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Unterstützung aus der Natur? wurde erstellt von uwe1162
31 März 2013 10:24
  • uwe1162
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo, liebe Forumteilnehmer,

jetzt mal wieder ein Thema, was hin und wieder auftaucht und naturgemäß kontrovers diskutiert wird.
Nicht nur in so einem Forum; es ist ja eine Grundsatzdiskussion in der Medizin.

Ich bin in der Mobilisierungsphase für die autologe SZT, die dann im Laufe des Mai starten soll.
Die Initialphase über 3 Zyklen PAD habe ich ziemlich gut weggesteckt und die Behandlung schlug sehr gut an. Von 70% auf unter 5% Knochenmarkinfiltration. Allerdings blieben von den monoklonalen IgGs einige übrig. CR also nicht ganz erreicht, aber man kann fürs erste sicher sehr „zufrieden“ sein.

Dass ich alles bisher gut vertragen habe, ist sicher auch meinem guten Allgemeinzustand zu verdanken sowie der Tatsache, dass ich mich in den letzten 9 Jahren (seit ich von der Krankheit weiß, damals war ich 41) sehr aktiv war und mich sportlich stark betätigt habe. Eine einigermaßen ausgewogene Ernährung hat auch dazu gehört, ohne mich speziell auf irgendetwas zu konzentrieren,

Trotzdem stellt sich jetzt in meiner Situation die Frage - kurz vor der SZT und vor allem in der Zeit danach – etwas mehr zu tun. Ich meine, unterstützend Naturheilverfahren einzusetzen und sich nicht allein auf die Selbstheilungskräfte zu verlassen. Man spinnt dann den Faden weiter zu solchen Dingen wie Vitaminkonzentraten, Zellschutzpräparaten, Spurenelementen, sonstigen Nahrungsergänzungsmitteln….und dann geht es weiter mit dem gesamten Spektrum: biologische Krebstherapie, Homöopathie, Schüssler-Salze, Blütentherapie, Orthomolekulartherapie, Ausleitungstherapie, Bioresonanzverfahren und, und, und…es endet dann bei den hier schon mehrfach besprochenen sogenannten „Wundermitteln“…

Der Patient ist ja von allen Seiten total verunsichert. Im Netz grassiert alles, von der hoffnungsvollen Preisung eines Produktes/Präparates bis zur strikten Warnung vor demselben, je nachdem, von wem es kommt, wer welche Interessen hat, ob vielleicht eine Studie falsch interpretiert wurde oder Äpfel mit Birnen verglichen wurden oder ob das Produkt noch nicht über das Laborstadium hinausgekommen ist usw.
Dass das z.B. mit den hochdosierten Vitamin-C-Präparaten auch kontraproduktiv sein könnte, haben wir ja unter anderem schon gelernt. Oder die möglichen Probleme mit zu viel grünem Tee bei einer Velcade-Behandlung…

Fakt ist, dass ein ganzheitlicher gemeinsamer Ansatz zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde sicher der richtige Weg wäre, aber das scheint ein weiter Weg zu sein und es muss immer zur Krankheit und zum Patienten passen.
(Mentale Dinge spielen, wie ihr wisst, eine zentrale Rolle, ich will das hier aber nicht weiter ausweiten.
Dass man an sich und seine Kräfte glauben, eine positive Grundeinstellung haben muss und zu der Behandlung stehen muss, die man durchmacht, ist wichtig, ich versuche das jedenfalls so umzusetzen).

Unser Hämatologe wird meistens sagen: SIE als Patient brauchen nichts darüber hinaus einzunehmen, was WIR Ihnen in Anbetracht IHRER speziellen Voraussetzungen verabreichen. Und selbst nach einer HD-Chemo mit SZT reichen die Selbstheilungskräfte des Körpers (im Normalfall) aus, um alles wieder ins Lot zu bringen. Auch das Entgiften schaffe der Körper allein, wenn alles funktioniert - so der Schulmediziner.

Auch ich selbst glaubte eigentlich, dass es wenig Sinn macht, ad hoc mal etwas „auszuprobieren“. Lieber noch etwas bewusster sich ernähren und leben, viel Bewegung und Aktivität usw. – soweit man kann.

Dennoch hat mich die Frage umgetrieben, ob und wie ich MIT UNTERSTÜTZENDEN MITTELN – bei unserer Krankheit speziell - ganz konkreten möglichen Nachwirkungen der HD-Chemo und besonders der SZT entgegenwirken kann, also Schäden an den Ausscheidungsorganen, Fehlfunktionen der Schilddrüse, Probleme mir dem Augenlicht, Problemen mit dem Herzen, Zweittumor-Risiko – naja, da sind wir ja schon wieder beim obigen Thema. Wenn ich die SZT gut überstehe und die Chance bekomme, ein paar Jahre Ruhe zu haben, hätte ich natürlich auch den Wunsch nach einer guten Lebensqualität in dieser Zeit.

Deshalb meine Frage in die Runde: Kann dazu jemand irgendetwas sagen, hat jemand da schon für sich ein Paket geschnürt, wo z.B. draufkleben könnte „Für Myelompatienten nach HD-Chemo. Damit kann man nichts falsch machen“ ? ;-)

Viele von Euch schwören sicher auf ihre Naturheilpraktiken, auch wenn sie keine Wunderdinge erwarten, sondern nur, weil es ihnen EINFACH NUR BESSER geht damit. Genau das würde mich interessieren.

Ganz sicher geht es nur im Gespräch mit dem Arzt. Oder seht ihr das anders?

Viele Grüße, schöne Ostern, alles Gute und danke für Eure Antworten.

Uwe

P.S.
Und: ich bin nicht auf der Suche nach einem „Wundermittel“.

elvi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
31 März 2013 13:47
  • elvi
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hallo,Uwe!Du bist nicht auf der Suche nach `Wundermitteln`, aber indirekt suchst - wie wir alle,mein ich -nach Mitteln,die uns von diesem blöden MM befreien,zumindest aber das Gewissen beruhigen,was zu tun und ggf. meinen,das es hilft.-Mein Arzt (Onkol.) sagt,das diese ganzen `Mittelchen` Quatsch sind,eine gesunde,Vitaminreiche Kost in Form von Gemüse und Obst etc. ausreicht.Ich für mich meine ob in diesen Pillen zu mindest zur Herstellung nicht auch Chemie drinn ist?Davon haben wir ja med. genug verabreicht bekommen!Und-was wenn die Ursache unserer Krankheit vielleicht doch irgendwie(was zwar nicht erwiesen ist)mit Umweltgiften oder diesen ganzen nicht verhinderbaren chem.Zusatzmitteln in den ganz normalen Lebensmitteln allgemein vorhanden sind?Aus meiner Erfahrung mit der Anthibiothikallergie+Kreuzallergie(sprich Unverträglichkeit mit den Aufbereitungsprodukten zur Herstellung verschiedener Anthibiothikainfusionen) halte ich es so,kaum Kosmetik(Hautpflege mit Mandeloel z.B.)keine Pillen,die nicht unbedingt Notwendig sind,Obst und Gemüse gut abwaschen,wenig Fleisch,viel Wasser trinken und möglichst viel raus gehen.Letztendlich muss jeder selbst in sich reinhören,was er meint,ihm gut tut.Elvi.

jürgenk antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
31 März 2013 14:56
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Uwe

Alles was von Dir über Deine Lebensweise und Einstellung zur Behandlung des MM auf der einen Seite und den Angeboten der Unterstützung auf der anderen Seite geschildert wird, lässt ein gutes Gelingen Deiner Therapie erwarten.
Einen Königsweg gibt es nicht. Das geschnürte Paket mit Bescheinigung der Verträglichkeit kann ich Dir auch nicht bieten. Daher möchte ich jene Aussage von Dir unterstrichen, die ich für Therapieförderlich halte.
--- Lieber noch etwas bewusster sich ernähren und leben, viel Bewegung und Aktivität usw. ---
Dazu erwähnst Du die Wichtigkeit Deiner Einstellung zur Therapie und zum Leben. Letztlich hast Du einen wachen und kritischen Kopf in einem „gesunden“ Körper.
Mit diesem Paket bist Du sehr gut auf die anstehende SZT vorbereitet. Reagiere dann auf die denkbare Komplikation, wenn sie in der Tür stehen sollte.
Heute nehme ich von Zeit zu Zeit viele unterschiedliche Präparate. Auch koche ich nach Bedarf zur Unterstützung des Körpers. Das kann ich Dir jedoch nicht empfehlen weil es von mir nach meinen Bedürfnissen ausgewählt wurden.
Dir weiter alles Gute
Jürgen

rudi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
31 März 2013 17:19
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Uwe,
wie du schon weißt, hatten wir ähnliche Diskussionen über einzelne "Naturmittel" oder Kombinationen derer schon öfter hier im Forum.
Es wurde selbst unter uns MM Patienten kontrovers diskutiert und was dem einen Hoffnung zu geben scheint, ist dem anderen scheinbar nur "Scharlatanerei" und bringt eh nichts.

Hier jemandem der um Rat sucht eine Empfehlung oder gar ein "geschnürtes Paket" zu geben ist sicher möglich, aber eventuell nicht sinnvoll oder gar nicht verantwortbar.
Bei der zusätzlichen Einnahme von "Naturpräparaten" oder synthetischen Nahrungsergänzungsmitteln und alternativen Therapien muss jeder selbst seinen Weg finden, da gibt es leider keine bewiesenen Erfolge bei Myelom nach Transplantation.

Ich vergleiche uns Menschen immer mit Planzen. Pflanzen können nur leben und gedeien, wenn sie genügend Licht (Sonne), genügend Wasser, genügend Mineralien und Luft (Sauerstoff) haben.
Und so ist es auch bei uns Menschen. Kranke Menschen sollten noch von dem einen oder anderen mehr haben als gesunde.

In Panik geraten und nach jedem Strohhalm greifen sollte man nicht.

Nicht nur gesund ernähren, sondern nach dem Essen die Nahrung mit Bewegung an der frischen Luft mit ein wenig Sonne (wenn vorhanden) "verstoffwechseln", das wäre das Optimum, ist aber nicht nach jeder Mahlzeit für jeden machbar.

Es gibt auch Bücher wie "Krebszellen mögen keine Himbeeren", ich habe es auch gelesen, da stehen Nahrungsmittel drin, die angeblich gut gegen Krebszellen sind. Da könnte man sich orientieren, wenn man Nahrungsmittel sucht, die helfen könnten.

Während einer laufenden Therapie mit Chemo und anderen Mitteln sollte man am besten garnichts zusätzlich nehmen, es sei denn es ist mit dem Onkologen abgestimmt und dieser befürwortet es auch.

Aber in therapiefreien Zeiten kann jeder versuchen etwas für sich zusätzlich zu tun.

LG
Rudi






Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

joseph antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
31 März 2013 21:02
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    16 August 2026
Hi Uwe

Ein Hilfspaket schnüren helfen könnten viele, obs was helfen tut ist ein anderes Thema

Wie du berichtest, lebst du ja einen doch recht gesunden Weg, damit kanns du nicht viel falsch machen.

Da wir ja noch im Winter feststecken, möcht ich dir raten mal dein Vitamin D3 zu kontrollieren und diesen im Vorfeld zumindest über Mitte Norm zu bringen, das hilft bei vielen

Auf chemische Zusammensetzungen von Vitaminmischungen würd ich im Vorfeld verzichten, aber jetzt zur Spargelzeit würd ich in diese Richtung der Ernährung orientieren.
See-Spargel ist auch ein wunderbarer Mineralspender (wird oft übersehen)

MFG

Joseph

rudi antwortete auf Unterstützung aus der Natur?
31 März 2013 23:03
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Joseph,
Spargel galt in der Tat viele Jahrzehnte als "anti Cancer- Gemüse" , aber wie bei vielen Dingen hat die Wissenschaft auch hier für bestimmte Krebsarten herausgefunden, daß ein höherer Verzehr von Spargel diese Krebsarten zsogar zum Wachstum anregt bzw. verschlimmert. Zu diesen Krebsarten zählen besonders ALL und in zweiter Linie Lymphome und multiples Myelom !!!
Man wird ständig verunsichert, je mehr man hört und liest!

Hier was zum lesen und nachdenken, ob man wirklich noch Spargel essen sollte - verdammt erst gestern Abend habe ich welchen gegessen :oops:

physicianswholisten.blogspot.it/2011/06/...gus-cure-cancer.html

Außerdem kann ein größerer Spargelverzehr bei sowieso schon erhöhter Harnsäure und eingeschränkter Nierenfunktion schnell zu Gichtanfällen führen mit Schmerzen in den Hand- und Fußgelenken.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

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