AMMonline

     

06 Aug. 2019 20:37
  • Diddlmaus
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Lieber Klaus

Genauso auch bei mir...

Gruss

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07 Aug. 2019 10:37

31 Jan. 2020 09:50 - 31 Jan. 2020 15:03
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
Im amerik. SmartPatients Forum verwies ein Teilnahmer auf die folgende Studie:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18022461
(Einschränkend zu bemerken: Die Studie bezieht sich auf oral eingenommenes Alendronat bei Osteoporose, insofern ist nicht gesichert ob es auch 1:1 für Zometa gilt)
Wir bekommen ja Bisphosphonate in der Regel ohne Kontrolle, wie stark diese wirken und ob sie evtl. überdosiert sind. Offenbar gibt es aber Werte, die man bestimmen lassen kann, z.B. CTX im Serum oder DPD (Desoxypyridinolin) im Morgenurin. Das sind Knochen-Abbauprodukte und spiegeln die Osteoclastenaktivität wieder.
Ist der CTX-Wert zu niedrig, überwiegt der Knochenaufbau den Abbau evtl. so sehr, dass der Knochen zu dicht wird, nicht mehr ausreichend durchblutet wird und somit die Infektabwehr im Knochen eingeschränkt wird. Also erhöhte Möglichkeit für Kiefernekrose.
CTX liegt im Normfall etwa zwischen 110-750 pg/ml, aber bei Bisphosphonat-Patienten sinkt der Wert oft deutlich unter 100. Und das bedeutet dann laut Studie ein hohes Risiko, z.B. bei Zahn/Kiefer-OPs eine Kiefernekrose zu entwickeln. Das Risko ist niedrig, wenn der CTX-Wert über 150 pg/ml liegt.
Man könnte also prinzipiell versuchen, die Dosierung oder Häufigkeit der Bisphosphonate anhand des CTX-Wertes zu regeln, sodass er nicht unter 150 fällt.
Ebenso könnte man vor Zahn-/Kiefer-OPs den CTX Wert bestimmen, um das Risiko für Kiefernekrose zu bewerten. Ggf. das Bisp. aussetzen und so lange bis zur OP warten, bis CTX über 150 ist, wenn es geht. Laut Studie erhöht sich CTX mit jedem Monat ohne Bisphosphonat.
Ich hatte zuvor nie hiervon gehört. Warum wohl CTX/DPD meist nicht bestimmt wird? Vermutlich ist Kiefernekrose so selten, dass der Aufwand gescheut und Blindflug als ausreichend angesehen wird? Diejenigen, die dann eine Nekrose bekommen, haben dann das höchst unangenehme Nachsehen.
Hat jemand schon einmal CTX im Serum oder DPD-Crosslinks im Urin bestimmen lassen?

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR
Letzte Änderung: 31 Jan. 2020 15:03 von gex. Begründung: CTX im Serum bestimmen, DpD im Urin

31 Jan. 2020 16:13
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Gex,
das finde ich sehr logisch und sehr sehr interessant, obwohl - wie gesagt - nicht Zometa per se Ursache der Nekrose ist, sondern Bakterien; aber viele von uns bekommen Zometa ja monatlich, viertel- oder halbjährlich ohne zu wissen, ob die Dosis ausreicht oder es überdosiert ist. Meist wird nach gewisser Zeit die Dosis ohne Kenntnis der Osteoklastenausbremsung reduziert. Da verbleibt doch immer große Unsicherheit. Klar, wir alle möchten ja alle nur soviel von den Medis nehmen, wie unbedingt nötig. Viel nutzt ja nicht unbedingt viel sondern schadet eher!!! . So bleibt alles ja bisher Raterei ( man könnte auch würfeln...). Schön, wenn es da nun über den CTX - Wert einen Kriterium für die wirklich nötige Dosis gibt. Ich werde gleich meine Onkologin bei der nächsten Besprechung darüber befragen. Danke für den tollen Beitrag! LG Jo

31 Jan. 2020 18:16
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
Hier sind noch zwei Studien, die zeigen, dass CTX oder das Verhältnis CTX/bALP mit dem Auftreten von Knochenläsionen beim Myelom korrelieren.
Warum wir also ein bis zwei Jahre zwischen CT Aufnahmen warten und bangen müssen, um zu ahnen, wie es um unsere Knochen steht, und warum nicht ab und zu eine CTX-Messung im Labor mitgemacht wird, versteh ich nun gar nicht mehr.
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2871171/
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28361850

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

31 Jan. 2020 19:26 - 31 Jan. 2020 19:31
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Ja super, die Artikel sind ja in leicht verständlichem englisch verfasst und geben wider, was du uns schon berichtet hast; übrigens ist ein normales CT auch so wenig auflösend, dass sich hier auch nach 2 Jahren sehr ungenau wirklich wichtige feine Änderungen nachweisen lassen. Ich weiß das, weil mein Orthopäde meine C- Bilder aktuell mit denen vor 2 Jahren verglichen hat. Er meinte zwar eine positive Entwicklung an den verschwommenen Bildern der Matrix ausmachen zu können Genauere Analysen würden aber nur mit hochauflösendem PET-ct möglich sein. Somit ist das einfache CT auch nach 2 Jahren wirklich keine Untersuchungsmethode, um "engmaschig" die Osteoklastenaktivität zu messen.
Vielleicht frag ich auch ' mal Salwender nach der neuen Messmethode zur Bestimmung der CTX/bALP- Ratio und deren Umsetzung
Letzte Änderung: 31 Jan. 2020 19:31 von Jo.

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