialisiert und steht da voll im Stoff. Das merke ich immer, wenn ich mit ihr spreche. Das mit der Biklonalität habe ich aber heute erst entdeckt, als ich mir die Werte in Kopie geben lassen habe. So konnte ich heute nicht die Ärztin fragen. Beim nächsten Termin spreche ich das aber an.
Nun, der 3. Zyklus läuft ja nun schon und für diese Woche bin ich damit durch. Ich werde - trotz Corona - die nächsten 3 Wochen das jetzt noch durchziehen, in der Hoffnung, dass sich die Werte noch ein wenig verbessern. Kann aber durchaus sein wie Du sagst, dass dieser Zyklus jetzt nicht mehr viel bringt. Ich lebe zum Glück in einem Bundesland, wo Corona noch nicht so weit verbreitet ist.
Ich vermute aber trotzdem, dass es an dem Daratumumab liegt. Ich habe auch gerade auf einer Seite eines Labors folgendes gefunden:
Zitat" Interferenzen mit Serumproteinelektrophorese und Immunfixation:
Daratumumab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Kappa-Antikörper der sowohl durch die
Serum-Proteinelektrophorese (SPE) als auch durch Immunfixations-Assay (IFE) detektiert
werden kann. Dies kann daher zu falsch positiven Ergebnissen der SPE und IFE bei Patienten
mit IgG-Kappa-Myelomprotein führen. Dadurch kann die Bewertung des vollständigen
Ansprechens und der Krankheitsprogression beeinflusst werden."
Es kann aber auch so sein, wie es in Deinen Links steht. Das wäre ja dann erstmal nicht negativ zu werten. So oder so bin ich aber erstmal etwas beruhigt.
Ein Phänomen habe ich aber auch noch. Die freien Lambda-Leichtketten sind seit der Behandlung mit Daratumumab extrem abgesackt. Im September lagen diese nur noch bei 0,279 mg/l und jetzt im Oktober bei nur noch 0,064 mg/l. Da erreichen wir bald die Nachweisgrenze. Dadurch ist nun natürlich der Kappa/Lambda-Quotient geradezu explodiert und liegt dadurch nun bei 639.
Keine Ahnung, ob das nun gut ist oder schlecht.
LG
Dennis
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miregal antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
04 Nov. 2020 16:17
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Bei mir steht auch immer noch was von diskreter Bande, obwahl ich schon lange MRD negativ bin. Lt. Oberärztin ist das der Antikörper, bei mir Elotuzumab aus der DSMM17 Studie
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daw antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
09 Aug. 2021 22:36
- daw
68 Beiträge seit
24 April 2020
24 April 2020
Hier mal ein kurzes Update
Nach drei Zyklen Dara-VCd gab es beim IgG eine geringe und bei den Kappas eine deutliche Verbesserung. Es folgte das eine Autologe SZT im Dezember 2020. Aller Werte haben sich etwas verbessert. Es folgten 2 Zyklen Revlimid 10mg. Darunter blieben die Werte im Wesentlichen konstant.
Im März erfolgte dann die 2. SZT. Hier wurden die Werte wieder etwas besser.
Danach erfolgte eine Konsolidierung mit 3 Zyklen Dara-VCd. Diese hat die Werte alle nochmal tief in den Keller gedrückt. IgG ist jetzt bei nur noch 11,9 g/l und Kappa bei 36mg/l. Im 24h Sammelurin ist IgG nicht nachweisbar und Kappa im Normbereich.
Trotzdem ist die Immunfixation noch positiv. Also keine CR sondern eine VPGR wurde erreicht. Nun wurde die Therapie auf Daratumumab mono alle 4 Wochen umgestellt.
Mal schauen, in wieweit die Werte damit auf dem aktuellen Stand gehalten werden können. Aber mit alle 4 Wochen eine Spritze kann ich leben.
Nach drei Zyklen Dara-VCd gab es beim IgG eine geringe und bei den Kappas eine deutliche Verbesserung. Es folgte das eine Autologe SZT im Dezember 2020. Aller Werte haben sich etwas verbessert. Es folgten 2 Zyklen Revlimid 10mg. Darunter blieben die Werte im Wesentlichen konstant.
Im März erfolgte dann die 2. SZT. Hier wurden die Werte wieder etwas besser.
Danach erfolgte eine Konsolidierung mit 3 Zyklen Dara-VCd. Diese hat die Werte alle nochmal tief in den Keller gedrückt. IgG ist jetzt bei nur noch 11,9 g/l und Kappa bei 36mg/l. Im 24h Sammelurin ist IgG nicht nachweisbar und Kappa im Normbereich.
Trotzdem ist die Immunfixation noch positiv. Also keine CR sondern eine VPGR wurde erreicht. Nun wurde die Therapie auf Daratumumab mono alle 4 Wochen umgestellt.
Mal schauen, in wieweit die Werte damit auf dem aktuellen Stand gehalten werden können. Aber mit alle 4 Wochen eine Spritze kann ich leben.
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klein Grisu antwortete auf Therapie mit Daratumumab + VCd
10 Aug. 2021 10:43
- klein Grisu
-
435 Beiträge seit
23 Dezember 2016
23 Dezember 2016
Hallo Daw
vielen Dank für Deine Statusmeldung. Ich hoffe, dass die sehr intensive Therapie Dir nicht allzusehr das Leben der vergangen Monate verleidet hat.
Leider kann man keine CR erzwingen, aber die Erfahrung lehrt auch, dass es durchaus Nicht-CR Patienten gibt, die sehr lange ohne Progress leben.
Ich drück Dir die Daumen dafür.
vielen Dank für Deine Statusmeldung. Ich hoffe, dass die sehr intensive Therapie Dir nicht allzusehr das Leben der vergangen Monate verleidet hat.
Leider kann man keine CR erzwingen, aber die Erfahrung lehrt auch, dass es durchaus Nicht-CR Patienten gibt, die sehr lange ohne Progress leben.
Ich drück Dir die Daumen dafür.
Sonnige Grüße
Markus
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