Ernährung bei Multiplem Myelom wurde erstellt von Flecki
10 Feb. 2014 09:55
- Flecki
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Nachdem mir viele Menschen in meiner Umgebung dauernd gute Ratschläge geben und ich aufgrund dessen ein wenig verunsichert bin, wollte ich die Frage wie man sich am besten mit MM ernährt, bzw. was man besser weglassen sollte, mal hier einstellen. Ich bin ja noch relativ neu dabei und gerade im 2. zyklus meiner Induktionschemo. Jetzt sagte eine Freundin zu mir, dass ich mit Zucker und auch Kohlehydraten aufpassen solle. Denn diese Stoffe würden Krebszellen ernähren. Wie haltet ihr es denn mit eurer Ernährung, ich bin ja eher so eingestellt, dass man alles essen sollte, aber in Maßen, oder achtet ihr darauf?
Wäre froh über ein paar Tipps!
LG
Elke
Wäre froh über ein paar Tipps!
LG
Elke
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Bernard antwortete auf Ernährung bei Multiplem Myelom
10 Feb. 2014 11:18
- Bernard
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
hallo flecki.
vorweg: ich halte von diesen ganzen Krebsdiätbüchern und Ratschlägen sehr wenig, vorallem wenn mit Verboten und Einschüchterungen gearbeitet wird.
Die "Ernährung" die die Krebszellen zum vermeitlichen Überleben benötigen, halten auch deine anderen normalen Körperzellen und Körperfunktionen aufrecht.
Kurzum und genereller Tipp: Die Ernährung sollte ausgewogen, in Maßen, i.A. "gesund", frisch und keimarm sein. Keimarm weil wir MM´ler ein Immundefizit haben.
Ob Zusatzergänzungsmittel nötig sind, wird kontrovers diskutiert. Einige machen bei Defizit Sinn, andere sind Geldschneiderei.
Bei einigen Chemotherapeutika sind Einschränkungen notwendig, aber die sagt dir dann schon der Arzt...
Vorallem genieß das Essen
bernard
vorweg: ich halte von diesen ganzen Krebsdiätbüchern und Ratschlägen sehr wenig, vorallem wenn mit Verboten und Einschüchterungen gearbeitet wird.
Die "Ernährung" die die Krebszellen zum vermeitlichen Überleben benötigen, halten auch deine anderen normalen Körperzellen und Körperfunktionen aufrecht.
Kurzum und genereller Tipp: Die Ernährung sollte ausgewogen, in Maßen, i.A. "gesund", frisch und keimarm sein. Keimarm weil wir MM´ler ein Immundefizit haben.
Ob Zusatzergänzungsmittel nötig sind, wird kontrovers diskutiert. Einige machen bei Defizit Sinn, andere sind Geldschneiderei.
Bei einigen Chemotherapeutika sind Einschränkungen notwendig, aber die sagt dir dann schon der Arzt...
Vorallem genieß das Essen
bernard
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Lucy antwortete auf Ernährung bei Multiplem Myelom
10 Feb. 2014 13:08
- Lucy
408 Beiträge seit
12 Dezember 2012
12 Dezember 2012
Liebe Elke,
Zu diesem Thema gibt es sicher verschiedene Meinungen. Das ist meine:
Ich habe meine Ärzte auch schon mehrfach zu diesem Thema befragt. Sie glauben, dass ein Verzicht auf Zucker und Kohlehydrate sich nicht irgendwie positiv auf den Verlauf meiner Krankheit auswirken würde. Das Motto sollte sein "gesund genießen", wobei gesund und genießen durchaus gleichwertig zu sehen sind. Logisch, dass man nicht kiloweise Weißbrot und Schokolade verschlingen sollte, aber neben Obst+Gemüse und den Vollkornbroten ab und an ein Stückchen Kuchen oder Schoki oder ab und an ein Gläschen Rotwein halten meine Ärzte für unbedenklich. Dem folge ich nur zu gerne.
Ich sehe es so wie Du, alles essen, aber in Maßen.
Anders verhält es sich, wie Bernhard auch schon schrieb, mit den Sachen, die man während einer Chemo weglassen muß (der berühmte grüne Tee und Grapefruitsaft), aber das sollten Dir Deine Ärzte dann sagen.
LG,
Lucy
Zu diesem Thema gibt es sicher verschiedene Meinungen. Das ist meine:
Ich habe meine Ärzte auch schon mehrfach zu diesem Thema befragt. Sie glauben, dass ein Verzicht auf Zucker und Kohlehydrate sich nicht irgendwie positiv auf den Verlauf meiner Krankheit auswirken würde. Das Motto sollte sein "gesund genießen", wobei gesund und genießen durchaus gleichwertig zu sehen sind. Logisch, dass man nicht kiloweise Weißbrot und Schokolade verschlingen sollte, aber neben Obst+Gemüse und den Vollkornbroten ab und an ein Stückchen Kuchen oder Schoki oder ab und an ein Gläschen Rotwein halten meine Ärzte für unbedenklich. Dem folge ich nur zu gerne.
Anders verhält es sich, wie Bernhard auch schon schrieb, mit den Sachen, die man während einer Chemo weglassen muß (der berühmte grüne Tee und Grapefruitsaft), aber das sollten Dir Deine Ärzte dann sagen.
LG,
Lucy
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Flecki antwortete auf Ernährung bei Multiplem Myelom
10 Feb. 2014 14:07
- Flecki
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Danke Lucy und Bernhard,
ich sehe das genauso und fühle mich durch eure Beiträge bestätigt.
Dadurch, dass ich momentan krank geschrieben bin, habe ich mal wieder Zeit und Muße zum Kochen und es gibt viele gesunde und frische Sachen. Aber ab und zu brauche ich auch ein Stück Kuchen oder etwas Süsses und dann werde ich auch weiter, in Maßen, zugreifen.
Vielen Dank für das Abbauen meiner Verunsicherungen!
Elke
ich sehe das genauso und fühle mich durch eure Beiträge bestätigt.
Dadurch, dass ich momentan krank geschrieben bin, habe ich mal wieder Zeit und Muße zum Kochen und es gibt viele gesunde und frische Sachen. Aber ab und zu brauche ich auch ein Stück Kuchen oder etwas Süsses und dann werde ich auch weiter, in Maßen, zugreifen.
Vielen Dank für das Abbauen meiner Verunsicherungen!
Elke
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christine antwortete auf Ernährung bei Multiplem Myelom
10 Feb. 2014 15:23
- christine
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Elke,
ganz sicher ist es während deiner Introchemo mit Dex (?) wichtig, wenig stärke/zuckerhaltige Produkte. Der Blutzuckerspiegel steigt sowieso und es ist einfach besser, sich deshalb einzuschränken. Ich bin auch recht sicher, das man sowieso aufpassen sollte, was man dem Blutzuckerspiegel zumutet. Aus Würzburg gibt es nun eine Studie, die sich mit ketogener Diät bei ua Brustkrebs (also feste Tumoren) beschäftigt. Dazu gibts auch ein Kochbuch, das ich eifrig heruntergeladen habe.......aber dabei blieb es dann auch. Ich bin ein Genussmensch und liebe es gut zu kochen - ich esse und trinke fast alles, nur frisch zubereitet (oder gebacken:-?) muss es ein. Süsses esse ich auch sehr gerne, aber nur gute Produkte und keine Kekse oder anderen Fabrikkram. Vielleicht würde ich länger leben mit der ketogenen Diät, aber leider auch an Lebensqualität einbüssen, also lieber nicht:-)
Mein Rat für Dich: Pass auf den Blutzuckerspiegel auf und geniese das Leben ansonsten in vollen Zügen.
Gruss
ganz sicher ist es während deiner Introchemo mit Dex (?) wichtig, wenig stärke/zuckerhaltige Produkte. Der Blutzuckerspiegel steigt sowieso und es ist einfach besser, sich deshalb einzuschränken. Ich bin auch recht sicher, das man sowieso aufpassen sollte, was man dem Blutzuckerspiegel zumutet. Aus Würzburg gibt es nun eine Studie, die sich mit ketogener Diät bei ua Brustkrebs (also feste Tumoren) beschäftigt. Dazu gibts auch ein Kochbuch, das ich eifrig heruntergeladen habe.......aber dabei blieb es dann auch. Ich bin ein Genussmensch und liebe es gut zu kochen - ich esse und trinke fast alles, nur frisch zubereitet (oder gebacken:-?) muss es ein. Süsses esse ich auch sehr gerne, aber nur gute Produkte und keine Kekse oder anderen Fabrikkram. Vielleicht würde ich länger leben mit der ketogenen Diät, aber leider auch an Lebensqualität einbüssen, also lieber nicht:-)
Mein Rat für Dich: Pass auf den Blutzuckerspiegel auf und geniese das Leben ansonsten in vollen Zügen.
Gruss
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AngelaR antwortete auf Ernährung bei Multiplem Myelom
10 Feb. 2014 15:52
- AngelaR
0 Beiträge seit
16 August 2026
16 August 2026
Hallo Elke,
Habe letztens im Forum ja mal wieder "offene" Türen eingerannt und bin mit einigen Medizinern ( denn da ist man noch sehr zögerlich) der Meinung, dass Ernährung einen Rieseneinfluß auf die Gesundheit hat. ( Prof. Signalet - "Ernährung die dritte Medizin" - aus den 80iger Jahren schon!!!! existiert leider nur auf Französisch)
Geradezu wütend werde ich, wenn man Chemotherapiepatienten mit den Darmproblemen alleine läßt. Siehe Diddelmaus.
Niemand beschäftigt sich mit einem vernünftigem Wiederaufbau der Darmflora!!!!! Gerade gab es auf Arte wieder einen Beitrag, dass der Darm eng mit dem Gehirn verbunden ist und Einfluß auf das Nervensystem hat. Und wir benutzen ihn sozusagen als Mülleimer.... sieh zu, wie Du kommst, und geben Aktivkohle.....oder nehmen wieder Medikamente, um ihn ruhig zu halten.
Die China Study habe ich letztens gepostet ( Verzicht auf alles was Kasein enthält, wären also tierische Milchprodukte) und es gibt auch ein sehr gutes Buch von einem amerikanischen Arzt, der beim Forschen über Gehirtumore seinen eigenen entdeckt hat und dann beim zweiten Rückfall überlegt hat, "dass ich ja verlange, dass mein Körper, den ich mit irgendwas befülle, ohne mir große Gedanken zu machen, auch pfleglichst behandelt werden sollte, wenn er schon ruft mit einer entarteten Reaktion!" Was mute ich ihm zu? Und dann hat er über Ernährung nachgedacht und geforscht. Das Buch heißt glaube ich ganz simpel "Ernährung bei Krebs", ich habe es dummerweise verschenkt. In Leipzig beschäftigt sich eine Professorin ( Frau Prof. Mantuvani )mit Ernährung zum Krebsthema, es gab bereits einen Vortrag zum Patiententreffen ect.
Sicher ist letztendlich Alles eine Frage der Lebensqualität, die man sich gönnen möchte und wenn man es als Verzicht empfindet, zum Beispiel keine Milchprodukte mehr zu essen, dann ist es eben Quälerei.
Vieles im Leben fängt im Kopf an.
Nachzudenken, was brauche ich wirklich im Leben, was tut mir gut. Manche möchten selbst etwas tun und ändern ihre Gewohnheiten radikal, damit ihr Körper die Chance bekommt, zu heilen und Andere warten auf die Medizin.
Oder Andere wählen den Mittelweg und mischen geschickt, wie Joseph oder Rudi.
Wenn ich Zucker esse, bekomme ich, sofort Pickel. Ich esse nur noch Süßes in Maßen, würze mit Fruchtzucker (Agavensirup, Reissirup, mit Honig bin ich vorsichtig, da zeige ich IGG Reaktionen - Test beim Heilpraktiker auf Autoimmunreaktionen auf Nahrung), stevia habe ich noch nicht ausprobiert, aber wäre auch eine Variante.
Meine Entzündungsreaktionen im Körper ( Wasseramnsammlung) haben sich um 10 kg reduziert und meine Werte steigen wesentlich langsamer als vorher.
Mir gefällt das, für mich ist das Lebensqualität und es gibt wunderbare Salate mit herrlichen Produkten tolle Öle ( Avocadoöl oder Hanföl, natürlich Olivenöl)Nussmuß, Houmus, Oliventapenade, Curcuma frisch, Ingwer frisch, Auberginencreme ect und mein morgendlicher Müslipott mit Buchweizen oder Reis und Reismilch mit jeder Menge frischen Früchten und Nüssen oder Feigen getrocknet ect, hält meistens bis Abends vor.
Ich kann an das andere Essen nicht mehr ran mit Sahnesoßen ect. mich ekelt schon der Geruch....
Kuchen mache ich ab und an auch, Glutenfrei (ohne Mais) und ich entdecke Gewürze, wie Tonkanüsse und vietnamesichen Pfeffer ect, ich schmecke diese Feinheiten viel viel mehr als vorher.
Aber, man muß es wollen, sonst macht es echt keinen Sinn, hier ein Frage zu posten, wenn hinterher gesagt wird, aber ich mag einfach mein Essen, was ich esse....(':evil:')
Alles Liebe,
Angela
Habe letztens im Forum ja mal wieder "offene" Türen eingerannt und bin mit einigen Medizinern ( denn da ist man noch sehr zögerlich) der Meinung, dass Ernährung einen Rieseneinfluß auf die Gesundheit hat. ( Prof. Signalet - "Ernährung die dritte Medizin" - aus den 80iger Jahren schon!!!! existiert leider nur auf Französisch)
Geradezu wütend werde ich, wenn man Chemotherapiepatienten mit den Darmproblemen alleine läßt. Siehe Diddelmaus.
Niemand beschäftigt sich mit einem vernünftigem Wiederaufbau der Darmflora!!!!! Gerade gab es auf Arte wieder einen Beitrag, dass der Darm eng mit dem Gehirn verbunden ist und Einfluß auf das Nervensystem hat. Und wir benutzen ihn sozusagen als Mülleimer.... sieh zu, wie Du kommst, und geben Aktivkohle.....oder nehmen wieder Medikamente, um ihn ruhig zu halten.
Die China Study habe ich letztens gepostet ( Verzicht auf alles was Kasein enthält, wären also tierische Milchprodukte) und es gibt auch ein sehr gutes Buch von einem amerikanischen Arzt, der beim Forschen über Gehirtumore seinen eigenen entdeckt hat und dann beim zweiten Rückfall überlegt hat, "dass ich ja verlange, dass mein Körper, den ich mit irgendwas befülle, ohne mir große Gedanken zu machen, auch pfleglichst behandelt werden sollte, wenn er schon ruft mit einer entarteten Reaktion!" Was mute ich ihm zu? Und dann hat er über Ernährung nachgedacht und geforscht. Das Buch heißt glaube ich ganz simpel "Ernährung bei Krebs", ich habe es dummerweise verschenkt. In Leipzig beschäftigt sich eine Professorin ( Frau Prof. Mantuvani )mit Ernährung zum Krebsthema, es gab bereits einen Vortrag zum Patiententreffen ect.
Sicher ist letztendlich Alles eine Frage der Lebensqualität, die man sich gönnen möchte und wenn man es als Verzicht empfindet, zum Beispiel keine Milchprodukte mehr zu essen, dann ist es eben Quälerei.
Vieles im Leben fängt im Kopf an.
Nachzudenken, was brauche ich wirklich im Leben, was tut mir gut. Manche möchten selbst etwas tun und ändern ihre Gewohnheiten radikal, damit ihr Körper die Chance bekommt, zu heilen und Andere warten auf die Medizin.
Oder Andere wählen den Mittelweg und mischen geschickt, wie Joseph oder Rudi.
Wenn ich Zucker esse, bekomme ich, sofort Pickel. Ich esse nur noch Süßes in Maßen, würze mit Fruchtzucker (Agavensirup, Reissirup, mit Honig bin ich vorsichtig, da zeige ich IGG Reaktionen - Test beim Heilpraktiker auf Autoimmunreaktionen auf Nahrung), stevia habe ich noch nicht ausprobiert, aber wäre auch eine Variante.
Meine Entzündungsreaktionen im Körper ( Wasseramnsammlung) haben sich um 10 kg reduziert und meine Werte steigen wesentlich langsamer als vorher.
Mir gefällt das, für mich ist das Lebensqualität und es gibt wunderbare Salate mit herrlichen Produkten tolle Öle ( Avocadoöl oder Hanföl, natürlich Olivenöl)Nussmuß, Houmus, Oliventapenade, Curcuma frisch, Ingwer frisch, Auberginencreme ect und mein morgendlicher Müslipott mit Buchweizen oder Reis und Reismilch mit jeder Menge frischen Früchten und Nüssen oder Feigen getrocknet ect, hält meistens bis Abends vor.
Ich kann an das andere Essen nicht mehr ran mit Sahnesoßen ect. mich ekelt schon der Geruch....
Kuchen mache ich ab und an auch, Glutenfrei (ohne Mais) und ich entdecke Gewürze, wie Tonkanüsse und vietnamesichen Pfeffer ect, ich schmecke diese Feinheiten viel viel mehr als vorher.
Aber, man muß es wollen, sonst macht es echt keinen Sinn, hier ein Frage zu posten, wenn hinterher gesagt wird, aber ich mag einfach mein Essen, was ich esse....(':evil:')
Alles Liebe,
Angela
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
