EvelinaF antwortete auf Wesensaenderung
01 Sep. 2016 22:58
- EvelinaF
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11 September 2026
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Hallo Tom, ich bin auch Angehörige, und lese schon lange still mit. ich kann leider deine Vermutung bestätigen. Mein Mann hatte Wutausbrüche und Aggression schon vor der Diagnose, mit jedem Jahr war es nur schlimmer. Dann hatten wir bestätigte Diagnose MM 3A. Ok, dachte ich, jetzt weiß ich, woran es lag. Aber mit Medikamenteneinnahme ist es noch schlimmer geworden, besonders mit hochdosiertem Cortison. Seit April hat er leider Rezidiv, er ist Hochrisikopatient. Vor ca. 5 Monaten vor Rezidiv ist seine Laune nicht stabil geworden, obwohl er noch nichts geahnt hat, und hatte nur Lenaledomid als Erhaltungstherapie genommen.
Ich war an allem Schuld, er hörte, was er hören wollte, aber was nie gesagt oder gemeint wurde usw.
Jetzt bin ich am Überlegen, ob wir uns trennen sollen. Wir haben noch ein kleines Kind, das leider mitmachen musst, und ich möchte ihm das ersparen.
Mein Mann meint, dass er keine psychologische Hilfe braucht, weil das Problem nicht bei ihm sondern bei mir liegt.
Entschuldigung, wenn ich grammatische Fehler gemacht habe, bin seit 2008 in Deutschland, und deswegen habe mich früher nicht getraut zu schreiben. Aber das Thema, was du angesprochen hast, ist jetzt bei mir sehr aktuell.
Liebe Grüße, Evelina
Ich war an allem Schuld, er hörte, was er hören wollte, aber was nie gesagt oder gemeint wurde usw.
Jetzt bin ich am Überlegen, ob wir uns trennen sollen. Wir haben noch ein kleines Kind, das leider mitmachen musst, und ich möchte ihm das ersparen.
Mein Mann meint, dass er keine psychologische Hilfe braucht, weil das Problem nicht bei ihm sondern bei mir liegt.
Entschuldigung, wenn ich grammatische Fehler gemacht habe, bin seit 2008 in Deutschland, und deswegen habe mich früher nicht getraut zu schreiben. Aber das Thema, was du angesprochen hast, ist jetzt bei mir sehr aktuell.
Liebe Grüße, Evelina
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Tom antwortete auf Wesensaenderung
12 Aug. 2016 13:52
- Tom
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo zurück,
Du hast mir aus der Seele gesprochen und gute Ideen angeregt.
Danke und schönes Wochenende
LG
Tom
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LG
Tom
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Sabine_D antwortete auf Wesensaenderung
11 Aug. 2016 22:48
- Sabine_D
-
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14 Januar 2015
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- Beiträge: 177
Hallo Tom,
jeder Mensch ist natürlich anders und hat seine eigene Art, mit seinen Ängsten umzugehen.
Der eine schreit es raus, andere sind aggressiv oder man zieht sich entmutigt still zurück, wieder andere tun nach aussen hin so, als wäre nichts gewesen.
Letzteres trifft bei uns zu. Klingt angenehm, ist es aber auch nicht. Es macht es oft nicht leichter, wenn man an seinen Partner manchmal nicht rankommt, wie man möchte. Er versucht, mich dadurch zu schützen und mir den Alltag als solchen wahrnehmen zu lassen. Ich fühle mich dabei nicht immer wohl. Bin zwar auch eher der fürsorgliche Typ, lasse dem aber gewähren und verdränge ebenso, so gut es geht, genieße die Normalität nach den Therapien, die mein Mann über sich hat ergehen lassen müssen und bin dankbar für jeden stinknormalen Tag.
Die schwelende Angst ist aber bei beiden Seiten gegenwärtig und diese gehört verarbeitet und paroli geboten.
So versucht jeder, seinen Weg zu finden, um damit leben zu können.
Wenn die Wutausbrüche Deiner Frau auch krankhaft sind, dann ist das schon schwierig genug. Aber auch Angehörige sind kein Ventil und Du brauchst Deine Kraft, Mut und auch viel Liebe, um Halt bieten zu können, ohne an der Situation zu verzweifeln oder an Deine Grenzen zu gelangen.
Gerade jetzt, da noch nicht therapiert wird, solltet Ihr die Zeit angenehmer verbringen können und schöner gestalten. Da sind die Wutausbrüche keine gute Ausgangsposition. Es verletzt ja auch noch und verschwendet kostbare Zeit.
Ich kann mich da gut reindenken, hatte gut 20 Jahre einen depressiven und auch zunehmend aggressiver werdenen Ehemann, von dem ich mich letztlich getrennt habe (auch musste), um mein eigenes Leben weiterleben zu können, da ich dann keine Lust mehr am Leben hatte. Er nahm jahrelang teils Tavor, Lorazepam und andere Psychopharmaka. War auch lange auf Kur. Ausser diesen Depressionen war er aber gesund und anderswo gab er den Strahlemann.
Oftmals hatte er mich für alles verantwortlich gemacht (und dafür büßen lassen). Irgendwann war dann das Maß voll.
Soweit darf es aber nicht kommen, vor allem, wenn der Partner den man liebt, so krank ist.
Man will ja fürsorglich sein, helfen und Mut geben, aber auch die Achtung nicht verlieren.
Das mit den Wechseljahren ist nicht vom Tisch zu weisen. Der Frauenarzt kann da auch weiterhelfen.
Und der Hormonspiegel gehört geprüft. Wenn die Schilddrüse Probleme macht, dann kann das sich auch sehr negativ auf die Stimmung auswirken oder das Ganze mit Tabletten noch verschlimmern.
Ich finde toll, dass Du Hilfe suchst und an der Situation arbeiten und mitgestalten willst. Deine Frau sollte sich darüber glücklich schätzen, so einen fürsorglichen Partner zu haben. Es sind hier auch sicherlich Leute, die das Ganze vollkommen alleine durchstehen müssen. Davor habe ich allen Respekt.
Heute bin ich sehr glücklich mit meinem 2. Mann, meiner große Liebe, seit 10 Jahren verheiratet. Wir sind seelenverwandt und alles ist perfekt. Wir halten uns gegenseitig, machen alles gemeinsam.
Leider macht uns seit 2014 dieses verfluchte MM einen solchen Strich durch die Rechnung. Wir verbringen nun jede freie Minute miteinander und gönnen uns viel mehr als zuvor. Jeder Tag zählt!
Vielleicht hilft Euch aber auch ein gemeinsamer Therapeut.
Kopf hoch und bleib dran. Du machst es gut.
Mit besten Wünschen,
Sabine
jeder Mensch ist natürlich anders und hat seine eigene Art, mit seinen Ängsten umzugehen.
Der eine schreit es raus, andere sind aggressiv oder man zieht sich entmutigt still zurück, wieder andere tun nach aussen hin so, als wäre nichts gewesen.
Letzteres trifft bei uns zu. Klingt angenehm, ist es aber auch nicht. Es macht es oft nicht leichter, wenn man an seinen Partner manchmal nicht rankommt, wie man möchte. Er versucht, mich dadurch zu schützen und mir den Alltag als solchen wahrnehmen zu lassen. Ich fühle mich dabei nicht immer wohl. Bin zwar auch eher der fürsorgliche Typ, lasse dem aber gewähren und verdränge ebenso, so gut es geht, genieße die Normalität nach den Therapien, die mein Mann über sich hat ergehen lassen müssen und bin dankbar für jeden stinknormalen Tag.
Die schwelende Angst ist aber bei beiden Seiten gegenwärtig und diese gehört verarbeitet und paroli geboten.
So versucht jeder, seinen Weg zu finden, um damit leben zu können.
Wenn die Wutausbrüche Deiner Frau auch krankhaft sind, dann ist das schon schwierig genug. Aber auch Angehörige sind kein Ventil und Du brauchst Deine Kraft, Mut und auch viel Liebe, um Halt bieten zu können, ohne an der Situation zu verzweifeln oder an Deine Grenzen zu gelangen.
Gerade jetzt, da noch nicht therapiert wird, solltet Ihr die Zeit angenehmer verbringen können und schöner gestalten. Da sind die Wutausbrüche keine gute Ausgangsposition. Es verletzt ja auch noch und verschwendet kostbare Zeit.
Ich kann mich da gut reindenken, hatte gut 20 Jahre einen depressiven und auch zunehmend aggressiver werdenen Ehemann, von dem ich mich letztlich getrennt habe (auch musste), um mein eigenes Leben weiterleben zu können, da ich dann keine Lust mehr am Leben hatte. Er nahm jahrelang teils Tavor, Lorazepam und andere Psychopharmaka. War auch lange auf Kur. Ausser diesen Depressionen war er aber gesund und anderswo gab er den Strahlemann.
Oftmals hatte er mich für alles verantwortlich gemacht (und dafür büßen lassen). Irgendwann war dann das Maß voll.
Soweit darf es aber nicht kommen, vor allem, wenn der Partner den man liebt, so krank ist.
Man will ja fürsorglich sein, helfen und Mut geben, aber auch die Achtung nicht verlieren.
Das mit den Wechseljahren ist nicht vom Tisch zu weisen. Der Frauenarzt kann da auch weiterhelfen.
Und der Hormonspiegel gehört geprüft. Wenn die Schilddrüse Probleme macht, dann kann das sich auch sehr negativ auf die Stimmung auswirken oder das Ganze mit Tabletten noch verschlimmern.
Ich finde toll, dass Du Hilfe suchst und an der Situation arbeiten und mitgestalten willst. Deine Frau sollte sich darüber glücklich schätzen, so einen fürsorglichen Partner zu haben. Es sind hier auch sicherlich Leute, die das Ganze vollkommen alleine durchstehen müssen. Davor habe ich allen Respekt.
Heute bin ich sehr glücklich mit meinem 2. Mann, meiner große Liebe, seit 10 Jahren verheiratet. Wir sind seelenverwandt und alles ist perfekt. Wir halten uns gegenseitig, machen alles gemeinsam.
Leider macht uns seit 2014 dieses verfluchte MM einen solchen Strich durch die Rechnung. Wir verbringen nun jede freie Minute miteinander und gönnen uns viel mehr als zuvor. Jeder Tag zählt!
Vielleicht hilft Euch aber auch ein gemeinsamer Therapeut.
Kopf hoch und bleib dran. Du machst es gut.
Mit besten Wünschen,
Sabine
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Angelika52 antwortete auf Wesensaenderung
11 Aug. 2016 20:47
- Angelika52
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo Tom...kann es sein das Deine Frau zusätzlich auch noch in den Wechseljahren ist. Dies kann auch viele starke Stimmungsschwankungen hervorrufen..
Den Hormonstatus beim Frauenarzt testen lassen.
LG.Angelika
Den Hormonstatus beim Frauenarzt testen lassen.
LG.Angelika
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Anirak antwortete auf Wesensaenderung
11 Aug. 2016 20:38
- Anirak
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Tom schrieb: was denkst du generell zu den Anwandlungen, Wutanfälle n und negativen Wesen s Änderungen?
Hallo Tom,
natürlich kann es Stimmungsveränderungen im Rahmen der Krankheitsverarbeitung geben.
Der psychische Umgang mit der Krankheit ist individuell sehr unterschiedlich und läßt sich nicht vorhersagen, also nicht "wird mit fortschreitender Erkrankung schlimmer". Der Umgang wird im Lauf der Zeit eher besser, weil man dazulernt und sich mit der Situation zurechtfindet.
Zunächst wäre auch interessant, was Deine Frau selbst dazu sagt. Sieht sie es im Zusammenhang mit der Krankheit? Oder wie erklärt sie es sich?
Ist es nur ab und zu ein Wutanfall oder was meinst Du mit Wesensveränderung? Ist das schon seit Jahren oder erst in letzter Zeit so? Wenn sie Antidepressiva bekommt und Psychotherapie, dann gibt es vermutlich auch eine psych. Diagnose. Diese Diagnose würde dann auch vielleicht einen Hinweis darauf geben, wie dauerhaft ("Wesen") oder wie reversibel der Zustand ist (z.B. Depression ist nur eine Zustandsveränderung, keine Wesensveränderung).
Falls es Eure Ehe belastet, könntet Ihr Euch auch (unabhängig von ihrer Psychotherapie) als Paar (oder falls Ihr Kinder habt auch als Familie) beraten lassen.
LG
Karina
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joseph antwortete auf Wesensaenderung
11 Aug. 2016 20:07
- joseph
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo Tom
Kann sein, dass deine Frau genau gegensätzlich reagiert auf dieses Medikament und sie noch tiefer in die Depression schiebt .......... ich würd so schnell wie möglich mit dem behandelnden Arzt in Kontakt treten
LG
Joseph
Kann sein, dass deine Frau genau gegensätzlich reagiert auf dieses Medikament und sie noch tiefer in die Depression schiebt .......... ich würd so schnell wie möglich mit dem behandelnden Arzt in Kontakt treten
LG
Joseph
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