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Unsicherheit vor Stammzellenentnahme

Betreff: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 12:19Uhr
  • greece
  • greeces Avatar
  • Beiträge: 5
  • Registriert seit:
    12. Jul 2018

Hallo zusammen,
anbei eine Frage eines Neulings. Irgendwann habe ich vielleicht auch mehr Antworten als Fragen und kann dann auch hier im Forum mehr helfen :).
Ich stehe nach 4.Zyklen Induktionstherapie vor der Stammzellenentnahme. Die Chemotherapie hierzu soll am Dienstag, den 18.9.2018 erfolgen.
Bei zwei Punkte  bin ich aber noch sehr unsicher.
1) meine aktuellen Leichtketten K, L und der Quotient-Wert sind wie folgt: ca. 40mg/l (K), 6,5mg/l (L), 6,15 (Quotient).
2) Knochenmarkpunktion erfolgt auch am 18.9.2018
3) nach der Stammzellentnahme sollen (je nach Blutwerte) noch ein bis zwei Induktionstherapien durchgeführt werden. Der Termin für die Stammzellenrückgabe wäre irgendwann NACH den Induktionstherapien.

Meine Fragen:
1) reichen die Blutwerte (Leichtketten) für die Stammzellenentnahme? Sind diese nahe der Remission? Ich denke nein.
2) macht es irgendeinen Sinn NACH der Entnahme und VOR der Rückgabe der Stammzellen Induktionstherapien durchzuführen?

Danke an Alle, ihr seid eine große Hilfe.
Gruß aus Duisburg

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Antwort auf: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 15:10Uhr
  • Mapoli
  • Mapolis Avatar
  • Beiträge: 629
  • Registriert seit:
    17. Jun 2011

Hallo greece,

habe ich es richtig verstanden, dass am Dienstag sowohl eine Knochenmarkspunktion, als auch die Chemo für die Apherese (Sammlung) der Stammzellen geplant sind? Beides am gleichen Tag halte ich für eine sehr große Belastung für den Körper. Im Becken werden ja unter anderem auch die Stammzellen gebildet.

Warum wird nicht vor der Sammlung die Induktion komplett abgeschlossen?
Bei manchen Induktionschemos kann es schon mal schwierig sein, anschließend Stammzellen zu sammeln, aber in Deinem Profil steht, dass Du VCD bekommst. Das ist eher bei Kyprolis ein Problem, aber auch nur, manchmal. Oder hast Du vorher Bestrahlungen oder etwas ähnliches bekommen?

Generell ist es immer gut, wenn vor der Entnahme und besonders aber vor der Stammzelltransplantation die Krankheit so weit wie möglich zurück gedrängt wird.
Manchmal gibt es aber Gründe, trotz nicht so guter Remission eine SZT zu beginnen.

An Deiner Stelle würde ich fragen, warum man die Induktion unterbrechen möchte und schon jetzt sammeln will. Es ist immer wichtig, sich die geplanten Schritte nochmal genau von den Ärzten erklären zu lassen und nach den Gründen zu fragen.
Zudem würde ich die Berichte mit allen Blutwerten zu einem Myelomzentrum faxen mit der Bitte um eine zeitnahe Stellungnahme. Vielleicht kannst Du auch per Email Kontakt zu einem der Ärzte dort aufnehmen.

Darf ich fragen, ob Du auch ambulant in Duisburg in Behandlung bist oder bei einem niedergelassenen Hämatoonkologen?

LG
Ma

Letzte Änderung: 14 Sep 2018 15:11 von Mapoli.

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Antwort auf: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 15:41Uhr
  • greece
  • greeces Avatar
  • Beiträge: 5
  • Registriert seit:
    12. Jul 2018

Hallo Ma,
danke für die schnelle Antwort.
Bestrahlung habe ich keine bekommen. Die VCD ist stationär /meist ambulant im St.Joseph Krankenhaus in Duisburg durchgeführt worden. Während der Chemotherapie habe ich absolut keine Probleme gehabt, so dass mir Knochenmarkpunktion und Chemo an einem Tag erst mal keine Sorge macht.
Ich hab rausgehört, dass es auf jeden Fall unüblich ist nach der Entnahme die Induktionstherapie weiter zu führen. Das erscheint mir auch nicht sinnvoll.

Aber nach welchen Kriterien entscheiden die Ärzte eine Induktionstherapie zu beenden ( normal sind wohl 4 bis 6 Zyklen) und mit der Entnahme zu starten? Wann ist K, L und der Quotient der Leichtketten in der Nähe der Remission? Oder wird die Induktionstherapie beendet sobald zwischen zwei Therapien die Werte gleich bleiben also keine Besserung eingetreten ist?

LG greece (Stefo)

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Antwort auf: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 16:07Uhr
  • greece
  • greeces Avatar
  • Beiträge: 5
  • Registriert seit:
    12. Jul 2018

Korrektur:
Behandlung findet statt in der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg

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Antwort auf: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 16:59Uhr
  • Mapoli
  • Mapolis Avatar
  • Beiträge: 629
  • Registriert seit:
    17. Jun 2011

Hallo Stefo,
die Chemo zur Stammzellentnahme ist vermutlich schon deutlich höher dosiert, als die zur Induktion. Mir wäre das zu viel Belastung für das Knochenmark an einem Tag, gleichzeitig zur Knochenmarkspunktion. Aber nicht bei allen Patienten wird die Vorbereitung zur Apherese gleich gemacht. Manche bekommen keine Chemo zur Stammzellsammlung, nur Wachstumsfaktoren als Bauchspritzen.

Warum sie dort in der Klinik die Induktion unterbrechen, würde ich auf jeden Fall nachfragen! Da es ja schon bald terminiert ist, würde ich telefonisch nachfragen, oder den Arzt direkt per Mail anschreiben. Wenn die Werte bei Dir zwischen zwei Zyklen nicht besser geworden sind, könnte das vielleicht der Grund sein. Aber ich würde mir das genau erklären lassen und auch in einem Myelomzentrum nachfragen. Ich selbst bin stationär in Würzburg behandelt worden, ambulant nach wie vor in einer Praxis in Moers. Habe mir damals vor der ersten SZT in Heidelberg und Würzburg eine Zweitmeinung eingeholt.

LG
Ma

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Antwort auf: Unsicherheit vor Stammzellenentnahme 14 Sep 2018 17:37Uhr
  • Karsten
  • Karstens Avatar
  • Beiträge: 354
  • Registriert seit:
    22. Apr 2010

Hallo Stefo,
ich weiß nicht warum man in CR sein sollte, wenn das Prozede mit der SZ-Sammlung beginnnt? Die wenigsten sind nach der Induktion in CR. Ich habe, genau wie viele andere auch, ein paar Tage vor der Sammlung Endoxan als Chemo bekommen. Wie danach meine Werte aussahen weiß ich nicht mehr, aber nach der Induktion hatte ich noch immer einen IGG von 22 (Diagnose mit 54)
Nach meiner ersten SZT war mein IGG noch immer 18 und erst nach der 2. SZT war er runter auf 8.
Bei mir hat man die Punktion einen Tag vor dem Edoxan gemacht, eigentlich ist da nichts dabei, wenn es einer macht, der es kann! (war übrigens meine Enzigste Punktion in 8,5 Jahren, danach hat nie wieder einer darin einen Sinn gesehen, mich eingeschlossen)
Und nein, deine LK von 40 und der Quotient sind noch nicht so, das du von CR reden kannst. Die Normwerte findest du ja beim Googeln.
Bestrahlung habe ich, trotz 2 gebrochenen Wirbeln und vielen Osteolysen, nie bekommen und soweit ich mich von den PNs erinnere, hast du ja nicht mal so gravierende Knochenschäden?

Das nun nach der Sammlung nochmal Induktion gemacht werden soll, ist schon merkwürdig, denn eigentlich liegt der Termin nach der Sammlung nur ein paar Wochen von der Rückgabe entfernt. (In L dürfen es nur max. 4 Wochen sein, später müssten alle Vorsorgeuntersuchungen nochmal gemacht werden und das will man vermeiden)
In anderen KH sind die Richtlinien sicherlich anders, ich kann nur von Leipzig reden.

Gruß und toi toi toi

Letzte Änderung: 14 Sep 2018 17:39 von Karsten.

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