AMMonline

     

17 Mai 2014 18:49
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Solche Meldungen von eventuellen Durchbrüchen in der Krebstherapie mit eventueller Heilung stehe ich mittlerweile skeptisch gegenüber und gerate deßhalb nicht so schnell in Euphorie.
In dem englischen Text steht etwas von 6 Monaten krankheitsfrei.
Bedeutet dies jetzt eine erst 6 monatige Nachbeobachtungszeit oder bedeutet dies, daß das Myelom nach 6 Monaten wieder zurück war?
Und nur 2 Patienten wurden getestet.
Also warten wir mal ab.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

17 Mai 2014 20:21
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hmmm... wie ich das lese, sind die Masern-Viren genetisch verändert worden. Zu eventuellen Neben- und Langzeitwirkungen dieser Veränderung steht da nichts. Was auch immer an der Sache dransein mag, es ist wohl noch ein langer Weg...

17 Mai 2014 20:35
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
erstmal lesen sich die Schlagzeilen fantastisch. Auf Grund welcher Überzeugung man aber nach sechs Monaten CR schon von Heilung sprechen kann, wirft dann doch wieder Fragezeichen auf. Dann gibt's zu bedenken, wozu die Masernimpfung überhaupt ursprünglich entwickelt wurde. Ich fürchte, dass die Risiken die eine Maserninfektion mit sich brachten bei dieser Impfung vllt auch nicht ausbleiben?
Bleiben wir trotzdem optimistisch. Schließlich war diese Patientin wenn ich das richtig verstanden hatte zu dem Zeitpunkt chemoresistent.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

lisa_kotschi antwortete auf Masern Impfstoff für MM - neuester Stand
18 Mai 2014 15:34
  • lisa_kotschi
  • 1139 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
Hallo in die Runde,

Myeloma UK berichtet etwas genauer über die Presse-Meldungen zur experimentellen Behandlung von (bisher) zwei Myelom-Patientinnen mit modifiziertem Masernimpfstoff.

Danach erzielte eine der beiden Patientinnen eine komplette Remission, die 6 Monate lang andauerte (unklar ist, ob die Remission noch andauert). Bei der anderen Patientin zeigte der Versuch weniger gute Wirkung, auch wenn es so scheint, als ob der Virusimpfstoff noch immer die Myelom-Zellen angreift.

Darüber hinaus scheint die Behandlung in der gegenwärtigen Forum nur bei jenen zu wirken, die nie an Masern erkrankten oder eine Masernimpfung erhalten und deshalb keine Antikörper entwickelt hatten, was jedoch bei 95% der Menschen der Fall ist.

Trotzdem scheinen diese ersten Ergebnisse zu zeigen, dass onkolytische Virotherapien (= eine Behandlung, die biotechnologisch Viren in ein anti-Tumor Instrument verändert) das Potenzial für eine weitere Behandlungsoption von Patienten haben, deren Myelom auf andere Behandlungen nicht (mehr) ansprechen, …

Diese ersten Ergebnisse seien ermutigend, müssen aber vorsichtig interpretiert werden. Notwendig sind weitere Studien, um zu zeigen, dass diese Behandlung erfolgreich ist und von einer größeren Anzahl von Patienten toleriert wird.

Die gesamte Stellungsnahme von Myeloma UK findet man in englisch unter www.myeloma.org.uk/news/measles-vaccine-...-patients-in-the-uk/

Noch einen schönen Sonntag
Lisa

18 Mai 2014 20:41
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026

lisa_kotschi schrieb: Hallo in die Runde,

Myeloma UK berichtet etwas genauer über die Presse-Meldungen zur experimentellen Behandlung von (bisher) zwei Myelom-Patientinnen mit modifiziertem Masernimpfstoff.

Darüber hinaus scheint die Behandlung in der gegenwärtigen Forum nur bei jenen zu wirken, die nie an Masern erkrankten oder eine Masernimpfung erhalten und deshalb keine Antikörper entwickelt hatten, was jedoch bei 95% der Menschen der Fall ist.

Lisa


Da ist es ja spannend zu wissen, in welchem Masse man durch seine HD alle Antikörper verloren hat?!

Gruss
weiterhin positiv denkend:-)
Christine

18 Mai 2014 22:45
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Das ist ein spannender Denkansatz, Christine.

Haben die genveränderten Viren nur deshalb gewirkt, weil die Patienten nach HD/SZT nur noch wenig Antikörper aus vorangegangenen Impfungen und Erkrankungen hatten?

Hallo, Mayo-Klinik, könnt ihr mal antworten bitte? 8)