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31 Jan. 2020 09:50 - 31 Jan. 2020 15:03
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Im amerik. SmartPatients Forum verwies ein Teilnahmer auf die folgende Studie:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18022461
(Einschränkend zu bemerken: Die Studie bezieht sich auf oral eingenommenes Alendronat bei Osteoporose, insofern ist nicht gesichert ob es auch 1:1 für Zometa gilt)
Wir bekommen ja Bisphosphonate in der Regel ohne Kontrolle, wie stark diese wirken und ob sie evtl. überdosiert sind. Offenbar gibt es aber Werte, die man bestimmen lassen kann, z.B. CTX im Serum oder DPD (Desoxypyridinolin) im Morgenurin. Das sind Knochen-Abbauprodukte und spiegeln die Osteoclastenaktivität wieder.
Ist der CTX-Wert zu niedrig, überwiegt der Knochenaufbau den Abbau evtl. so sehr, dass der Knochen zu dicht wird, nicht mehr ausreichend durchblutet wird und somit die Infektabwehr im Knochen eingeschränkt wird. Also erhöhte Möglichkeit für Kiefernekrose.
CTX liegt im Normfall etwa zwischen 110-750 pg/ml, aber bei Bisphosphonat-Patienten sinkt der Wert oft deutlich unter 100. Und das bedeutet dann laut Studie ein hohes Risiko, z.B. bei Zahn/Kiefer-OPs eine Kiefernekrose zu entwickeln. Das Risko ist niedrig, wenn der CTX-Wert über 150 pg/ml liegt.
Man könnte also prinzipiell versuchen, die Dosierung oder Häufigkeit der Bisphosphonate anhand des CTX-Wertes zu regeln, sodass er nicht unter 150 fällt.
Ebenso könnte man vor Zahn-/Kiefer-OPs den CTX Wert bestimmen, um das Risiko für Kiefernekrose zu bewerten. Ggf. das Bisp. aussetzen und so lange bis zur OP warten, bis CTX über 150 ist, wenn es geht. Laut Studie erhöht sich CTX mit jedem Monat ohne Bisphosphonat.
Ich hatte zuvor nie hiervon gehört. Warum wohl CTX/DPD meist nicht bestimmt wird? Vermutlich ist Kiefernekrose so selten, dass der Aufwand gescheut und Blindflug als ausreichend angesehen wird? Diejenigen, die dann eine Nekrose bekommen, haben dann das höchst unangenehme Nachsehen.
Hat jemand schon einmal CTX im Serum oder DPD-Crosslinks im Urin bestimmen lassen?

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR
Letzte Änderung: 31 Jan. 2020 15:03 von gex. Begründung: CTX im Serum bestimmen, DpD im Urin

07 Aug. 2019 10:37
  • Jo
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    11 September 2026
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06 Aug. 2019 20:37
  • Diddlmaus
  • 1300 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
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Lieber Klaus

Genauso auch bei mir...

Gruss

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

06 Aug. 2019 20:29
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Ja prima,
Ich empfehle auch hierzu die momentan laufende Visite- Sendung

06 Aug. 2019 15:07
  • klaus99
  • 468 Beiträge seit
    05 Februar 2014
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Hallo ihr beiden,

schaut euch doch bitte mal den AMM-Online-Newsletter 2019-1 und den Vortrag von Prof. Dr. Dr. Kübler an:

www.myelom.org/diagnose-therapie/weiterf...resorptiver-Therapie

www.myelom.org/aktuelle-themen/newsletter-2/archiv

Bei mir musste vor einigen Jahren während der Bisphosphonat-Therapie ein Zahn gezogen werden. Dies erfolgte bei einem Kieferchirurgen unter operativen Bedingungen und einer Antibiotikaprophylaxe. Es muss halt von einem Zahnspezialisten gemacht werden, der weiß, was er tut.

Weiterhin wurde auch mir seitens des Onkologen und des Zahnarztes empfohlen, alle 3 - 4 Monate eine professionelle Zahnreinigung durchzuführen. Da die Zahnreinigung bei meinem Zahnarzt unter sterilen Bedingungen durchgeführt wird, ist es sehr unwahrscheinlich, sich entsprechende Bakterien einzufangen. Weiterhin wird in regelmäßigen Abständen durch eine s.g. Panoramaaufnahme der Zustand meines Kieferknochens überprüft.

Liebe Grüße
Klaus

Wir sterben nur einmal - Wir leben jeden Tag
myelom.online
facebook.com/myelom.online

06 Aug. 2019 14:52
  • Jo
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Hallo lieber Joseph,
da möchte ich dir vehement widersprechen. Sowohl mein Orthopäde, mein Zahnarzt als auch meine Onkologen empfehlen die Zahnreinigung!! Plaque und Parodontitis führen zu den Nekrosen, das gilt es zu verhindern. Du hast aber Recht, dass Zahnfleischenzündungen (durch mangelnde Hygiene entstanden) eine Bakterieninfektion darstellen, die dann Zühne und Kiefer angreift. Eine Zahnreinigung per se ist nicht dafür verantwortlich! Sie ist nachweislich eine gute Vorsorge!
LG Jo