AMMonline

     

17 Jan. 2016 18:51
  • kaktusengel
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Ihr,
bei meinem Vater ist eine HD-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation geplant.
Mich würde es interessieren, wie das körperlich verkraftet wird.
Wahrscheinlich erlebt dies jeder unterschiedlich, aber was sind die häufigsten bzw. unangenehmsten Nebenwirkungen?
Der Arzt sagte, sie kümmern sich darum, dass es den Patienten geht.
Aber geschwächt ist man doch trotzdem....
Ich bin zwar Krankenschwester, auf unserer Station werden manchmal auch Chemos mit unterschiedlicher Verträglichkeit verabreicht. Aber mit HD-Chemo hab ich keine Erfahrungen.
Danke für die Infos!
Kaktusengel

  • gast
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Kaktusengel,

meine Empfehlung ist darauf zu achten dass die Mundschleimhäute einigermaßen intakt bleiben, d.h. mehrmals täglich spülen. Dies erspart einem Schmerzen und Probleme beim Essen. Manche schwören auch auf Eis, bei mir hat es auch geholfen.

Viele Grüße

Ralf

  • yoshi
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Ich glaube, man kann das keinesfalls prognostizieren. Ich habe viel gelesen vorher, auch in amerikanischen Foren. Da jedes MM
Individuell ist, ist sicher auch jeder Verlauf HD anders. Ich hatte an Tag 6 eine Sepsis, lag einige Tage auf Intensiv, hatte mehrere Bluttransfusionen, meine Verdauung war total gestört, es hat Monate gedauert, bis sich das normalisiert hat. Durch das herabgesetzte Immunsystem hatte ich eine Lungenentzündung, mir wurde dreimal die Lunge punktiert. Trotzdem war die HD Chemo mit autologer SZT der einzige Weg, auch wenn er steinig war. ohne diese Behandlung wäre ich nicht mehr am Leben. Ich weiß erst jetzt, wie schlecht es mir davor ging. Heute, eineinhalb Jahre danach geht es mir gut, ich hab 15 Kilo zugenommen, meine Blutwerte sind weitgehend stabil.
Ich drücke euch die Daumen!

17 Jan. 2016 20:00
  • Diddlmaus
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Huhu und guten Abend,

Bei mir verlief die HD mit SZT unspektakulär. Ich habe kein Fieber bekommen, brauchte keinerlei Blutprodukte und brauchte nicht künstlich ernährt zu werden. Die Schleimhäute der Speiseröhre waren zwar stark angegriffen, mit Schmerzmitteln war es mir jedoch möglich normal zu essen. Übergeben musst ich mich nie. Einzig ein wahnsinniger Durchfall hat mich für ca. einen Monat nahezu ans Klo gefesselt. Das wars aber auch schon...

Eis lutschen bei der Chemo, das hab ich auch gemacht. Ich hatte mit der Mundschleimhaut auch keinerlei Probleme.

So unterschiedlich kann das sein - ich bin dankbar "Variante extra light" erlebt zu haben....

Alles Gute für Deinen Papa.

Sibylle

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

11 März 2016 21:03
  • pethein
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Bei mir war die HD auch längst nicht so dramatisch, wie ich mir das nach den Ansagen, was alles eintreten könnte, vorgestellt hatte. Ich habe die ganze Zeit auf Schleimhautzerstörung (im Mund) gewartet, aber was dann kam, konnte man allenfalls als leichte Reizung bezeichnen. Die Verdauung hat dagegen ziemlich gelitten. Ständiges auf's Klo rennen, Durchfall etc. Entsprechend wund war das Hinterteil deswegen. Aber da hat man ja in der Klinik die besten Salben etc. zur Hand. Es war alles auszuhalten. Am meisten hat mich gestört, dass ich das Krankenhausessen bald nicht mehr reichen konnte und es mir deswegen schwer fiel, was zu essen. Dabei bin ich wirklich nicht sehr anspruchsvoll, was das Essen angeht. Meine Frau hat mir dann eine Zeitlang Essen mitgebracht. Das habe ich einigermaßen gut runterbekommen. War mir ein bisschen peinlich, aber es ging nicht anders. Innerlich umgetrieben haben mich die täglichen Labornachrichten. Man bekommt ja bald eine Vorstellung davon, welche Werte wie sein sollten. Aber alles verlief so, wie man es sich wünschen konnte. Keine Komplikationen. Es klingt vielleicht ein bisschen zynisch: Ich habe mir immer wieder vergegenwärtigt, dass es da in meiner Nähe viele Menschen gibt, die ganz anderes zu ertragen haben. Bei all dem Leid - auch auf der Station, auf der ich war - kam ich mir oft vor wie einer, dem es ja vergleichsweise gut geht mit meiner HD.
Also erst mal kein Grund zur Panik, das Ganze. Stunde für Stunde, Tag für Tag "abarbeiten" und v.a. davon ausgehen, dass die hochqualifizierten Spezialisten, die sich um einen kümmern, einen da schon durch bringen...

15 Apr. 2016 23:29
  • kaktusengel
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo,
letzte Woche hatte mein Vater die Stammzellübertragung. Zuerst hatte er keinerlei Probleme außer Appetitlosigkeit. Selbst die Ärzte waren erfreut über den problemlosen Verlauf. Vorgestern bekam er hohes Fieber, durch den ZVK kam es zu einer Sepsis. Leichtes Fieber hat er noch und starken Durchfall. Hoffentlich greift das zweite Antibiotikum besser. Aber immerhin hat er noch keine Mucositis, hab ihm während der HD mit Eis versorgt. Vielleicht hat das wirklich genützt. Mal schauen wie es weitergeht.
LG Kaktusengel

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