Margret antwortete auf Kranksein als Lernprozess
24 Apr. 2010 08:20
- Margret
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10 September 2026
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Ich hatte ja am 20.04.2010 meine Frage per mail an das Sprecherteam der APMM gesandt - bisher noch ohne Antwort.
Unverändert halte ich es für einen sehr wichtigen Punkt, das Thema "Orthopäden / MM" höher aufzuhängen und Offizielles in Szene zu setzen.
Insofern bin ich über die bisherige Nicht-Reaktion des Sprecherteams etwas erstaunt.
Ich habe heute per mail eine Erinnerung versandt und melde mich gern, wenn es eine Reaktion gibt.
Hallooooo, seid ihr da??????
Unverändert halte ich es für einen sehr wichtigen Punkt, das Thema "Orthopäden / MM" höher aufzuhängen und Offizielles in Szene zu setzen.
Insofern bin ich über die bisherige Nicht-Reaktion des Sprecherteams etwas erstaunt.
Ich habe heute per mail eine Erinnerung versandt und melde mich gern, wenn es eine Reaktion gibt.
Hallooooo, seid ihr da??????
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rudi antwortete auf Kranksein als Lernprozess
21 Apr. 2010 00:48
- rudi
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Autor
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23 Oktober 2009
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Hallo,
ich selbst habe auch mit den Orthopäden die schlechtesten Erfahrungen gemacht. 1998 hatte ich bereits einen zusammengesinterten BWK4 mit dauernden Schmerzen und auch einige Tage höllische starkstromartige Schmerzen. Drei verschiedene Orthopäden erkannten die Sache nicht, trotz Röntgenbild !
Sie zerrten wie üblich an einem herrum und drehten den Kopf nach links und rechts - bis es knackte und sagten dann - jetzt haben wirs - haben sie gehört - wies geknackt hat.
Zur Sicherheit geben wir noch eine Batterie Spritzen in den Rücken und dann kommen sie jede Woche einmal - dann werden wir das schon wegbekommen- blablabla !!
Ich selbst habe dann nach 4 Monaten die Sprechstundenhelferin des Orthopäden angerufen und habe gesagt, ich will sofort einen dringenden Termin zum CT oder MRT - denn da stimmt was nicht mit meiner Wirbelsäule.
Beim MRT zwei Wochen später zeigte sich dann, daß der BWK4 fast nicht mehr vorhanden war, ein Restsstück des Wirbelknochens drückte meinen Spinalkanal bereits 50% zu (Querschnittgefahr !!!)
Zwei Bandscheiben lagen quasi direkt zusammen - den Wirbel hatte das MM fast total aufgelöst.
Der Orthopäde hatte vielleicht ein schlechtes Gewissen - als er das MRT dann auch sah!
Man kann nicht jeden, der über akute Rückenschmerzen klagt gleich zum MRT und zur Serum-Elektrophorese schicken - das würden die Kassen nicht zulassen!
Aber wenn ein Patient länger als 6 bis 8 Wochen über dubiose - eventuell noch wandernde Schmerzen in Rücken und/oder Rippenbereich klagt, dann sollten die Orthopäden doch auch an Multiples Myelom denken und entsprechend handeln - ebenso der Hausarzt.
Aber wahrscheinlich ist die Anweisung der Kassen an die Ärzte solange als möglich "konservativ" behandeln (sprich möglichst kostensparend) und erst wenn absolut garnichts mehr hilft - dann in Ausnahmesituationen eben ein MRT oder CT verschreiben - wenns denn unbedingt sein muß.
LG
Rudi
ich selbst habe auch mit den Orthopäden die schlechtesten Erfahrungen gemacht. 1998 hatte ich bereits einen zusammengesinterten BWK4 mit dauernden Schmerzen und auch einige Tage höllische starkstromartige Schmerzen. Drei verschiedene Orthopäden erkannten die Sache nicht, trotz Röntgenbild !
Sie zerrten wie üblich an einem herrum und drehten den Kopf nach links und rechts - bis es knackte und sagten dann - jetzt haben wirs - haben sie gehört - wies geknackt hat.
Zur Sicherheit geben wir noch eine Batterie Spritzen in den Rücken und dann kommen sie jede Woche einmal - dann werden wir das schon wegbekommen- blablabla !!
Ich selbst habe dann nach 4 Monaten die Sprechstundenhelferin des Orthopäden angerufen und habe gesagt, ich will sofort einen dringenden Termin zum CT oder MRT - denn da stimmt was nicht mit meiner Wirbelsäule.
Beim MRT zwei Wochen später zeigte sich dann, daß der BWK4 fast nicht mehr vorhanden war, ein Restsstück des Wirbelknochens drückte meinen Spinalkanal bereits 50% zu (Querschnittgefahr !!!)
Zwei Bandscheiben lagen quasi direkt zusammen - den Wirbel hatte das MM fast total aufgelöst.
Der Orthopäde hatte vielleicht ein schlechtes Gewissen - als er das MRT dann auch sah!
Man kann nicht jeden, der über akute Rückenschmerzen klagt gleich zum MRT und zur Serum-Elektrophorese schicken - das würden die Kassen nicht zulassen!
Aber wenn ein Patient länger als 6 bis 8 Wochen über dubiose - eventuell noch wandernde Schmerzen in Rücken und/oder Rippenbereich klagt, dann sollten die Orthopäden doch auch an Multiples Myelom denken und entsprechend handeln - ebenso der Hausarzt.
Aber wahrscheinlich ist die Anweisung der Kassen an die Ärzte solange als möglich "konservativ" behandeln (sprich möglichst kostensparend) und erst wenn absolut garnichts mehr hilft - dann in Ausnahmesituationen eben ein MRT oder CT verschreiben - wenns denn unbedingt sein muß.
LG
Rudi
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
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Margret antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 21:41
- Margret
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10 September 2026
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Stimmt, danke für den Tipp. Mail geht raus.
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Martin.Q antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 20:46
- Martin.Q
512 Beiträge seit
18 August 2009
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- Beiträge: 512
Hallo liebe Marget,
die Mitglieder des Sprecherteams gucken eventuell nicht alle Nachrichten hier im Forum durch.
Schick doch einfach eine Email an sprecherteam(at)myelom.org mit Verweis auf diese Diskussion hier. Ich denke, dass du dann sicherlich auch eine Antwort bekommen wirst.
Gerne kann ich dies sonst auch machen... Was ist die lieber ?!
VLG
die Mitglieder des Sprecherteams gucken eventuell nicht alle Nachrichten hier im Forum durch.
Schick doch einfach eine Email an sprecherteam(at)myelom.org mit Verweis auf diese Diskussion hier. Ich denke, dass du dann sicherlich auch eine Antwort bekommen wirst.
Gerne kann ich dies sonst auch machen... Was ist die lieber ?!
VLG
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thea antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 20:45
- thea
127 Beiträge seit
03 November 2009
03 November 2009
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- Beiträge: 127
Mich hat ein Orthopäde 2004 ca. 4 Wochen mit einem gebrochenen Schlüsselbein rumlaufen lassen. In der Parkklinik Weißensee- Berlin erkannte man den Bruch auch nicht. Man wollte mir einen Neurologen rufen,vielleicht habe ich ja ein anderes Problem !!!!!!
Ich teilte das alles der Ärztekammer mit,aber diese räumten mir keine Chancen ein.Ich wollte kein Geld,nur das der Orthopäde mal vor den Schreibtisch kommt und den Patienten untersucht !!!!
Der Arzt äußerte sich dann Monate später:.... das ist ja gar nicht möglich,dass so ein junger Mensch ein Plasmozytom hat !!!!!
Ich wechselte den Arzt und daraufhin meinte er :.....er kam ja gar nicht dazu,zu diagnostizieren (5 Wochen mit Bruch vergangen),da ich die Behandlung unterbrochen habe !!!!
Was soll man dazu sagen,man ist eben ein kleines Licht !
Ich teilte das alles der Ärztekammer mit,aber diese räumten mir keine Chancen ein.Ich wollte kein Geld,nur das der Orthopäde mal vor den Schreibtisch kommt und den Patienten untersucht !!!!
Der Arzt äußerte sich dann Monate später:.... das ist ja gar nicht möglich,dass so ein junger Mensch ein Plasmozytom hat !!!!!
Ich wechselte den Arzt und daraufhin meinte er :.....er kam ja gar nicht dazu,zu diagnostizieren (5 Wochen mit Bruch vergangen),da ich die Behandlung unterbrochen habe !!!!
Was soll man dazu sagen,man ist eben ein kleines Licht !
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Margret antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 15:45
- Margret
0 Beiträge seit
10 September 2026
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Hallo leopoldi,
na ja, zunächst mal besteht ein juristisches Risiko - ob daraus Folgen erwachsen, ist dann eine ganz andere Sache. Tatsache ist, dass einem insbesondere in der Anfangszeit nach der Diagnose jede Kraft und Zeit fehlt, sich auch noch mit ärztlichen Gutachtern und Juristen aller Art herumzuplagen. So bleiben massive Fehldiagnosen zumeist ungeahndet.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Orthopäden absichtlich nicht handeln, sondern davon, dass reine Gedankenlosigkkeit und eine gewisse Betriebsblindheit dazu führen, dass die Patienten eine lange Karriere als Facharztbesucher hinter sich haben, bis - zumeist zufällig - die richtige Diagnise auftaucht.
Die Orthopäden-Standardsätze
"sie sitzen zuviel am Computer, bewegen sie sich mehr, dann gehen die Schmerzen weg" oder
"nehmen sie ein paar Kilo ab, dann tut der Rücken nicht mehr weg" bis zu
"ich verschreib ihnen mal Massagen - wenn das nicht reicht, kommen sie wieder"
haben wir alle schon gehört.:bang:
Das mag bei geschätzt 90% der Patienten gut und nützlich sein - bei 10% ist es eine Katastrophe!
Mein Ansatz ist daher, über den Dachverband der Orthopäden seitens der APMM was Offizielles in Gang zu setzen - beispielsweise über deren Haus- und Hofzeitung.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus dem Sprecherteam der APMM dazu.
Parallel dazu habe ich mit dem Ersteller des Patientenberichts Kontakt aufgenommen. Ich melde mich, wenn es daraus Neues gibt.
Liebe Grüße,
Margret
na ja, zunächst mal besteht ein juristisches Risiko - ob daraus Folgen erwachsen, ist dann eine ganz andere Sache. Tatsache ist, dass einem insbesondere in der Anfangszeit nach der Diagnose jede Kraft und Zeit fehlt, sich auch noch mit ärztlichen Gutachtern und Juristen aller Art herumzuplagen. So bleiben massive Fehldiagnosen zumeist ungeahndet.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Orthopäden absichtlich nicht handeln, sondern davon, dass reine Gedankenlosigkkeit und eine gewisse Betriebsblindheit dazu führen, dass die Patienten eine lange Karriere als Facharztbesucher hinter sich haben, bis - zumeist zufällig - die richtige Diagnise auftaucht.
Die Orthopäden-Standardsätze
"sie sitzen zuviel am Computer, bewegen sie sich mehr, dann gehen die Schmerzen weg" oder
"nehmen sie ein paar Kilo ab, dann tut der Rücken nicht mehr weg" bis zu
"ich verschreib ihnen mal Massagen - wenn das nicht reicht, kommen sie wieder"
haben wir alle schon gehört.:bang:
Das mag bei geschätzt 90% der Patienten gut und nützlich sein - bei 10% ist es eine Katastrophe!
Mein Ansatz ist daher, über den Dachverband der Orthopäden seitens der APMM was Offizielles in Gang zu setzen - beispielsweise über deren Haus- und Hofzeitung.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus dem Sprecherteam der APMM dazu.
Parallel dazu habe ich mit dem Ersteller des Patientenberichts Kontakt aufgenommen. Ich melde mich, wenn es daraus Neues gibt.
Liebe Grüße,
Margret
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.