AMMonline

     

  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Puh, da es hier unter anderen Themen mal wieder gefragt wurde, habe ich mir gedacht, hierzu ein eigenes Thema zu eröffnen. Ich hoffe, das ist in Ordnung so.

Ich finde, es sollte immer wieder darauf hingewiesen werden, besonders neue Patieneten wird es interessieren:

Wenn man sich in Therapie befindet, bitte vorsichtig sein mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Tees.

z.B.
Grüntee, Beerenobst usw. bei Bortezomib (Velcade) oder natürlich dann auch Kyprolis (Carfilzomib)

Hier einige Links dazu:

www.journalonko.de/artikel/anzeigen/?id=2200

Habe eine Auflistung gefunden, in der unter anderem Curcumin, Kamille, Traubenkernöl, Ginko und vieles mehr genannt sind. Kann sie leider nicht hier hin kopieren. Die Tabelle ist aus 2010 von einer Jutta Hübner, diese ist heute Professorin an der Uni Jena. Ich habe die Ärztin mal angeschrieben und hoffe auf Antwort.

Hier ein Link zu einer Powerpointpräsentation eines Vortrags von ihr:
www.prio-dkg.de/wp-content/uploads/KO_In...en_PRIO_20170331.pdf

Auch bei Cyclophosphamid sollte man mit Grüntee vorsichtig sein. Leider finde ich dazu momentan keinen Link.

Liebe Grüße
Ma

  • Angela 55
  • 153 Beiträge seit
    30 Juni 2016
Hallo Mapoli,
Ich finde es super, dass Du dieses Thema nochmal aufgreifst. Gerade als relativ neu erkrankter Teilnehmer kann es schon passiere, dass man all die Ratschläge über zusätzlich einzunehmende Mittel "eins zu eins" auf die eigene Situation überträgt ungeachtet der Tatsache in welchem Erkrankungs- und Therapie Stadium man sich befindet. Und da kann es dann vorkommen, dass man sich nichts Gutes tut. SIEHE:
www.medicoconsult.de/bortezomib_velcade/...n-und-Komplikationen
Schöne Feiertage für Euch alle,
Angela

  • lisa_kotschi
  • 1139 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
Hallo Ma,

ja, einen neuen "Faden" mit einem präzisen Titel aufzumachen ist ganz ausgezeichnet. Wie Du schon schriebst, sind die "Verbote" in unserem Forum sehr verstreut.

Positive Tipps, d.h. Nahrungsergänzungsmittel außerhalb von Therapien sind z.T. unter "Builds Bones....." enthalten.

Nun haben wir (die AMM--Online) bereits in Würzburg bei Frau Dr. Löffler einen weiteren Newsletter zu diesem Thema in Vorbereitung. Er wird noch bis Juli herauskommen. Dann hätten wir eine Sammlung von "Does and Dont's".

Je nach Umfang werde ich Frau Dr. Löffler bitten, eine Zweiteilung vorzunehmen, nämlich einen Teil, was außerhalb von Therapien erlaubt und empfohlen ist, und darüber, was mit und ohne Therapie "verboten" ist.

Dieser Newsletter lässt sich dann in diesem Thread ergänzen oder fortführen.

Schöne Pfingsttage
Lisa

04 Juni 2017 13:33 - 04 Juni 2017 13:47
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Liebe Lisa,

das finde ich sehr gut, dass das in einem Newsletter Thema wird. Man wird doch immer wieder verunsichert und auch die Hämatoonkologen sind da leider nicht immer auf dem aktuellen Stand. Viele Patienten werden bei Therapiebeginn gar nicht auf Wechselwirkungen hingewiesen.

Viele liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende
Ma


Liebe Angela,

danke für den Link.
Auch Dir schöne Pfingsttage und liebe Grüße
Ma
Letzte Änderung: 04 Juni 2017 13:47 von Mapoli.

  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Sehr wichtig wäre auch zu erfahren, ab welcher Konzentration man auf die entsprechenden Lebenmittel verzichten sollte. Überall ist es ja in unterschiedlicher Menge enthalten. Es ganz zu vermeiden, wird sicher schwierig. Hier zwei Auszüge aus dem Internet dazu (sorry, immer diese googelei - aber hier musste es mal wieder sein):

(Quelle: flora-flavonoides.eu)
"Die Flavonoide kommen in den Lebensmitteln in unterschiedlichen Verbindungen vor:

Flavanole finden sich vor allem in Rotwein, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Weißdorn, Mossbeeren und grünem Tee.
Flavanon-Lieferanten sind Grapefruits, Zitronen und Orangen.
Flavone enthalten beispielsweise Gemüsesorten wie Sellerie, Ginkgo, grüne Oliven und Paprika.
Flavonole sind als Verbindung in Zwiebeln, Holunderblüten, Tomaten, Preiselbeeren, Schnittlauch, Weißdorn, Grünkohl und Endivien enthalten.
Isoflavone sind vor allem in Sojabohnen und Hauhechel nachweisbar."

(Quelle food-monitor.de)
Vorkommen von Flavonoiden in Lebensmitteln

Flavonoide kommen in einer großen Zahl von Lebensmitteln vor, allerdings in sehr unterschiedlichen Konzentrationen. Bei Gemüse und Obst haben Broccoli, Zwiebel und Apfel aber auch Holunder und schwarze Johannisbeere vergleichsweise hohe Gehalte. Der Anteil in Rotwein und Tee ist besonders markant. So enthält ein Glas Rotwein eine vergleichbare antioxidative Aktivität wie zwei Tassen Tee, vier Äpfel oder 20 Gläser Apfelsaft.

Wie schade, dass ich erst gestern Pfannekuchen mit Holunderblüten gegessen habe und so gerne Paprika, Tomaten und Oliven esse....

Liebe Grüße und Euch allen ein entspanntes Pfingstwochenende
Ma

  • christine
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026

lisa_kotschi schrieb: Hallo Ma,

ja, einen neuen "Faden" mit einem präzisen Titel aufzumachen ist ganz ausgezeichnet. Wie Du schon schriebst, sind die "Verbote" in unserem Forum sehr verstreut.

Positive Tipps, d.h. Nahrungsergänzungsmittel außerhalb von Therapien sind z.T. unter "Builds Bones....." enthalten.

Nun haben wir (die AMM--Online) bereits in Würzburg bei Frau Dr. Löffler einen weiteren Newsletter zu diesem Thema in Vorbereitung. Er wird noch bis Juli herauskommen. Dann hätten wir eine Sammlung von "Does and Dont's".

Je nach Umfang werde ich Frau Dr. Löffler bitten, eine Zweiteilung vorzunehmen, nämlich einen Teil, was außerhalb von Therapien erlaubt und empfohlen ist, und darüber, was mit und ohne Therapie "verboten" ist.

Dieser Newsletter lässt sich dann in diesem Thread ergänzen oder fortführen.

Schöne Pfingsttage
Lisa



das ist eine sehr gute Idee! Wir haben ja schon eine Menge "Fäden" aber selbst ich finde nur schwer die alten Eintragungen, wie soll es da den Neuzugängen gehen. Eine Sache ist ja, dass etwas nichts nützt, das wäre ja nicht so tragisch. Das ein Stoff aber regelrecht schadet, ist natürlich schlimm. Mich wundert es auch dass das nicht im Beipackzettel steht.

Eine gute Quelle ist übrigens der Blog von Margret aus Florenz

margaret.healthblogs.org

Die hat wirklich fast alles sehr schön und systematisch gesammelt, ist halt leider auf Englisch.

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