AMMonline

     

16 Feb. 2010 13:06
  • AndreasR
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    15 August 2026
Hallo Andrea,

ich bin nach der allo (es war übrigens eine "mini-allo", also eine allo mit reduzierter Konditionierung) nie in eine komplette Remission gekommen, von daher lässt sich auch kein Zeitpunkt für ein Rezidiv festlegen.

Das "Nachschießen" von Spender-Lymphozyten, die sogenannte DLI (=donor lymphocyte infusion), ist ein üblicher Weg, das Immunsystem erneut gegen das MM zu stärken und GvH und damit möglichst auch einen Graft-versus-Myeloma-Effekt auszulösen. Ich habe in den vergangenen Jahren schon zweimal diese Prozedur erlebt. Beide Male hatte sie wenig Wirkung. Offensichtlich sind die Zellen meiner Schwester (Spenderin) meinen ursprünglichen zu ähnlich.

Praktisch läuft das so ab: Der Spender wird, ohne dass er vorher Neupogen o.ä. spritzen muss, wieder an die "Maschine" angeschlossen, die auch zum Sammeln der Stammzellen verwendet wird. Das Absammeln dauert ca. 3 Stunden.

Die gesammelten Lymphozyten werden dem Empfänger (ambulant und inklusive Nachlauf in einer knappen Stunde) mit einer großen Spritze oder über den Tropf gegeben, in der Regel in drei Schüben mit steigender Dosis. Der Abstand zwischen den Infusionen beträgt bei mir etwa 10 Tage, hängt aber natürlich davon ab, ob eine Reaktion auftritt. Beim ersten Schub werden in meinem Fall immer frische (nicht tiefgefrorene) Zellen gegeben, beim zweiten und dritten Mal kommen sie dann aus dem Tiefkühlfach und sind mit Konservierungsmittel versetzt, mit der Folge, dass man - wie nach der Transplantation - zwei Tage höllisch stinkt.

Da man auf das Konservierungsmittel allergisch reagieren kann, wird oft eine Prämedikation gegeben, bei mir aber weggelassen, weil ich DLI bisher immer gut vertragen habe.

Ich wünsche Dir alles Gute auf dem Weg in eine anhaltende CR,

Andreas


  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
16.04.2010
DKK 2010: Unvorbehandelte Myelom-Patienten profitieren von Bortezomib

Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib hat die Perspektiven von nicht für eine Stammzelltransplantation geeigneten unvorbehandelten Patienten mit multiplen Myelom stark verbessert. Dies wurde während eines Pressegesprächs im Rahmen des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK) deutlich: Führenden Experten zufolge erzielte der Wirkstoff in diesem Patientenkollektiv zusammen mit Melphalan/Prednison (VMP) ein signifikant höheres Dreijahres-Überleben (68,5 vs. 54 Prozent) als Melphalan/Prednison (MP) allein. (1) .......................

................weiterlesen hier

www.journalonko.de/newsview.php?id=4015

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MFG

Joseph

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