- Beiträge: 349
Maggie antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
30 Sep. 2018 19:39
- Maggie
-
Autor
349 Beiträge seit
01 April 2016
01 April 2016
Weniger
Mehr
Liebe Kirsten, ich hatte deinen Bericht über den Arztbesuch auch gelesen, wusste nur nicht recht was schreiben. Nicole hat bestimmt recht damit, dass die Ärzte alles ok finden solange kein Behandlungsbedarf besteht. Die Patientengespräche, die die Onkologen führen sind eine Aufgabe um die ich sie auch nicht beneide.
Lieber Klaus, ich hatte schon gehofft, dass du dich meldest als unfreiwilliger Experte. In mir sträubt sich noch alles gegen die Medikamente. Ich nehme sowieso schon abends Amitriptylin, das hilft mir beim Schlafen und es soll auch gegen die Neuropathie helfen. Der Neurologe meinte ich solle das weiter nehmen und zusätzlich Pregabalin und Escitalopram, das Antidepressivum. Ich denke, wenn ich jetzt zwei Medikamente gleichzeitig anfange, kann ich vielleicht gar nicht sagen was hilft und woher etwaige Nebenwirkungen kommen. Und was ich über Pregabalin lese ist eher entmutigend, dass nur 35% der Patienten eine Verbesserung der Polyneuropathie spüren gegenüber 18% bei einem Placebo. Ich frage mich, ob meine Beschwerden überhaupt schon schlimm genug sind. Klaus, hast du mir noch Tipps und was hilft dir?
Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung mit Pregabalin
und möchte berichten. Das mit der positiven Ablenkung ist sicher total wichtig. Mir gefällt leider momentan mein Job überhaupt nicht. Es ist so, dass ich mir gar nicht vorstellen kann dort wieder zu arbeiten. Bis zum 5. Oktober bin ich noch krank geschrieben und dann?
Viele Grüße
Maggie
Lieber Klaus, ich hatte schon gehofft, dass du dich meldest als unfreiwilliger Experte. In mir sträubt sich noch alles gegen die Medikamente. Ich nehme sowieso schon abends Amitriptylin, das hilft mir beim Schlafen und es soll auch gegen die Neuropathie helfen. Der Neurologe meinte ich solle das weiter nehmen und zusätzlich Pregabalin und Escitalopram, das Antidepressivum. Ich denke, wenn ich jetzt zwei Medikamente gleichzeitig anfange, kann ich vielleicht gar nicht sagen was hilft und woher etwaige Nebenwirkungen kommen. Und was ich über Pregabalin lese ist eher entmutigend, dass nur 35% der Patienten eine Verbesserung der Polyneuropathie spüren gegenüber 18% bei einem Placebo. Ich frage mich, ob meine Beschwerden überhaupt schon schlimm genug sind. Klaus, hast du mir noch Tipps und was hilft dir?
Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung mit Pregabalin
und möchte berichten. Das mit der positiven Ablenkung ist sicher total wichtig. Mir gefällt leider momentan mein Job überhaupt nicht. Es ist so, dass ich mir gar nicht vorstellen kann dort wieder zu arbeiten. Bis zum 5. Oktober bin ich noch krank geschrieben und dann?
Viele Grüße
Maggie
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Ado antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
29 Sep. 2018 19:24 - 29 Sep. 2018 22:07
- Ado
62 Beiträge seit
21 August 2016
21 August 2016
Weniger
Mehr
- Beiträge: 62
Hallo Maggie,
das Antidepressivum wird in der symptomatischen Behandlung von Polyneuropathien in erster Linie gegeben, um die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung zu beeinflussen. Wenn es wirkt, steigert es die Schmerztoleranz.
Es ist allerdings anzumerken, dass Antidepressiva nach meiner Kenntnis i.d.R. erst nach einer Einnahmezeitdauer von 2 bis 3 Wochen volle Wirksamkeit erreichen.
Das Pregabalin wirkt im Idealfall schmerzmindernd. Etwaige Missempfindungen (Kribbeln, gestörtes Temperaturempfinden, etc.) werden nicht beeinflusst. Das Gefühl in den Extremitäten bringen leider beide Medikamentengruppen nicht zurück.
Alternative Methoden (z.B. Hochtontherapie) werden manchmal von Patienten als hilfreich angesehen.
Es ist schon mal sehr positiv, dass der Neurologe die MGUS als auslösenden Faktor für die Polyneuropathie in Betracht zieht. Je nach Ausprägung der MGUS ist es heute durchaus noch nicht geteilte Lehrmeinung, dass die MGUS Wirksamkeit im neurologischen Krankheitsgeschehen hat.
Ich wünsche Dir möglichst geringe Schmerzen. Und ganz wichtig ist bei mir immer, sich genügend positive Ablenkung zu verschaffen.
Liebe Grüße
Klaus
das Antidepressivum wird in der symptomatischen Behandlung von Polyneuropathien in erster Linie gegeben, um die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung zu beeinflussen. Wenn es wirkt, steigert es die Schmerztoleranz.
Es ist allerdings anzumerken, dass Antidepressiva nach meiner Kenntnis i.d.R. erst nach einer Einnahmezeitdauer von 2 bis 3 Wochen volle Wirksamkeit erreichen.
Das Pregabalin wirkt im Idealfall schmerzmindernd. Etwaige Missempfindungen (Kribbeln, gestörtes Temperaturempfinden, etc.) werden nicht beeinflusst. Das Gefühl in den Extremitäten bringen leider beide Medikamentengruppen nicht zurück.
Alternative Methoden (z.B. Hochtontherapie) werden manchmal von Patienten als hilfreich angesehen.
Es ist schon mal sehr positiv, dass der Neurologe die MGUS als auslösenden Faktor für die Polyneuropathie in Betracht zieht. Je nach Ausprägung der MGUS ist es heute durchaus noch nicht geteilte Lehrmeinung, dass die MGUS Wirksamkeit im neurologischen Krankheitsgeschehen hat.
Ich wünsche Dir möglichst geringe Schmerzen. Und ganz wichtig ist bei mir immer, sich genügend positive Ablenkung zu verschaffen.
Liebe Grüße
Klaus
Letzte Änderung: 29 Sep. 2018 22:07 von Ado. Begründung: Fehlerkorrektur
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Tetti1958 antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
29 Sep. 2018 14:16
- Tetti1958
-
335 Beiträge seit
27 Dezember 2015
27 Dezember 2015
Weniger
Mehr
- Beiträge: 335
Hallo liebe Maggie,
hoffentlich geht es dir heute etwas besser! Bin gespannt wie dir das Antideppressivum bekommt, ich hadere noch aber glaube, dass ich das auch brauche.
Lieben Gruß, Kirsten
hoffentlich geht es dir heute etwas besser! Bin gespannt wie dir das Antideppressivum bekommt, ich hadere noch aber glaube, dass ich das auch brauche.
Lieben Gruß, Kirsten
Et häät noch immer joot jejangen
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Maggie antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
28 Sep. 2018 19:52
- Maggie
-
Autor
349 Beiträge seit
01 April 2016
01 April 2016
Weniger
Mehr
- Beiträge: 349
Ich habe heute zwei Arzttermine hinter mich gebracht,beim Neurologen und beim Onkologen. Der Neurologe hat in bei der elektroneurographischen Untersuchung eine deutliche Polyneuropathie mit verminderter Geschwindigkeit der Nervenleitung festgestellt. Und er meinte ich dürfte im Gebirge nicht auf schmalen Pfaden am Hang wandern, da meine Füße den Boden nicht richtig spüren würden. Das hat mich dann schon getroffen. Verschrieben hat er mit Pregabalin und ein Antidepressivum, ich habe wohl auch psychisch einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Die Polyneuropathie führt er auf die MGUS zurück. Ich habe dann damit gerechnet, dass auch der Onkologe schlechte Nachrichten hat. Dem war aber nicht so, IGA und Leichtketten sind stabil. Gefehlt hatte das Ergebnis vom Sammelurin, muss ich nochmal abgeben, da geschlampt wurde. Mein Onkologe möchte sich mit Kollegen besprechen wegen der Polyneuropathie und dann soll ich nochmal kommen. Bin jetzt ziemlich erschöpft nach diesem Tag.
Viele Grüße vom Sofa
Maggie
Viele Grüße vom Sofa
Maggie
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
lisa_kotschi antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
18 Sep. 2018 17:56
- lisa_kotschi
-
1139 Beiträge seit
27 Oktober 2009
27 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1139
ja, liebe Maggie,
beide von mir genannten Ärzte arbeiten in der Sektion Multiples Myelom.
Wünsche Dir baldige Besserung
Lisa
beide von mir genannten Ärzte arbeiten in der Sektion Multiples Myelom.
Wünsche Dir baldige Besserung
Lisa
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Maggie antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
18 Sep. 2018 16:33
- Maggie
-
Autor
349 Beiträge seit
01 April 2016
01 April 2016
Weniger
Mehr
- Beiträge: 349
Danke für eure Antworten! Ich habe nun für nächste Woche einen Termin beim Neurologen. Meine Schwester ist dort langjährige Patientin und hat für mich ein bisschen Druck gemacht. Einen Termin im Krankenhaus in der Neurologie hätte ich erst im November bekommen. Mit Heidelberg habe ich Kontakt aufgenommen und meine Befunde hingeschickt, ich hoffe die melden sich bald (Sektion MM). Lisa, sind die von dir empfohlenen Ärzte auch von der Sektion Multiples Myelom?
Liebe Grüße Maggie
Liebe Grüße Maggie
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.