- beate
12 September 2026
Erst mal ganz viele Gruesse aus Los Angeles. Ich wurde vor 6 Jahren in Deutschland mit MM diagnostiziert. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass mein Körper sehr gut damit umging und sich das myelom erst mal vor sich hin „smolderte“. Mein Mann und unsere kleine Familie zog dann auch zurück nach California. Leider bin ich nun doch in Behandlung undfühle mich im amerikanischen Gesundheitssystem ebenfalls in sehr guten Händen. Dennoch soll es im Sommer diesen Jahres nach Abschluss der Therapie wieder nach Europa zurück gehen.
Wenn Du Dich mit einem anderen deutsch-amerikanischen Patienten austauschen möchtest, dann send mir doch einfach eine PM.
Liebe Grüße in den „Norden“,
Beate
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- Caro
23 Oktober 2009
- Beiträge: 692
mein Lebensgefährte, mittlerweile leider am MM verstorben, war bei der DAK versichert und hat immer alles bekommen, was er benötigte. Er hat z.B. nach Beantragung des behandelnden Professors Carfilzomib im off Label use schon 2013 bekommen, war ja damals noch gar nicht zugelassen. Die DAK hat das ohne Probleme sofort genehmigt und trotz der hohen Kosten sofort komplett bezahlt.
Viele Grüße nach San Francisco, ich war vor längerer Zeit dort und habe mich sehr, sehr wohl gefühlt.
Caro
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- cali_Jo
- Autor
12 September 2026
Zum einen habe ich via PM ueber die unterschiedlichen Absicherung der verschiedenen Krankenkassen gehoert- habt ihr hier evtl. mehr Informationen welche Krankenkassen sich als besonders zuverlaessig fuer MM Patienten erwiesen haben was innovative Behandlungen angeht?
Desweiteren noch eine Frage zur Medikamentenzulassung in Deutschland. Wird dies primaer ueber europaeische Behoerden geregelt? Ich meine mich zu erinnern, dass fuer Studien bzgl. der Medikamentenzulassung bzw. des erwiesenen qualitativen Vorteils von neuen Kombinationen in Deutschland eine groessere Anzahl von Probanten benoetigt wird, sodass der Zulassungsprozess insgesamt langwieriger ist und Patienten erst spaeter Zugang zu neuen Medikamenten haben. Koennt ihr dies Bauchgefuehl bestaetigen oder ist das falsch?
Und zuletzt noch eine Frage zur Behandlung im Falle des Rezidiv: gibt es in Deutschland klare Richtlinien ab wann man das Rezidiv behandelt/ ab wann die Krankenkasse gruenes Licht gibt (besonders aggressiver Anstieg des M-Proteins ueber einen gewissen Zeitraum, nur falls neue 'CRAB'-Symptome erscheinen, ab einem bestimmten M-Schwellenwert...)? Ist vielleicht auch eine philosophische Frage, wie lange man warten moechte, um nicht alle Therapieformen zu frueh zu verschiessen - allerdings habe ich Sorge, dass - wenn man zu lange wartet - sich neue Krebsklonlinien entwickeln, die dann evtl. zu heterogen sind und schwerer durch eine Therapie zu erfassen sind.
Nochmals danke und euch alles Gute,
Jo
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- lisa_kotschi
-
27 Oktober 2009
- Beiträge: 1139
cali_Jo schrieb:
Meine Frage an euch:
a) erlauben deutsche Krankenkasse langjaehrige Erhaltungstherapien mit Revlamid?
b) kann man in Deutschland MRD Tests machen, um den ansteigenden Krebs moeglichst frueh wieder zu fassen?
c) wie schwer ist es fuer rueckfaellige MM Patienten an neuartige Behandlungen zu kommen (z.B. Dara)? Was sind gute Zentren in Deutschland, wo man an solchen Studien teilnehmen kann?
d) gibt es unter euch junge MM Patienten, mit denen ich ueber Therapien sprechen kann, als auch generelle Herausforderungen von jungen Krebspatienten (Vaterschaft etc)
Besten Dank und warme Wuensche an alle aus Kalifornien,
Jo
Lieber Jo,
Willkommen in unserem Forum. Gerne will ich noch einmal auf Deine Fragen detailliert eingehen.
Zu a) ja, Revlimid ist in Deutschland als bisher einziger Wirkstoff für die Erhaltungstherapie zugelassen
Zu b) die MRD-Tests erfolgen zur Zeit nur im Rahmen von Studien, noch nicht als Standard für alle
Zu c) Dara wird derzeit immer häufiger in Deutschland in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt. Auch Studien mit CAR T-Zellen wird es sicher noch in 2018 geben. Würzburg forscht daran, ob auch schon in Heidelberg, weiß ich im Augenblick nicht. Es gibt im übrigen jede Menge Austausch zwischen deutschen und US-amerikanischen Myelomzentren. In Würzburg wird darüber hinaus an Hemibodies geforscht, die das Myelom von zwei Seiten her angreifen wird. Alles in allem, es ist auch in Deutschland viel in Erforschung (und insofern kann ich Christines Posting nicht ganz verstehen.)
Was bei einer eventuellen Rückkehr mit Deiner Krankenversicherung sein wird, kann ich nicht beurteilen. Bei einem Wechsel der Krankenversicherung wird es sicher nicht ganz einfach. Das wäre eine wichtige Sache, die Du vorab klären solltest. Andererseits gab und gibt es in den USA eine Debatte auch unter Ärzten, die sich wegen der steigenden Medikamentkosten große Sorgen um die Bezahlbarkeit von neuen Wirkstoffen u.a. der CAR T-Zellen machen, zuletzt auf dem ASH-Kongress 2016.
Zu d) viele unserer Forenmitglieder sind zwischen 40 und 60, einige wie etwa Diddlmaus und andere auch jünger. Wenn Du Dir im Verlauf Deiner Forumsbeteiligung einige Profile ansiehst, wirst Du auf einige stoßen.
Alles in allem: Aus meiner Sicht, könntest Du aus Behandlungsgründen durchaus nach Deutschland zurückkehren, ob es mit dem Krankenversicherungsschutz möglich und bezahlbar ist, müsstest zu klären. Versicherungswechsel mit Vorerkrankungen sind auch in Deutschland nicht ohne Probleme, evtl. mit einem MM nicht möglich.
Grüße San Francisco von mir, eine wunderbare Stadt.
Lisa
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- mmpatient
06 September 2015
- Beiträge: 68
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- christine
12 September 2026
(Car R Cell läuft da zb schon seit mind. 1 Jahr, sonst wüssten wir ja nicht um die Ergebnisse hier in Europa)
Das hat aber alles nichts mit dem Wissensstand von unseren Ärzten zu tun, sondern dem System, das Alle ordentlich versorgt und nicht nur die mit guten Versicherungen.
Deine Therapie ist außer in Studien wohl nicht Standart in Europa, und ich glaube eher nicht, dass hier um Forum das MRD ständig kontrolliert wird?
Ich habe eine norwegische Freundin, die in Boston lehrte, bevor sie krank wurde, die traut sich nicht heim nach Norwegen!
Also mein Rat wäre: Bleib wo du bist!
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Ich habe übrigens in SF studiert ( 1985-88) damals noch weit weg von MM - ich hoffe für dich jungen Mann sehr, dass die Therapie nun lange hält!
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