ABo antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 17:59
- ABo
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11 September 2026
11 September 2026
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danke!
habe gerade angerufen, sowohl meine mom als auch die stationsschwester haben gesagt nicht kommen. bin ein wenig enttäuscht, aber ist ja logisch, ich kann da ja nicht die leute anstecken.
also morgen und die nächsten Tage: erkältung wegkriegen, hirn durchpusten lassen mit frischer luft und neuen gedanken, montag hausarzt und irgendwas für die nerven holen und dann nächstes wochenende besuchen. und hoffentlich da gefestigter sein.
ich hoffe auch so sehr, dass sich ihr psychischer zustand bessert...
und danke für den tipp mit der telefonseelsorge, vielleicht gar nicht mal so eine schlechte idee einfach mal mit jemand zu reden.
ich bin halt leider ein mensch der sich so sehr in andere reinversetzt und dann mitfühlt, produktiv ist das wohl nicht...
habe gerade angerufen, sowohl meine mom als auch die stationsschwester haben gesagt nicht kommen. bin ein wenig enttäuscht, aber ist ja logisch, ich kann da ja nicht die leute anstecken.
also morgen und die nächsten Tage: erkältung wegkriegen, hirn durchpusten lassen mit frischer luft und neuen gedanken, montag hausarzt und irgendwas für die nerven holen und dann nächstes wochenende besuchen. und hoffentlich da gefestigter sein.
ich hoffe auch so sehr, dass sich ihr psychischer zustand bessert...
und danke für den tipp mit der telefonseelsorge, vielleicht gar nicht mal so eine schlechte idee einfach mal mit jemand zu reden.
ich bin halt leider ein mensch der sich so sehr in andere reinversetzt und dann mitfühlt, produktiv ist das wohl nicht...
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adormidera antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 17:27
- adormidera
-
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24 August 2014
24 August 2014
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- Beiträge: 3
Hallo Anne,
Du kannst Deiner Mutter nichts abnehmen. Was Du tun kannst, ist für sie da zu sein. Also bei ihr zu sein.
Als meine Familie an meiner Stelle leiden wollte, weil es für sie ganz schrecklich war, sich vorzustellen, Krebs zu haben, habe ich mir das verbeten. Sie steckten ja nicht in meiner Haut und sie haben ihre eigenen Sorgen (die die um mein Überleben mit einschloss). Sorgen machen = ja. Traurig sein = ja. Hilflos sein und darüber sprechen = ja. Ehrlich sagen, wie es Dir mit der Situation geht = ja. Für sie da sein = ja. Sie fragen, was sie braucht = ja. Im Selbstmitleid versinken = nein.
Für Betroffene fühlt sich so eine Situation ganz anders an als für Angehörige. Frag' Deine Mutter, wie es ihr geht, was sie fühlt, was sie denkt und höre Dir ihre Antworten angstfrei an. Lies ihr was vor, wenn sie das mag. Das ist das, was sie (wahrscheinlich) braucht.
Den Besuch mit einer einer Erkältung würde ich mit dem Arzt besprechen in Bezug auf die Frage wie weit Du Dich ihr nähern kannst. Sie sollte auf jeden Fall mitbekommen, dass Du sie sehen willst. Ansonsten Mundschutz, Desinfektionsmittel, nicht knuddeln.
Wenn Du noch heute emotionale Hilfe brauchst: telefonseelsorge.de/
Kranke merken erfahrungsgemäß selbst sehr gut, wie es um sie steht und ich zumindest mochte es nicht, für blöd verkauft zu werden. Ich hielte es allerdings für besser, wenn Du einigermaßen klar bist, Deine Mutter wird mit dieser Diagnose schon genug innere Verwirrung erleben - ist ja auch schwer, dies zu verarbeiten.
Die Frage lautet also: warum weinst Du soviel? Was sind Deine Bilder von einem Leben im Rollstuhl? Was sind Deine Bilder vom Krebs? Tränen sind Ausdruck von Trauer, Trauern tun wir um einen Verlust: was genau also hast Du verloren? Deine Mutter lebt ja noch. Sie verliert eine Menge: Lebensqualität, Wohlbefinden, Gesundheit, das sind schon harte Veränderungen für sie und Deinen Vater.
Nur, worüber genau vergießt Du Deine Tränen? Ich denke, es wäre ganz gut, wenn Du Dir klarwerden würdest, was genau Deine Gefühle in dieser Situation sind.
Und wenn Deine Mutter für einen Moment alles an die Wand klatschen möchte inclusive ihr eigenes Leben, dann ist das mehr als verständlich und darüber hinaus wäre es ein gutes Zeichen (Wut ist das Trägergefühl für Veränderung
Selbst, wenn sie derzeit resigniert, das darf sie sein. Es heißt ja nicht, dass sie in diesem emotionalen Zustand verbleibt.
Viel Kraft wünsche ich Dir.
Du kannst Deiner Mutter nichts abnehmen. Was Du tun kannst, ist für sie da zu sein. Also bei ihr zu sein.
Als meine Familie an meiner Stelle leiden wollte, weil es für sie ganz schrecklich war, sich vorzustellen, Krebs zu haben, habe ich mir das verbeten. Sie steckten ja nicht in meiner Haut und sie haben ihre eigenen Sorgen (die die um mein Überleben mit einschloss). Sorgen machen = ja. Traurig sein = ja. Hilflos sein und darüber sprechen = ja. Ehrlich sagen, wie es Dir mit der Situation geht = ja. Für sie da sein = ja. Sie fragen, was sie braucht = ja. Im Selbstmitleid versinken = nein.
Für Betroffene fühlt sich so eine Situation ganz anders an als für Angehörige. Frag' Deine Mutter, wie es ihr geht, was sie fühlt, was sie denkt und höre Dir ihre Antworten angstfrei an. Lies ihr was vor, wenn sie das mag. Das ist das, was sie (wahrscheinlich) braucht.
Den Besuch mit einer einer Erkältung würde ich mit dem Arzt besprechen in Bezug auf die Frage wie weit Du Dich ihr nähern kannst. Sie sollte auf jeden Fall mitbekommen, dass Du sie sehen willst. Ansonsten Mundschutz, Desinfektionsmittel, nicht knuddeln.
Wenn Du noch heute emotionale Hilfe brauchst: telefonseelsorge.de/
Kranke merken erfahrungsgemäß selbst sehr gut, wie es um sie steht und ich zumindest mochte es nicht, für blöd verkauft zu werden. Ich hielte es allerdings für besser, wenn Du einigermaßen klar bist, Deine Mutter wird mit dieser Diagnose schon genug innere Verwirrung erleben - ist ja auch schwer, dies zu verarbeiten.
Die Frage lautet also: warum weinst Du soviel? Was sind Deine Bilder von einem Leben im Rollstuhl? Was sind Deine Bilder vom Krebs? Tränen sind Ausdruck von Trauer, Trauern tun wir um einen Verlust: was genau also hast Du verloren? Deine Mutter lebt ja noch. Sie verliert eine Menge: Lebensqualität, Wohlbefinden, Gesundheit, das sind schon harte Veränderungen für sie und Deinen Vater.
Nur, worüber genau vergießt Du Deine Tränen? Ich denke, es wäre ganz gut, wenn Du Dir klarwerden würdest, was genau Deine Gefühle in dieser Situation sind.
Und wenn Deine Mutter für einen Moment alles an die Wand klatschen möchte inclusive ihr eigenes Leben, dann ist das mehr als verständlich und darüber hinaus wäre es ein gutes Zeichen (Wut ist das Trägergefühl für Veränderung
Viel Kraft wünsche ich Dir.
"Das Leben besitzt einen erschreckenden Mangel an Takt. Seine Katastrophen ereignen sich auf unpassende Weise und treffen die falschen Leute." Oscar Wilde
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ABo antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 16:58
- ABo
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11 September 2026
11 September 2026
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vielen dank für die netten worte!
ich denke es ist gerade einfach alles zu viel. es gibt keinen strohhalm mehr. oder vielleicht sieht man ihn momentan auch einfach nicht, ich habe einfach dass gefühl ich krieg nicht mal mehr richtig luft vor lauter anspannung. und dann stelle ich mir vor wie sich meine mutter fühlen muss, und ich würde ihr so gerne was abnehmen von ihrem seelischen schmerz, aber es geht natürlich nicht. und es bricht mir dann das herz wenn sie mich fragt warum sie, ich kann es ihr ja auch nicht sagen.
vorher hatte ich ja noch die hoffnung, dass vielleicht noch 5 jahre oder so, mit chemo und bestrahlung, und hoffentlich noch ein wenig alltag, die hoffnung habe ich jetzt nicht mehr denn ich bin mir ziemlich sicher dass sie sich aufgeben wird, und ich kann ihr nicht helfen.
ich werde am montag nochmal zum arzt gehen, ich habe schon Bromazanil zum Schlafen, nehme Baldrian am Tag aber es hilft eigentlich nicht, ich habe immer weinanfälle. ich bin eh schon ein wenig der labile typ, meine mutter ja auch.
ich hoffe nur dass ein wenig kraft zurückkommt, um ein wenig fassade zu wahren, auch wenn es dahinter ganz anders aussieht.
ich werde gleich mal im krankenhaus anrufen, ich will sie nicht anstecken, und vielleicht ist es wirklcih besser ich nehme vorher etwas ein wenn ich dort hingehe.
danke nochmal für eure worte.
lg Anne
ich denke es ist gerade einfach alles zu viel. es gibt keinen strohhalm mehr. oder vielleicht sieht man ihn momentan auch einfach nicht, ich habe einfach dass gefühl ich krieg nicht mal mehr richtig luft vor lauter anspannung. und dann stelle ich mir vor wie sich meine mutter fühlen muss, und ich würde ihr so gerne was abnehmen von ihrem seelischen schmerz, aber es geht natürlich nicht. und es bricht mir dann das herz wenn sie mich fragt warum sie, ich kann es ihr ja auch nicht sagen.
vorher hatte ich ja noch die hoffnung, dass vielleicht noch 5 jahre oder so, mit chemo und bestrahlung, und hoffentlich noch ein wenig alltag, die hoffnung habe ich jetzt nicht mehr denn ich bin mir ziemlich sicher dass sie sich aufgeben wird, und ich kann ihr nicht helfen.
ich werde am montag nochmal zum arzt gehen, ich habe schon Bromazanil zum Schlafen, nehme Baldrian am Tag aber es hilft eigentlich nicht, ich habe immer weinanfälle. ich bin eh schon ein wenig der labile typ, meine mutter ja auch.
ich hoffe nur dass ein wenig kraft zurückkommt, um ein wenig fassade zu wahren, auch wenn es dahinter ganz anders aussieht.
ich werde gleich mal im krankenhaus anrufen, ich will sie nicht anstecken, und vielleicht ist es wirklcih besser ich nehme vorher etwas ein wenn ich dort hingehe.
danke nochmal für eure worte.
lg Anne
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Lucy antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 15:23
- Lucy
408 Beiträge seit
12 Dezember 2012
12 Dezember 2012
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- Beiträge: 408
Liebe Anne,
Zusammen weinen ist ganz bestimmt OK, mehr als das. Deine Mutter wird sich riesig freuen, ihre Tochter zu sehen, auch und gerade in dieser Situation. Und meistens ist es ja so, auch wenn viel gemeinsam geweint wird, danach geht es dann oft wieder ein Weilchen ein bisschen besser und Kraft kommt zurück. Ich persönlich (als Patientin) finde es viel bedrückender, wenn meine Lieben versuchen, krampfhaft ihren Kummer zu verbergen. Ja, und vielleicht wird es auch so sein, wenn Du nicht fährst, hast die ganze Zeit das Gefühl, Du hättest fahren sollen. So würde es mir glaube ich gehen.
Wegen der Erkältung würde ich aber schon vorher in der Klinik anrufen und fragen, bevor Du Dich auf den doch längeren Weg machst.
Liebe Anne, auch von mir eine große Portion Kraft in Deine Richtung und eine virtuellen Drücker dazu!
LG,
Lucy
Zusammen weinen ist ganz bestimmt OK, mehr als das. Deine Mutter wird sich riesig freuen, ihre Tochter zu sehen, auch und gerade in dieser Situation. Und meistens ist es ja so, auch wenn viel gemeinsam geweint wird, danach geht es dann oft wieder ein Weilchen ein bisschen besser und Kraft kommt zurück. Ich persönlich (als Patientin) finde es viel bedrückender, wenn meine Lieben versuchen, krampfhaft ihren Kummer zu verbergen. Ja, und vielleicht wird es auch so sein, wenn Du nicht fährst, hast die ganze Zeit das Gefühl, Du hättest fahren sollen. So würde es mir glaube ich gehen.
Wegen der Erkältung würde ich aber schon vorher in der Klinik anrufen und fragen, bevor Du Dich auf den doch längeren Weg machst.
Liebe Anne, auch von mir eine große Portion Kraft in Deine Richtung und eine virtuellen Drücker dazu!
LG,
Lucy
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Caro antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 15:19
- Caro
692 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
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- Beiträge: 692
Liebe Anne,
Du solltest Dir unbedingt professionelle Hilfe suchen und wenn Du Dir nur vom Hausarzt ein leichtes Beruhigungsmittel (Lorazepam oder so) verschreiben lässt. Ich finde nicht, dass Du in Gegenwart Deiner Mutter überhaupt nicht weinen sollst, aber nur - das tut ihr sicherlich nicht gut.
Ich habe während der sechs Jahre in der ich meinen LG durch den Kampf gegen das MM begleitet habe, bis zu seinem Tod auch Antidepressiva genommen. Ich hätte sonst die Stärke einfach nicht gehabt alles so zu machen, wie ich es gemacht habe.
Ganz liebe Grüße
Caro
Du solltest Dir unbedingt professionelle Hilfe suchen und wenn Du Dir nur vom Hausarzt ein leichtes Beruhigungsmittel (Lorazepam oder so) verschreiben lässt. Ich finde nicht, dass Du in Gegenwart Deiner Mutter überhaupt nicht weinen sollst, aber nur - das tut ihr sicherlich nicht gut.
Ich habe während der sechs Jahre in der ich meinen LG durch den Kampf gegen das MM begleitet habe, bis zu seinem Tod auch Antidepressiva genommen. Ich hätte sonst die Stärke einfach nicht gehabt alles so zu machen, wie ich es gemacht habe.
Ganz liebe Grüße
Caro
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joseph antwortete auf Kraft
04 Okt. 2014 14:34
- joseph
0 Beiträge seit
11 September 2026
11 September 2026
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Hallo Anne
Das sind schlimme Nachrichten, die nicht einfach weg zu stecken sind und die einen Angehörigen fertig machen
Es kann sein, dass deiner Mutter in Richtung Teilgenesung nicht mehr geholfen werden kann, du solltest versuchen, dieses nicht offen zu tragen.
Sie wird mit Sicherheit verstehen, wenn du weinst, es wäre unlogisch wenn das Weinen nicht der Fall wäre.
Wir Patienten habens etwas leichter mit unserer Krankheit umzugehen, Angehörige leiden oft viel mehr
Drück deine Mam ganz fest und geniesse die schmerzfreien Momente, mehr kannst du nicht tun, ausser bei ihr sein.
Man verliert nicht gerne einen geliebten Menschen, aber mit dem Gedanken muss man sich schon befassen
Ich schick dir etwas Kraft
Joseph
Das sind schlimme Nachrichten, die nicht einfach weg zu stecken sind und die einen Angehörigen fertig machen
Es kann sein, dass deiner Mutter in Richtung Teilgenesung nicht mehr geholfen werden kann, du solltest versuchen, dieses nicht offen zu tragen.
Sie wird mit Sicherheit verstehen, wenn du weinst, es wäre unlogisch wenn das Weinen nicht der Fall wäre.
Wir Patienten habens etwas leichter mit unserer Krankheit umzugehen, Angehörige leiden oft viel mehr
Drück deine Mam ganz fest und geniesse die schmerzfreien Momente, mehr kannst du nicht tun, ausser bei ihr sein.
Man verliert nicht gerne einen geliebten Menschen, aber mit dem Gedanken muss man sich schon befassen
Ich schick dir etwas Kraft
Joseph
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