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Induktionstherapien

Antwort auf: Induktionstherapien 14 Aug 2018 07:13Uhr
  • Jo
  • Jos Avatar
  • Beiträge: 164
  • Registriert seit:
    03. Jun 2018

Siehe zum Cyclophospamid auch hierzu im Thread Therapien und Wirtschaftlichkeit

Letzte Änderung: 14 Aug 2018 07:14 von Jo. Begründung: Fehlendes Wort

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Antwort auf: Induktionstherapien 30 Aug 2018 08:33Uhr
  • Jo
  • Jos Avatar
  • Beiträge: 164
  • Registriert seit:
    03. Jun 2018

Liebe Foristen,
dieser Beitrag hätte auch in patientenspezifische Labordiagnostik gepaßt. Die nutzlose Anwendung von Zytostatika könnte oft vermieden werden, wenn bestimmte labortechnische /biochemische Voruntersuchungen zum Standard werden, um die geeignetsten Präpartekombinationen anzuwenden. (siehe Thread patentenspezifische Labordiagnostik). Ob tatsächlich die teuren Voruntersuchungen bisher noch die Kosten im Gesundheitswesen sprengen, ist sicher zu diskutieren, da eine nutzlose Behandlung natürlich auch Kosten verursacht.
In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass meine Induktionstherapie mit Cyclophosphamid überhaupt nicht gewirkt hat. Bei einigen Foristen wirkt es auch nur begrenzt und Patienten werden oft der HD-Chemo zugeführt, obwohl die Blutwerte zeigen, dass ihre entarteten Zellen noch aktiv und nicht unter der Nachweisgrenze liegen.

Woran liegt es denn aber, dass manche Chemotherapeutika nicht oder nicht ausreichend wirken ?

Zum Verständnis: Alle unsere Zellen durchlaufen einen Zellzyklus. Er steuert und koordiniert die Zellproduktion und besteht aus zwei Phasen, nämlich der Zellteilung und der Zeit zwischen den Teilungen = INTERPHASE.
Die Interphase läßt sich in mehrere Stationen einteilen, die den zeitlichen Rahmen des Zellzyklus bestimmen.
So kann die Interphase viele Minuten, Stunden, Tage oder Monate dauern, je nachdem, ob die Zelle mehr oder weniger ausdifferenziert wird und/oder auf die Teilung vorbereitet wird. Eine Zelle die ausdifferenziert ist, befindet sich im Stadium der Ruhe und wartet auf weitere Anweisugen. Eine Zelle, die nicht ausdifferenziert ist, durchläuft den Zellzyklus in etwa 19,5 Stunden. Tumorzellen zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass sie die einzelnen Stationen der Interphase des Zellzyklus nahezu ohne Ruhepausen durchlaufen. Die Stationen werden also deutlich verkürzt oder sogar übersprungen. Die erhöhte Teilungsrate der entarteten Zellen wird also vor allem durch die verkürzte Interphase erzeugt (die Zeit zwischen den Teilungen), in der die Zellen schneller dem Teilungszyklus zugeführt werden.

die Zytopharmaka haben ihre höchste Wirkung an verschiedenen Stationen der Interphase, Cyclophosphamid in der sogenannten S-Phase (lt. Thieme Lehrbuch der Chemotherapie) Die Teilungsphase selbst ist eher weniger interessant, weil die Vorgänge zur vollendeten Zellteilung automatisch ablaufen. Die Teilung wird durch die Stationen der Interphase, an denen die Zelle auf die Teilung vorbereitet wird, bestimmt. Hier können Zytostatika die Teilung auch nur artefiziell stoppen.

Ob und wie gut ein Chemopräparat hier wirkt, ist aber patientenspezifisch, je nachdem wie stark die einzelnen Stationen verkürzt sind. Durch eine etwas aufwendigere Voruntersuchung kann dies aber für jeden Patienten heute herausgefunden werden.

Sollte z.B. Die S-Phase verkürzt und daher nicht für ein Zytostatikum erreichbar sein, könnte durch eine geeignete Präparatekombination, die z.B. andere Stationen verkürzt (solche Präpate sind bekannt), die Wirksamkeit wieder deutlich erhöht werden.

Die Signalvorgänge und die Proteine/Enzyme, die die einzelnen Stationen blockieren/schützen sind leider noch nicht ausreichend geklärt.

Fazit: Gerade für die Induktionstherapien können wir nur hoffen, dass die Vordiagnostik mit einer besseren Anpassung mit geeigneten Präparatekombinationen in Zukunft noch stärker in den Fokus der Behandlung rückt.

LG Jo

Letzte Änderung: 30 Aug 2018 08:39 von Jo.

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Antwort auf: Induktionstherapien 31 Aug 2018 17:08Uhr
  • Mucki1
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  • Beiträge: 36
  • Registriert seit:
    09. Jan 2018

Hat in diesem Zusammenhang schon jemand davon gehört oder gelesen, ob Matadon eine Hilfe wäre?

Bei anderen Krebsarten soll es angeblich die Wirkung der Chemo erhöhen.....:whistle:
Oder handelt es sich hierbei um eine Mär?

Viele Grüße
Daniela

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Antwort auf: Induktionstherapien 31 Aug 2018 18:24Uhr
  • Heike-Zi
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  • Registriert seit:
    17. Jul 2018

Frau Dr. Claudia Fischer von der Uniklinik Ulm erforscht die Wirkung von Methadon bei Krebspatienten.
Es gibt darüber auch schon einige Studienergebnisse.
Leider wird es von einigen Onkologen
(warum auch immer) abgelehnt.
Ich habe mich auch schon gefragt, ob es Sinn macht bei Patienten, die auf Schmerzmittel angewiesen sind, auf Methadon zu wechseln.

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Antwort auf: Induktionstherapien 31 Aug 2018 20:38Uhr
  • Ingrid99
  • Ingrid99s Avatar
  • Beiträge: 90
  • Registriert seit:
    03. Mai 2016

Hallo,
das Thema hatten wir zuletzt im Kj. 2017.

Siehe:
www.myelom.org/forum/therapien/3546-meth...sbehandlung?start=30

Gruß Ingrid


Die Zeit für das Glück ist Heute nicht Morgen.
Man kann das Leben nicht verlängern, aber verdichten. (R. Willemsen)

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Antwort auf: Induktionstherapien 31 Aug 2018 21:09Uhr
  • Mucki1
  • Mucki1s Avatar
  • Beiträge: 36
  • Registriert seit:
    09. Jan 2018

Vielen Dank,Ingrid

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