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Nach Induktionstherapie wurde erstellt von Kliere
24 Juni 2020 10:47
  • Kliere
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo ihr Lieben,
meine Frau hat die Induktionstherapie der GMMD HD 7 Studie abgeschlossen. Stammzellengewinnung ebenso. Ende April wurden KMP, MRT und Laborwerte durchgeführt. Ebenso wurde die hochauflösende Sequenzierung des Knochenmarks in der Uni Freiburg durchgeführt. Alle Ergebniswerte zeigen ein CR auf. Die Infiltration des Knochenmarks war nicht mehr zu messen. Keine Befunde. Auch alle Blut und Urinwerte zeigen Spitzenwerte. Trotzdem soll jetzt eine Hochdosis Chemotherapie durchgeführt werden weil es zur Standart Therapie gehört. War schon mal jemand in der gleichen Situation

Franziska123 antwortete auf Nach Induktionstherapie
24 Juni 2020 13:59
  • Franziska123
  • 535 Beiträge seit
    08 August 2018
Hallo,

die Ausgangssituation,nämlich eine CR ist der Idealfall vor SZT.

Das könnte bedeuten,das die CR richtig vertieft werden kann mit einer SZT.
Ich bin eher Gegner der SZT,aber auf Grund bei Alter und Begleitkrankheiten.

Wenn Deine Frau "fit" genug ist,sollte sie das machen. Eine Chance lange lange Ruhe zu haben.

Mit CR in eine SZT zu gehen ist der Idealfall .

Alles Gute

Jeanny

Kliere antwortete auf Nach Induktionstherapie
24 Juni 2020 14:44 - 24 Juni 2020 17:23
  • Kliere
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Lieben Dank für die Antwort.
Laut Prof. Dr. Graeven sind die Werte für eine HDT mit SZT sehr gut. Übrigens ein ganz kompetenter Arzt. Es wird einem alles bis ins Detail erklärt. Meine Frau konnte die Stammzellengewinnung mit Mobozil Spritzen durchführen. Sie hatte keine Chemotherapie vorher habt.
LG Peter
Letzte Änderung: 24 Juni 2020 17:23 von Kliere.

miregal antwortete auf Nach Induktionstherapie
24 Juni 2020 20:59 - 24 Juni 2020 21:14
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich bin / war auch innerlich Gegner der ASZT. Nach meinen Recherchen verhindert die Hochdosis einen schnellen Rückfall nach der CR, also innerhalb der ersten 1-2 Jahre. Ist natürlich müßig , in der CR zu wissen, ob noch schnellwachsende Klone übrig sind. Am ehesten bei Hochrisiko konstellationen, oder umgekehrt wenn man aus einer langen MGUS Zeit sich ein Myelom entwickelt hat, kennt man das (vermutlich moderate) Wachstum seiner Untermieter. Leider wird es mit der Zeit schlimmer, da die Krebszellen weiter mutieren und sich aggressiver vermehren.
In den Studien versucht man heute, den letzten Rest unterhalb der Nachweisgrenze (10⁻4 bis 10⁻6, also etwa 10000... 1Mio Krebszellen) zu erwischen, deshalb die aggressive Ersttherapie. Man kann die Hochdosis auch ins erste Rezidiv verschieben, das hat keine Auswirkungen auf das Gesamtüberleben, wie die meisten Studien zeigen. Aber man muss damit rechnen dass die sorgenfreie Zeit kürzer ausfällt (und man bei fortgeschrittenem Alter dann evtl. keine HD mehrt machen kann).
Letztlich musste ich mich für die HD entscheiden, weil der Gutachter der privaten krankenkasse die Konsolidierung/Erhaltung abgelehnt hat, und die Studie zwingend die HD/SZT vorschreibt. Also wenn man sie weglässt, muss man mehr Konsolidierungszyklen durchführen, aber die Studienmedikation wollte die Kasse nicht zahlen (da ich ja ohne HD aus der Studie geflogen wäre)
Letzte Änderung: 24 Juni 2020 21:14 von miregal.

klein Grisu antwortete auf Nach Induktionstherapie
25 Juni 2020 01:06
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
Hallo

Statistisch sind die Überlebenszeiten mit SZT besser als ohne

Auf den Einzelfall bezogen ist die Myelom-Diagnostik leider noch nicht soweit konkrete Vorhersagen über den weiteren Verlauf oder Remissionszeiten zu machen.
Aus diesem Grund hauen die Ärzte lieber einmal mehr drauf = SZT wird durchgeführt, unabhängig vom Ergebnis der Induktion

Die Meinungen bzgl. SZT gleich in der Erstbehandlung oder vielleicht später gehen auseinander.
Die Aussage „Man kann die Hochdosis auch ins erste Rezidiv verschieben, das hat keine Auswirkungen auf das Gesamtüberleben“ kenne ich nur als Meinung/Erfahrungswerte von einigen Ärzten in den USA. (@miregal: du sagst es gäbe Studienergebniss dazu, welche Studien meinst Du?)
Wohingegen Prof Einsele in mehren Vorträgen der letzten Monate folgendes gesagt hat. In den aktuellen Studien zur Erstlinientherapie wird versucht die Remissionszeit nach der Erstbehandlung weiter zu verlängern. Ziel dabei 10 Jahre im Durchschnitt. Dies lässt sich seines Erachtens allerdings nur in Verbindung mit einer SZT erreichen.

Letztendlich liegt die Entscheidung dafür/dagegen beim Patienten, er muss ja auch die Konsequenzen tragen ….

Sonnige Grüße

Markus

miregal antwortete auf Nach Induktionstherapie
26 Juni 2020 22:26 - 26 Juni 2020 22:53
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
@Markus,
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6453900/ ,
bitte den Quellenangaben weiter folgen
Prof. Einsele hat insofern recht, dass er in Statistiken spricht, nämlich der 10 Jahresremission (im Mittel). Die ASZT kann den schnellen Rückfall in den ersten beiden Jahren vermindern, das ist erwiesen. Und das beeinflusst erheblich das statistische Mittel über alle Patienten. Aber ein Patient, der 10 Jahre auch ohne ASZT in Remission bleibt hätte seine Remissionszeit schwerlich mit ASZT noch weiter verlängert, profitiert also nicht davon. Zu welcher Patientengruppe man gehört, lässt sich nur schwerlich erahnen. Drum wird die HD/ASZT jedem empfohlen. Meine persönliche Meinung ist dass ein MGUS Patient , der in die MicroCRAB Kreiterien rutscht, seine Hochdosis eher verschieben könnte, und dafür früher anfängt mit der Therapie. (vorausgesetzt er bekommt eine moderne Therapie mit IMID, Antikörper und Proteasomenhemmer in der Ersttherapie) Hochrisikopatienten profitieren dagegen besonders von der ASZT, oder sogar einer doppelten (statistisch gesehen)
Letzte Änderung: 26 Juni 2020 22:53 von miregal.

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