AMMonline

     

  • christine
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026

MarcWen schrieb: Hallo Christine,

das mit Zometa habe ich bei

de.wikipedia.org/wiki/Zoledronsäure

gelesen. Selbst unter Experten gehen hier wohl die Meinungen auseinander. Pro und Kontra, scheint wohl einfach noch zu kurz auf dem Markt zu sein und ernsthafte Studien zum Myelom Mangelware. Die einen reden vom Anti-Myelomeffekt, andere wieder vom Anti-Immuneffekt.

Frau und Kind geht es gut und es ist bald soweit. :)

LG Marcus

Spontan muss ja eigentlich nicht heissen, dass die Zähne gut sind, sondern nur dass kein Zahnaustausch akut stattfindet! Wahrscheinlich sollten wir das nochmal genau prüfen lassen

  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Die Kiefernekrose, wenn sie entsteht, dann ja nicht primär durch schlechte Zähne oder Paradontose u.s.w.
Durch die Bisphosphonate wird wohl die Durchblutung der Kieferknochen mehr oder weniger reduziert und dann können Kieferknochenteile absterben und damit nekrotisch werden.
Bei gesunden Zähnen und gutem völlig geschlossenem Zahnfleisch könnte durchaus im Kieferknochen auch schon nekrotisches Knochengewebe schlummern. Nur kann es dann nicht nach aussen sichtbar werden und keine offenen Stellen und offenliegender nekrotischer Knochen ist sichtbar.

Durch Zahnextraktionen oder offene Zahnfleischtaschen können dann Zugänge von aussen zum nekrotischen Kieferknochen entstehen. Es kommt zu Entzündungen oder einfach offen liegenden nekrotischen Knochenstellen an denen das Zahnfleisch dann nicht mehr drüberwächst und abheilt und damit den Knochen wider abdeckt.
An diesen Stellen geht der nekrotische Prozess dann progressiv weiter und muss durch operative Eingriffe abgetragen werden, bis nur noch gesundes Knochengewebe da ist.

Auch die oft bei Laien geäusserte Meinung, es würde reichen vor Zahnextraktionen das Bisphosphont 8 bis 10 Wochen vorher abzusetzen ist nicht haltbar, da die Bisphosphonate ja dauerhaft schon in den Kieferknochen eingelagert sind.
Das Hat mir auch ein Zahnarzt in Würzburg im Dezember bei der Kontrolle meiner Zähne gesagt.

Der PH Wert im Kieferknochen soll wohl auch eine Bedeutung haben, ob Kiefernekrose entsteht oder nicht, oder mehr oder weniger stark.

Ich wette, dass auch ein niedriger Vitamin D Spiegel die entstehung von Kiefernekrose begünstigt :wink:

Liebe Grüsse aus dem Kirschbaum in Rottendorf bei Würzburg
(Da lassen wir es uns gut gehen am Wochenende mit gutem Essen)

Rudi

www.hotel-zum-kirschbaum.de/restaurant/

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

  • gast
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo Rudi,
Du schreibst jetzt auch etwas von dauerhafter Einlagerung!? Nun weiß ich immer noch nicht was richtig ist weitere Infusionen oder keine mehr?
Schönes Wochenende.

Verena

  • MarcWen
  • 364 Beiträge seit
    09 Juni 2011

joseph schrieb: Hallo Markus

Das gibts doch schon jahrzente ====>

Der Wirkstoff von Zometa heißt Zoledronsäure und ist ein Vertreter einer Substanzgruppe, die Bisphosphonate genannt wird.

Liebe Grüsse

Joseph


Und das heißt?

Wie lange wird es in Verbindung mit diversen Therapien beim MM gegeben?

Gibt es verlässliche Studien?

Wahrscheinlich ist die Entwicklung beim MM (glücklicherweise) zu schnell um mit diversen Quer-Test zu anderen Therapien Schritt zu halten.

Man gibt dann eben weiter (in dem Fall) Zometa, weil es wie der Kölsche sagt "Et hät noch immer jot jejange!", sicher seine Vorteile und Nutzen hat oder eben zum Standardprogramm gehört.

Ich wollte eben nur dezent hinweisen, dass es sicher berechtig andere Meinungen hierzu gibt und man das genau abwägen sollte. (Kosten, Nutzen, Risiko).

Und ich habe selbst erfahren, was es bedeutet, wenn ein Knochen nicht mehr richtig durchblutet wird, Knochentod und das geht sehr schnell und ist irreversibel.

  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009

gast schrieb: Hallo Rudi,
Du schreibst jetzt auch etwas von dauerhafter Einlagerung!? Nun weiß ich immer noch nicht was richtig ist weitere Infusionen oder keine mehr?
Schönes Wochenende.

Verena


Wenn, dann nur alle 3 Monate und wenn möglich Bondronat verwenden.
Wenn sehr aktive und schnell wachsende Osteolysen vorhanden sind, dann würde ich den üblichen 4 Wochentakt einhalten bis die begleitende Chemotherapie die Sache zum stoppen gebracht hat.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

  • Optimist
  • 92 Beiträge seit
    22 Dezember 2014
Hallo Christine, Marcus, Rudi + Joesph,

Zometa wird insbesondere bei Knochenmetastasen bei Brust- und Prostatakrebspatienten eingesetzt.
Für mich hat mein Onkologe Pamidronat als erste Wahl erkannt.
Was ist besser ?
www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pamidronat
Indikationen
Tumorinduzierte Hyperkalzämie
Osteolytische Knochenmetastasen bei Brustkrebs
Osteolyse bei multiplem Myelom
Viele Grüsse
Arno

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