AMMonline

     

jürgenk antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
01 Apr. 2013 11:36
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Rudi,
der von Dir gepostete Link führt uns zu einem Beispiel unsinniger Bangemacherei. Im Ergebnis kommt es zu dem Schuss, dass Spargel schädlich ist.
Genau das gibt der Bericht aber nicht her. Schon Uwe verwies auf die tendenziösen Meldungen in denen Äpfel mit Birnen verglichen werden und daraus unzulässige Rückschlüsse auf die Gefahren des Duschens gezogen werden.
Nehme ich ein paar Beispiele aus dem Artikel.

---According to the letter, a cure can be achieved by consuming four tablespoons of pureed cooked asparagus twice a day. Improvement is supposedly seen in two to four weeks. ---

So so, vier Esslöffel voll zwei Mal täglich. Und nach ein paar Wochen ist man geheilt, nur nachweisbar ist es nicht.
Was soll so eine Aussage? Wie kann man daraus eine Warnung vor dem Verzehr von Spargel ableiten?
---Unfortunately, no effect was seen.iv ---
Hier wird der fehlende Effekt gegen den Tumor beklagt. Hey, ich will nur meinen Spargel essen. Mein morgendlicher Kaffee hat auch keinen Effekt gegen das MM, ich trinke ihn trotzdem.

---there is good reason to think that asparagus may make some cancers, in particular acute lymphoblastic leukemia (ALL), worse.---

Kann sein, heißt es hier wieder ohne konkrete Belege. Man bleibt im Konjunktiv weil man es nicht weiß. Es wird jedoch der Eindruck erweckt, als sei der Verzehr von Spargel der Grund allen Übels.

---Eating daily doses of asparagus will not cure anyone. Some of these people may actually worsen their situation.---

Und noch einmal unterstrichen was mindestens bei uns eh keiner annahm und Joseph in seiner Empfehlung auch nicht versprach. Selbst täglicher Verzehr von Spargel heilt keinen. Vielleicht verschlimmern die Genießer ihre Situation sogar.
Rotwein soll gesund sein. Eine Untersuchung von Bewohnern des örtlichen Parks ergab jedoch …
Was also sollen so absurde Vergleiche und wie lässt sich daraus eine Warnung vor dem Verzehr von Spargel ableiten?
---When you need specialized knowledge go to a specialist. ---
Aber hier kommt die Katze aus dem Sack. Schaut alle her ihr Siechenden. Wir haben eine Liste von Experten die euch helfen können.
Wie so oft geht es also allein um Kundenfang.
Beiträge dieser Art sind wichtig für uns im Forum. Entlarven sie doch die Hintergründe der Meldungen. Wie so viele Früchte, Gemüsesorten und Lebensmittel überhaupt kann auch der Spargel Wirkung in die eine oder andere Richtung haben. Riskant wird jeder missbräuchliche Konsum. Genau der wird in vielen dieser Studien untersucht und im Ergebnis als Warnung schon für den normalen Verzehr heran gezogen.
Das halte ich für unredlich.
Allen guten Appetit wobei auch immer
Jürgen

rudi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
01 Apr. 2013 19:37
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Ich sagte ja jeder muss für sich selbst entscheiden was er nimmt und was er nicht nimmt.
Spargel enthält nun mal viel Asparagin und wenn man extra ein Chemomittel namens Asparaginase entwickelt hat um Leukämiezellen und Non-hodgin Lymphom Zellen das Asparagin, das diese aus dem Blut aufnehmen, weil sie es wie gesunde Zellen nicht selbst herstellen können, zu entziehen, dann gibt es da durchaus fundierte Erkenntnisse.

flexikon.doccheck.com/de/Asparaginase

Auch andere Lebensmittel und Nüsse können Asparagin enthalten, aber weniger als Spargel.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

elvi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
01 Apr. 2013 22:34
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026

Ihr Lieben,mit Verlaub-man muss ja nicht gleich in Unmengen
den Spargel rein stopfen.Wenn diese Stengel wirklich etwas
ungutes an sich haben,ißt man eben nur hin und wider eine
kleinere Portion in der Saison und die übrige Zeit keinen.Ein
bischen Genuss sollten wir uns trotzdem gönnen.Wer ihn mag.
Übrigens-Eis essen wir ja auch nicht bis zur Übelkeit,oder?

Gute Nacht,Elvi!

Mapoli antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
02 Apr. 2013 10:08
  • Mapoli
  • 1728 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Oh jeee, Spargel soll nicht gut sein????
Und das, wo ich doch im Spargeldorf wohne. Wieder ein Punkt mehr auf meiner Liste für: "Was ist der Auslöser für die Schei...." :wink:
Als Kind haben meine Eltern den auch angebaut, da gab es bei uns in der Spargelzeit täglich Spargel auf dem Tisch, in jeder Form, ob als Salat, Suppe oder Gemüse....Das war ja dann mit den damals üblichen dazu verwendeten Pestiziden der optimale Cocktail. Ja, die Liste wird immer Länger...wie ich schon letztens sagte, das Leben ist lebensgefährlich 8)

leopoldi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
02 Apr. 2013 12:11
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hi,

ich fürchte, hier wird komplett in die falsche Richtung galoppiert.

Wenn ich das richtig verstanden habe, synthetisieren gesunde Zellen Asparagin. Leukämiezellen sind dazu nicht in der Lage und sind daher auf das zirkulierende Asparagin angewiesen. Diesen Gedanken macht man sich zu Nutze, indem man mittels Asparaginase den Asparagin-Spiegel im allgemeinen senkt und damit den Leukämiezellen die Lebensbasis entzieht.
Nun im Umkehrschluss daraus zu folgern, dass Spargel Krebs auslöst oder auch nur begünstigt, halte ich für wirklich sehr weit hergeholt.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

jürgenk antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
02 Apr. 2013 13:09
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Ihr lieben Mitstreiter.

In meiner Reaktion auf den von Rudi geposteten Beitrag ging es mir um die Vermeidung eben jener Fehleinschätzung die sich hier zeigt. Darin ist keine Kritik an Rudi enthalten. Allein die vielen Seiten geben nicht einen tragfähigen Hinweis auf die Schädlichkeit von Spargel.
Sie zeigen auf, dass dieser genau so wenig gegen Krebs hilft wie mein morgendlicher Kaffee. Daraus lässt sich aber weder die Einstufung als wichtiger Nährstofflieferant erschüttern noch seine Schädlichkeit ableiten.
Verursacht wird unsere Erkrankung auch nicht vom Spargel. Mindestens finden sich in dem Bericht keine Anhaltspunkte dafür.
Tatsächlich wird nicht ausgeschlossen, dass Spargel in rauen Mengen Schaden könnte. Na und? Alles in unsinnigen Mengen Verzehrte kann unserer Gesundheit schaden. Wer das trotzdem macht, kippt eine Grundregel der Vernunft zur ausgewogenen Ernährung zum Beispiel weil er verzweifelt oder dusselig ist. Beide Fälle sind für rationale Argumente nicht zugänglich. Die anderen genießen weiterhin ihre gesunde Portion Gemüse ohne die Stangen zu zählen.
Monika, Deine Lesart der Warnungen habe auch ich so verstanden. In diese Kerbe haut auch die Reduzierung leerer Kohlenhydrate weil reife Krebszellen nur daraus Energie gewinnen können. Die Wirkung gegen ein Myelom ist zu bezweifeln weil diese Zellen nur selten als isolierte Haufen auftreten. Eine andere Überlegung in dieser Richtung wäre, aus welchen Aminosäuren unsere jeweiligen Paraproteine bestehen. Ließen sich diese, wenn sie denn essentiell sind, schadlos meiden?
Allen einen sorgenfreien Einstieg in den Frühling

Jürgen

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