daw antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
25 Aug. 2020 15:21
- daw
68 Beiträge seit
24 April 2020
24 April 2020
Hallo Zusammen,
ich will hier nochmal ein kleines Update geben.
Bis zum Ende des Zyklus 3 waren ja alle Werte rückläufig. Das hatte ich ich hier schon geschrieben. Dann kam die Stammzellmobilisierung mit Cyclophophamid. 5 Wochen nach Zyklus 3 wurden nun erneut die Blutwerte überprüft. Erwartet war ja, dass durch das Cyclophosphamid eine weitere Verbesserung der Werte erfolgt.
Aber dem war nicht so. Die Werte wie IgG und der M-Gradient sind in den 5 Wochen nach dem Ende des Zyklus 3 - trotz Cyclophosphamid- um ganze 61 Prozent gestiegen.
Demnach hatte E-KRd keine langfristige Wirkung. Meine Behandlung in der Studie wird nun abgebrochen. Die Therapie soll nun umgestellt werden. Im Gespräch ist nun Daratumumab in Kombination mit einem anderen Medikament. Das soll noch entschieden werden.
E-KRd ist in meinem Fall nicht die richtige Therapie.
Und jetzt nochmal was zu Cyclophosphamid. Ich halte dieses Gift für gefährlich. Man sollte dieses eigentlich nicht mehr verwenden. Es erzeugt massive Nebenwirkungen und ist auch in der Stammzellmobilisierung überflüssig. Mit Plerixafor erreicht man auch das Ziel einer guten Mobilisierung. Wenn ich gewusst hätte, was dieses Cyclophosphamid bei mir anrichtet, dann hätte ich das niemals machen lassen. Haarausfall, blutige Blasenentzündung, Übelkeit, Leistungsschwäche, Müdigkeit usw.
Und das ganze nur, weil Cyclophosphamid billiger ist....
ich will hier nochmal ein kleines Update geben.
Bis zum Ende des Zyklus 3 waren ja alle Werte rückläufig. Das hatte ich ich hier schon geschrieben. Dann kam die Stammzellmobilisierung mit Cyclophophamid. 5 Wochen nach Zyklus 3 wurden nun erneut die Blutwerte überprüft. Erwartet war ja, dass durch das Cyclophosphamid eine weitere Verbesserung der Werte erfolgt.
Aber dem war nicht so. Die Werte wie IgG und der M-Gradient sind in den 5 Wochen nach dem Ende des Zyklus 3 - trotz Cyclophosphamid- um ganze 61 Prozent gestiegen.
Demnach hatte E-KRd keine langfristige Wirkung. Meine Behandlung in der Studie wird nun abgebrochen. Die Therapie soll nun umgestellt werden. Im Gespräch ist nun Daratumumab in Kombination mit einem anderen Medikament. Das soll noch entschieden werden.
E-KRd ist in meinem Fall nicht die richtige Therapie.
Und jetzt nochmal was zu Cyclophosphamid. Ich halte dieses Gift für gefährlich. Man sollte dieses eigentlich nicht mehr verwenden. Es erzeugt massive Nebenwirkungen und ist auch in der Stammzellmobilisierung überflüssig. Mit Plerixafor erreicht man auch das Ziel einer guten Mobilisierung. Wenn ich gewusst hätte, was dieses Cyclophosphamid bei mir anrichtet, dann hätte ich das niemals machen lassen. Haarausfall, blutige Blasenentzündung, Übelkeit, Leistungsschwäche, Müdigkeit usw.
Und das ganze nur, weil Cyclophosphamid billiger ist....
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miregal antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
25 Aug. 2020 22:07
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Immerhin ist das Cyclophosphamid ein Indikator, dass die Hochdosis mit Melphalan evtl. auch keinen Erfolg haben wird. Cyclop. ist noch relativ gut verträglich Mel. ist da noch deutlich aggressiver. Ja die Sauerei mit der Alternqative zum teuren Plerixafor bleibt a Gschmäckle, konnte es ja selbst erleben, was Cyclo und Mel anrichten können
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daw antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
25 Aug. 2020 22:29
- daw
68 Beiträge seit
24 April 2020
24 April 2020
Naja ich denke mal, dass kann man so nicht vergleichen. Cyclophosphamid und Melphalan sind zwar beides Arzneistoffe aus der Gruppe von Stickstoff-Senfgas Verbindungen mit alkylierender Wirkung, jedoch ist die Wirkung nicht unbedingt vergleichbar.
Melphalan wird in der HD ja so hoch dosiert, dass das Knochenmark nahezu vollständig zerstört wird. Das überleben dann die Myelomzellen auch nicht.
Melphalan wird in der HD ja so hoch dosiert, dass das Knochenmark nahezu vollständig zerstört wird. Das überleben dann die Myelomzellen auch nicht.
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miregal antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
14 Jan. 2021 22:04
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Bin jetzt in der Erhaltungsphase. Hab meine Oberärztin gefragt, wie die Studie anspricht. Sie berichtete mir, dass alle ihre Patienten aus der Studie mindestens VGPR oder CR erreichten, und das sind m.W. mindestens 23. Die CR im ersten Zyklus wäre jedoch die Ausnahme. Ich hab aber gelesen in anderen Studien, dass die Geschwindigkeit eine CR/MRD Negativität nicht entscheidend wäre für die Zeit danach, sondern allein die Tiefe der Remission. Darum wird ja auch noch in die Erhaltung weiter investiert/behandelt.
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miregal antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
02 Aug. 2021 23:20
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Es wurden die Ergebnisse der französischen KRD Studie #NCT02405364 veröffentlicht. Kann nur jedem (Erst-)therapiebedürftigen Myelompatienten empfehlen, an der DSMM-17 Studie teilzunehmen. Rund jeder zweite Studienteilnehmer erreichte MRD-negativ Status, und die progressionsfreie Zeit hielt im Mittel fast 5 Jahre. Mehr als jeder vierte Patient war nach 5 Jahren noch in CR/MRD-
ashpublications.org/blood/article-abstra...irectedFrom=fulltext
Schon etwas länger wurden ja Zwischenergebnisse des Forte Trials aus Italien berichtet, wo eine transplantat-freie KRD Behandlung über 12 Zyklen bessere Ergebnisse lieferte wie VCD&Transplantation. (KRD und Transplantation war dann noch besser). Also kein Grund mehr, sich mit VCD&HD in der Ersttherapie abspeisen zu lassen
ashpublications.org/blood/article-abstra...irectedFrom=fulltext
Schon etwas länger wurden ja Zwischenergebnisse des Forte Trials aus Italien berichtet, wo eine transplantat-freie KRD Behandlung über 12 Zyklen bessere Ergebnisse lieferte wie VCD&Transplantation. (KRD und Transplantation war dann noch besser). Also kein Grund mehr, sich mit VCD&HD in der Ersttherapie abspeisen zu lassen
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Jo antwortete auf DSMM XVII Studie mit Elotuzumab (E-KRd)
05 Aug. 2021 07:19
- Jo
0 Beiträge seit
15 August 2026
15 August 2026
Das scheint für viele Patienten wirklich so zu sein. Die Forte-Studie kannte man übrigens auch schon vor zwei Jahren. Das wußte man also auch vor zwei Jahen. Ich kann mich deshalb heute noch sehr darüber ärgern, dass das UKE damals meine KRD-Therapie viel zu früh ( nach 4 Zyklen) zugunsten der HD abgebrochen hat; gerade weil diese bei mir hochwirksam war!. Heute würde ich die Klinik wechseln, wenn man es mir nicht diese für 12 Zyklen verabreicht würde. Ich hatte kaum Nebenwirkungen. Statt der HD hätte ich gern zunächst noch einen Antikörper dazu gehabt. Das war aber damals noch nicht möglich. Inzwischen ist die 4-er Therapie KRD mit Daratumumab im UKE eine der Standardtherapien. Das blöde Cyclophospamid wirkt viel schlechter, hat viele Nebenwirkungen und zerstört vor allem gesunde Zellen, das setzt sich leider erst langsam durch. LG Jo
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