Zum Hauptinhalt springen
05 Juli 2024 13:39
  • davidstern
  • 0 Beiträge seit
    10 September 2026
Mehr
Hallo Anita, ich wollte dich und alle anderen die es interessiert nochmal updaten: Ich habe mich jetzt für ein Implantat entschieden. Ich hab mich reichlich belesen, und viele Internetseiten durchforstet. Es macht für mich einfach Sinn und die Vorteile eines Implantates überwiegen deutlich. Besonders dieser Artikel, der beschreibt, was zu tun ist, hat mir sehr geholfen: zahnarzt-ungarn-heviz.de/dental-magazin/...ecken-zahnimplantate
Ich hab nun einen Termin gemacht und bin natürlich sehr aufgeregt. Das gehört wohl dazu, schätze ich :) Wollte euch nur ein kleines Update geben.
Herzliche Grüße, David

15 Juni 2024 12:54
  • Anita
  • Autor
  • 27 Beiträge seit
    10 Juni 2024
Mehr
Hallo Davidstern,
ich hätte mir das bis vor einiger Zeit auch nicht vorstellen können, dass ich eine Zahnlücke einfach so belasse. Zum Glück sieht man sie bei mir nicht und nach gründlicher Abwägung habe ich mich entschieden kein Risiko einzugehen. Ich habe einfach Angst (aus Eitelkeit ) hier ein Risiko einzugehen. Bei negativen Folgen muss man es ganz alleine "ausbaden". Ich wünsche dir eine gute Entscheidung.
Viele Grüße
Anita

15 Juni 2024 12:29
  • davidstern
  • 0 Beiträge seit
    10 September 2026
Mehr
Danke für den transparenten Austausch, ich habe ein ähnliches Problem. Irgendwie sind Zähne für mich mit so viel verbunden. Wie hast du dich daran gewöhnt, dass dir den Zahn fehlt? Ich tendiere eher zu Implantat. Aber aus Eitelkeit.. Ich weiß es ja auch nicht

11 Juni 2024 09:24
  • Anita
  • Autor
  • 27 Beiträge seit
    10 Juni 2024
Mehr
Hallo Callosum62,

ganz herzlichen Dank für die kompetenten Infos. Ich wusste nicht, dass Bisphosphonate maximal 6 Monate lang pausiert werden sollten. Ich habe meinen Onkologen irgendwann gefragt, ob denn die Zometa Infusion noch notwendig sei und er meinte dann, dass man sie absetzen könne. Das ist jetzt 2 Jahre her. Ich werde ihn darauf ansprechen. Nach allem was ich bisher hier gehört habe, festigt sich meine Entscheidung dahingehend, dass ich die Zahnlücke wohl so bestehen lassen werde. Ganz herzlichen Dank, ich bin sehr froh, so wertvolle Infos zu erhalten.
Viele Grüße
Anita

11 Juni 2024 05:57
  • Callosum62
  • 255 Beiträge seit
    18 September 2023
Mehr
Hallo, Anita,

m.E. bist Du da in Deinem Fall auf einem vernünftigen Weg bei der Risikoabwägung zwischen dem Nutzen eines Implantates und den möglichen Risiken. Ich habe Jahre vor meiner Erkrankung zwei Implantate gebraucht, eines hat so um die 2500 Euronen Zuzahlung gekostet. Der Dübel (meist aus Titan), den der Zahnarzt in den Kiefer einsetzt, braucht eine ganze Weile, um in den Knochen hinein zu wachsen. Die Stelle ist natürlich prädestiniert für die Ansiedlung von Keimen, was bei dauerhaft reduzierten Immunsystem problematisch werden kann.
Bei mir hat das Einwachsen der Dübel mindestens 6 Monate gedauert. Nach den Empfehlungen der IMWG (International Myeloma Working Group) vom September 2023 sollten Bisphosphonate - wenn man sie denn verträgt - auch bei längeren Remissionszeiten maximal 6 Monate pausiert werden. "Neue Osteoklasten brauchen eben auch frische Bisphosphonate" - so habe ich das mal in einem Vortrag gehört. D.h. das Setzen eines Implantates findet dann in der Regel unter Bisphosphonaten statt, und dabei ist eben das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau im Kiefer gestört (besonders im Unterkiefer). Wenn Deine Zahnlücke kosmetisch nicht auffällt, das Sprechen nicht behindert wird und auch der sogenannte Gegenbiss, also die gegenseitige Verzahnung von Oberkiefer und Unterkiefer nicht so schlecht ist, dann ist der Nutzen eines Implantates m.E. geringer als das Nekrose-Risiko. Aber im Mund fühlt man sich ja die ganze Zeit selber, und es braucht wohl eine Zeit, bis die Zunge nicht mehr die Lücke sucht und man sich daran gewöhnt hat. Das kennt wohl jeder, dem mal ein Zahn gezogen wurde.
In einem sehr aktuellen Vortrag von Frau PD Dr. Iris Breitkreutz von der Uni Heidelberg (vom 24.03.2024) habe ich gelernt, dass nach einer Kiefernekrose sowohl Bisphosphonate als auch Denosumab nicht mehr empfohlen werden. Somit fehlt dann eine wichtige Behandlungsoption für den MM bedingten Knochen-Lochfraß - die von MM-Zellen aktivierten Osteoklasten sind dann kaum noch zu stoppen, wenn die Zurückdrängung des MM mal länger nicht funktionieren sollte.
Osteoklasten und MM-Zellen sind übrigens gemeine Partner beim Knochenabbau: MM-Zellen aktivieren Osteoklasten, und diese bedanken sich bei den MM-Zellen dafür, indem sie das Wachstum der fiesen Biester stimulieren...

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

10 Juni 2024 22:17
  • Sunny
  • 584 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Mehr
Also mein Zahn ist viele Jahre lang gewachsen, aber sehr langsam, vielleicht einen halben Zentimeter oder so. Leider musste er gezogen werden, was aber nicht daran lag, so dass ich nicht weiß wie lang der Zahn geworden wäre. Ob man sowas abschleifen kann wird dir sicher der Zahnarzt sagen können, denn wie gesagt, für mich gab es dazu keine Notwendigkeit, weil er mich überhaupt nicht gestört hat.

Hör einfach auf dein Bauchgefühl, denn auch wenn man sich noch so umfassend informiert, weiß man nie wie es bei einem selbst läuft.

LG

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.