AMMonline

     

30 Nov. 2012 22:56
  • Pat
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Sonntag abends möchte meine Mama mit der Therapie beginnen.
Sie hat jeweils Spritzen mit Lovenox als Vorbeuge gegen eine etwaige Thrombose bekommen - wenn man sich die Thalidomid Nebenwirkungen durchliest kann einem auch ganz schön Angst und Bange werden.

Jetzt hat eine befreundete Medizinerin - aber eben keine Onkologin - mir gleich gesagt Lovenox ist Dreck und wirkt schlecht - besser wäre eine orale Blutverdünnung.

Praktischer Arzt widerspricht, Onkologe haben wir nicht gefragt.

Hat hier jemand Erfahrungswerte?

Jeanny150765 antwortete auf Frage zur Blutverdünnung bei Thalidomid
30 Nov. 2012 23:08
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hi Pat,

hm.....da hab ich nicht solch eine Ahnung????
Meine Mutti nimmt eh Plavix als Blutverdünner,war also nie das Thema irgentetwas zu nehmen ausser der Reihe...
Ich denke jeder Arzt hat so seine Erfahrungen mit diesen Mitteln(Blutverdünner).Ich denke die befreundete Medizinerin meint es echt gut,der Arzt ,der es verschrieben hat ,das ist halt "sein" Standartmittel.Was ist hier schon wieder richtig oder falsch?????
Vertrau dem Onkologen oder dem Arzt der es verschrieben hat,er wird wissen das es mit dem Thalidomid passt.Und mach Dich nicht verrückt mit den Nebenwirkungen....Vielleicht geht es ja ganz gut,ist normalerweise ein Schlafmittel,man hat später festgestellt,das es das Myelom in die Flucht schlagen kann und das hoffen wir mal ganz stark......und wenn die Müdigkeit kommt,es gibt schlimmeres,wenns denn nur Müdigkeit sein wird....Ich drück Euch so dolle die Daumen,das es endlich den Erfolg bringt.Alles alles Gute und ganz lieb gedrückt.

LG
Jeanny

30 Nov. 2012 23:10
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hmmm... von einem Arzt erwarte ich generell eine qualifiziertere Aussage als ein wurschtiges "ist Dreck, wirkt schlecht" - vor allem, wenn es sich um eine Freundin der Familie handelt, der die Erkrankung Deiner Mutter bekannt ist. Bei der Qualität der Aussage habe ich ein starkes "Störempfinden".

Natürlich ist auch Lovenox kein Kamillentee - hier Warnhinweise:
blood.emedtv.com/lovenox/lovenox-warnings-and-precautions.html

Bitte auch auf Allergien (Produkte aus Schwein) achten.

Vermutlich wirst du auch für andere Gerinnungshemmer ähnlihe Warnhinweise finden.

Was schlägt die befreundete Ärztin denn alternativ mit welcher Begründung vor? Hat sie auf entsprechende Studien verwiesen? Worauf begründet sich ihre Meinung?


Jeanny150765 antwortete auf Frage zur Blutverdünnung bei Thalidomid
30 Nov. 2012 23:17
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hallo Margret,

so ein "Gefühl" hatte ich auch beim lesen mit der befreundeten Medizinerin.Es ist nicht schön,wenn man so durcheinander gebracht wird.Eigentlich sollte man seinem Arzt vertrauen.Schwierig....

LG
Jeanny

01 Dez. 2012 00:27
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Die Aussage dieser befreundeten Ärztin kann ich auch nicht nachvollziehen.
Lovenox ist ja nur ein spezieller Handelsname einer Firma.
Es geht hier um niedermolekulares Heparin und das wird bei fast allen Krankenhauspatienten jeden Abend den Patienten in den Bauch gespritzt. Ist also Standard in der Thromboseprophylaxe in Kliniken.

Bei der DSMM XII Studie z.B. wird während der 4 RAD Zyklen bei denen ja Revlimid drin ist eine tägliche Bachspritze mit niedermolekularem Heparin über den Zeitraum von 5 Monaten gefordert und die Myelom Patienten die an der Studie teilnehmen müssen sich verpfichten diese tägliche Spritze mit niedermolekularem Heparin zu geben.
Diese Spritzen für subkutane Verabreichung in die Bauchhaut gibt es mit verschiedenen Handelsnamen von einigen Pharmafirmen.
Ein Name ist eben Lovenox. Mir wurde Clexane verschrieben (Clexane 40mg).

Mehr Infos dazu hier:
de.wikipedia.org/wiki/Enoxaparin-Natrium

Wenn man Clexane oder Lovenox von den Ärzten verschrieben bekommt, dann kann man eigentlich froh sein, weil dann nicht gespart wird und nur ASS 100 zur Thromboseprophylaxe verschrieben wird.

Wichtig ist - während man diese Spritzen mit Clexane oder Lovenox (u.s.w.) nimmt sollte man nicht noch andere blutverdünnende Medikamente oder Naturmittel nehmen (zumindest nicht in größeren Mengen). Das sind z.B. Aspirin Tabletten oder auch ASS 100, andere orale Blutverdünner wie Makumar, und einige Naturmittel, die eventuell blutverdünnende Wirkung haben.

Einfaches Beispiel:
Man spritzt täglich während der Revlimid oder Thalidomid Therapie Clexane oder Lovenox und bekommt plötzlich ganz starke Kopfschmerzen. In diesem Fall sollte man jetzt nicht etliche Pillen Aspirin an diesem Tag nehmen ohne mit dem Arzt Rücksprache zu halten.


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

02 Dez. 2012 18:46
  • Beatrice
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Pat,
Aus Erfahrung mit Beidem, Lovenox bzw. Clexane und Coumarine, einem oralen Anticoagulans, muss ich sagen, dass ich die abendliche Spritze bei weitem vorziehe.
Das Problem bei der oral. Tabletteneinnahme ist die Einstellung des INR ( Gerinnungsfaktor). Er ist bei gleicher Dosis des Gerinnungshemmers nicht notwendigerweise konstant, sondern kann sich infolge nicht immer vorhersehbarer Einflüsse ( z.B. Medikamentenänderung bei Therapiepause ) ändern. Deshalb muss man die INR Werte regelmässig 2 Mal pro Woche im Labor messen lassen um eine Dosisanpassung vornehmen zu können. Dies ist natürlich bei einer Chemo noch eine zusätzliche Belastung, ganz zu schweigen von den zerstochenen Venen....
ASS , wie mein Mann es z.B. Nach seinem Herzinfarkt nimmt, war für mich keine wirkliche Alternative, da mein Magen trotz Magenschoner durch die Therapie schon ziemlich mitgenommen war.
Ich drück dir die Daumen, dass Revlimid schnellen Erfolg bringt,
Gruss aus Paris, Beatrice

Wir benutzen Cookies

Wir verwenden auf unserer Website ausschließlich technisch notwendige Cookies, die für den Betrieb und die grundlegenden Funktionen der Seite erforderlich sind. Ein Tracking, eine Analyse Ihres Nutzerverhaltens oder die Weitergabe von Daten zu Marketingzwecken findet nicht statt.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Deaktivierung von Cookies möglicherweise nicht alle Funktionen der Website vollständig zur Verfügung stehen.