bernd antwortete auf Zeit sich vorzustellen...
07 Juni 2010 17:24
- bernd
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo Karsten,
deine Geschichte kommt mir so bekannt vor, als wenn es meine wäre.
Auch ich hatte vor etwa 10 Jahren Probleme mit dem Cholesterin.
Auch ich bin mein Leben lang als Ausdauerläufer durch die heimischen Wälder gerannt. Auch bei mir gab es dann 2001 einen Einbruch des Hb-Wertes von 14 auf 12. Jetzt kommt mir natürlich auch die Frage in den Sinn, ob wir durch ständiges, intensives Ausdauertraining unsere Leistungsgrenzen permanent überzogen und somit unser Immunsystem geschwächt haben. Wenn dann noch ein stressiger Job oder ein persönliches Problem dazu kommt, kann es schon sein, dass die latent lauernden Tumorzellen explodiert sind.
Aber an mir kannst du auch sehen, dass die Lebenserwartung sich nicht nur auf 5-6 Jahre bezieht. Ich bin 2003 diagnostiziert, habe 2006 eine Tandem-Stammzellentherapie erhalten und bin heute noch in partieller Remission. Ich lauf-walke immer noch gerne, aber nie mehr so intensiv und immer hübsch unterhalb der Leistungsgrenze (3xdie Woche), trinke täglich meinen grünen Tee und nehme Weihrauch , obwohl ich noch nicht überzeugt bin, ob das hilft.
Ansonsten esse ich alles, was mir schmeckt und dazu gehören auch Vollkornprodukte, Obst , Salat und Gemüse. Alkohol nur hin und wieder bei Gelegenheit.
Wichtig ist, dass wir viel trinken (bis 3 Liter am Tag), um unsere Nieren zu entlasten.
Kalziumreiche Ernährung und Aufenthalt an der Sonne (Vitamin D)
sind zusätzlich empfehlenswert.
Dir stehen eine Reihe von Therapieoptionen zur Verfügung, die du am besten mit deinem Onkologen erörterst.
Du siehst, selbst für MM-Patienten ist noch nichts verloren, wenngleich die Krankheit natürlich besch... ist!
Für dich alles Gute, und wenn du dich mal psychisch nicht so gut fühlst, schnüre deine Laufschuhe!
Gruß von deinem Mitläuferkollegen
bernd
deine Geschichte kommt mir so bekannt vor, als wenn es meine wäre.
Auch ich hatte vor etwa 10 Jahren Probleme mit dem Cholesterin.
Auch ich bin mein Leben lang als Ausdauerläufer durch die heimischen Wälder gerannt. Auch bei mir gab es dann 2001 einen Einbruch des Hb-Wertes von 14 auf 12. Jetzt kommt mir natürlich auch die Frage in den Sinn, ob wir durch ständiges, intensives Ausdauertraining unsere Leistungsgrenzen permanent überzogen und somit unser Immunsystem geschwächt haben. Wenn dann noch ein stressiger Job oder ein persönliches Problem dazu kommt, kann es schon sein, dass die latent lauernden Tumorzellen explodiert sind.
Aber an mir kannst du auch sehen, dass die Lebenserwartung sich nicht nur auf 5-6 Jahre bezieht. Ich bin 2003 diagnostiziert, habe 2006 eine Tandem-Stammzellentherapie erhalten und bin heute noch in partieller Remission. Ich lauf-walke immer noch gerne, aber nie mehr so intensiv und immer hübsch unterhalb der Leistungsgrenze (3xdie Woche), trinke täglich meinen grünen Tee und nehme Weihrauch , obwohl ich noch nicht überzeugt bin, ob das hilft.
Ansonsten esse ich alles, was mir schmeckt und dazu gehören auch Vollkornprodukte, Obst , Salat und Gemüse. Alkohol nur hin und wieder bei Gelegenheit.
Wichtig ist, dass wir viel trinken (bis 3 Liter am Tag), um unsere Nieren zu entlasten.
Kalziumreiche Ernährung und Aufenthalt an der Sonne (Vitamin D)
sind zusätzlich empfehlenswert.
Dir stehen eine Reihe von Therapieoptionen zur Verfügung, die du am besten mit deinem Onkologen erörterst.
Du siehst, selbst für MM-Patienten ist noch nichts verloren, wenngleich die Krankheit natürlich besch... ist!
Für dich alles Gute, und wenn du dich mal psychisch nicht so gut fühlst, schnüre deine Laufschuhe!
Gruß von deinem Mitläuferkollegen
bernd
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Margret antwortete auf Zeit sich vorzustellen...
07 Juni 2010 14:38
- Margret
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Karsten schrieb: Auf was für Lebensmittel sollte ich verzichten?
Hallo Karsten,
willkommen im "Club".
Wieso glaubst du, dass du auf irgendwas verzichten solltest?
Das hängt davon ab, wie gut du die Behandlungen verträgst, wie gut und wie lange die HD/SZT wirkt und wie gut sich die vorhandenen Skelettschäden reparieren lassen. Eine Fernbeurteilung ist hier im Forum kaum möglich. Aber das MM ist kein Schnupfen, bei dem man nach ein paar Tagen wieder fit ist. Je nach Behandlungskonzept musst du schon mit vielen Wochen bis Monaten rechnen. Das ist aber ziemlich egal - wichtig ist, dass du das beste nur mögliche Ergebnis bekommst. Alles andere findet sich dann schon.Karsten schrieb: Wie lange muß ich rechnen bis ich meine Arbeit wieder aufnehmen kann?
Klare Antwort: Nein.Karsten schrieb: Vorige Woche hat hier jemand geschrieben das es sich ganz gut mit der Krankheit leben lässt.Lässt sich das verallgemeinern?
Ebenso klar: Ja. (Es wäre ja auch schrecklich, wenn wir alle keine Individuen mehr wären, sondern ein gut kalkulierbarer "Einheitsbrei".Karsten schrieb: Ist denn wirklich jeder Patient so individuell wie diese beiden Äußerungen zeigen?
Karsten, du hast aufgrund deines noch jungen Alters und deiner guten körperlichen Gesamtverfassung beste Chancen, mit dem MM noch lange und bei guter Qualität zu leben. Garantien gibt es aber nicht - übrigens auch nicht für die Gesunden...
Also Kopf hoch, Nase in den Wind. Du schaffst das!
Alles Gute und liebe Grüße,
Margret
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Zeit sich vorzustellen... wurde erstellt von Karsten
07 Juni 2010 14:03
- Karsten
-
Autor
483 Beiträge seit
22 April 2010
22 April 2010
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- Beiträge: 483
Hallo,
nachdem ich mich Mitte April hier im Forum angemeldet habe und als Leser jede Menge motivierende aber ebensoviele schlimme Berichte gelesen habe möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich heiße Karsten bin Silvester 1965 geboren und lebe in Sachsen-Anhalt in der Nähe der Grenze zu Thüringen.(Nordhausen).
Bis Ende Februar diesen Jahres gab es körperlich keine Beschwerden,weder Magenschmerzen kaum Erkältungen noch sonst ein Zipperlein,geschweige denn Rückenschmerzen.
Diesen top-Zustand habe ich,das zumindest glaube ich, meinen Ausdauersport zu verdanken den ich bis dahin 5xWöchentlich mind.1 Stunde betrieben habe.Egal ob Sommer oder Winter nichts konnte mich von meinen Laufeinheiten abhalten.Um meinen Leistungsstand zu überprüfen nahm ich gelegentlich an Volkssportläufen bis hin zum Halbmarathon teil.
Vor ca. 5 Jahren stellte mein Hausarzt fest das mein gutes HDL Cholesterin zu gering sei und das Verhältnis gutes und böses Cholesterin nicht ins Schema der Cholesterinliga passe.
Er verschrieb mir Ch.-Senker die ich brav einnahm und die nachfolgenden Blutuntersuchungen zeigten das das HDL zwar nicht anstieg jedoch das Verhältnis HDL/LDL war jetzt in Ordnung.
So allmählich ging es unmerklich mit meinen sportlichen Leistungen bergab was ich jedoch meinen fortschreitendem Alter zuschrieb.
Es ging ja immer nur um Sekunden pro.Km.
Was ich und mein Dok.nicht zur Kenntnis nahmen war das der Hb-Wert von anfänglich 14,6g/dl auf zuletzt 12,8 fiel.
Daraufhin haben wir auf mein drängen die Senker wieder abgesetzt.
Anfang März quälte mich ständig ein stechen im Rücken und ich ging zu einem Chierotherapeuten der mich einrenkte was jedoch nicht lange anhielt und der Schmerz war wieder da.
Ein paar Tage später zog ich mir die Schuhe an und es gab einen heftigen Schlag in meinem Rücken der mich zusammensacken ließ.
Es wurde einige Tage konventionell behandelt aber es wurde nicht besser.Ein MRT bracht zum Vorschein das ich einen Deckplatteneinbruch im LWK-4 hatte.
Im KKH wurde dann die Vermutung auf ein Plasmozytom geäußert was sich, im Stadium 3-A , bestätigte.
Anfangs habe ich im Internet viel gelesen,aber die vielen schlechten Prognosen der Lebenserwartungen usw. haben mich Nachts nicht schlafen lassen.Auch bei Wikipedia ist ja die durchschnittliche Lebenserwartung nur mit 5 Jahren angegeben.
Mittlerweile habe ich mehr Hoffnung auch wenn meine Ausgangslage nicht mehr viel schlechter sein kann.
Es wurde sofort begonnen mit 8 Behandlungen Velcade entgegenzusteuern.(7 Beh. sind vorbei)Nebenwirkungen sind keine aufgetreten.Zur Knochenstärkung bekomme ich Pamifos,alle 4 Wochen.
Am kommenden Donnerstag bekomme ich die letzte Behandlung und einen Termin für das Transplantationszentrum Leipzig in dem ich mich vorstellen soll.
Es ist eine Hochdosischemo mit autologer SZT geplant.
Was mich interessiert,gibt es jemanden hier im Forum der zu den wenigen gehört(die soll es ja wirklich geben) die komplett geheilt werden konnten?
Auf was für Lebensmittel sollte ich verzichten?
Wie lange muß ich rechnen bis ich meine Arbeit wieder aufnehmen kann?
Vorige Woche hat hier jemand geschrieben das es sich ganz gut mit der Krankheit leben lässt.Lässt sich das verallgemeinern?
Ein anderer schreibt sein Vater sei 1 Jahr nach der Diagnose im Stadium 2-A verstorben.
Ist denn wirklich jeder Patient so individuell wie diese beiden Äußerungen zeigen?
Beste Grüße
Karsten
nachdem ich mich Mitte April hier im Forum angemeldet habe und als Leser jede Menge motivierende aber ebensoviele schlimme Berichte gelesen habe möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich heiße Karsten bin Silvester 1965 geboren und lebe in Sachsen-Anhalt in der Nähe der Grenze zu Thüringen.(Nordhausen).
Bis Ende Februar diesen Jahres gab es körperlich keine Beschwerden,weder Magenschmerzen kaum Erkältungen noch sonst ein Zipperlein,geschweige denn Rückenschmerzen.
Diesen top-Zustand habe ich,das zumindest glaube ich, meinen Ausdauersport zu verdanken den ich bis dahin 5xWöchentlich mind.1 Stunde betrieben habe.Egal ob Sommer oder Winter nichts konnte mich von meinen Laufeinheiten abhalten.Um meinen Leistungsstand zu überprüfen nahm ich gelegentlich an Volkssportläufen bis hin zum Halbmarathon teil.
Vor ca. 5 Jahren stellte mein Hausarzt fest das mein gutes HDL Cholesterin zu gering sei und das Verhältnis gutes und böses Cholesterin nicht ins Schema der Cholesterinliga passe.
Er verschrieb mir Ch.-Senker die ich brav einnahm und die nachfolgenden Blutuntersuchungen zeigten das das HDL zwar nicht anstieg jedoch das Verhältnis HDL/LDL war jetzt in Ordnung.
So allmählich ging es unmerklich mit meinen sportlichen Leistungen bergab was ich jedoch meinen fortschreitendem Alter zuschrieb.
Es ging ja immer nur um Sekunden pro.Km.
Was ich und mein Dok.nicht zur Kenntnis nahmen war das der Hb-Wert von anfänglich 14,6g/dl auf zuletzt 12,8 fiel.
Daraufhin haben wir auf mein drängen die Senker wieder abgesetzt.
Anfang März quälte mich ständig ein stechen im Rücken und ich ging zu einem Chierotherapeuten der mich einrenkte was jedoch nicht lange anhielt und der Schmerz war wieder da.
Ein paar Tage später zog ich mir die Schuhe an und es gab einen heftigen Schlag in meinem Rücken der mich zusammensacken ließ.
Es wurde einige Tage konventionell behandelt aber es wurde nicht besser.Ein MRT bracht zum Vorschein das ich einen Deckplatteneinbruch im LWK-4 hatte.
Im KKH wurde dann die Vermutung auf ein Plasmozytom geäußert was sich, im Stadium 3-A , bestätigte.
Anfangs habe ich im Internet viel gelesen,aber die vielen schlechten Prognosen der Lebenserwartungen usw. haben mich Nachts nicht schlafen lassen.Auch bei Wikipedia ist ja die durchschnittliche Lebenserwartung nur mit 5 Jahren angegeben.
Mittlerweile habe ich mehr Hoffnung auch wenn meine Ausgangslage nicht mehr viel schlechter sein kann.
Es wurde sofort begonnen mit 8 Behandlungen Velcade entgegenzusteuern.(7 Beh. sind vorbei)Nebenwirkungen sind keine aufgetreten.Zur Knochenstärkung bekomme ich Pamifos,alle 4 Wochen.
Am kommenden Donnerstag bekomme ich die letzte Behandlung und einen Termin für das Transplantationszentrum Leipzig in dem ich mich vorstellen soll.
Es ist eine Hochdosischemo mit autologer SZT geplant.
Was mich interessiert,gibt es jemanden hier im Forum der zu den wenigen gehört(die soll es ja wirklich geben) die komplett geheilt werden konnten?
Auf was für Lebensmittel sollte ich verzichten?
Wie lange muß ich rechnen bis ich meine Arbeit wieder aufnehmen kann?
Vorige Woche hat hier jemand geschrieben das es sich ganz gut mit der Krankheit leben lässt.Lässt sich das verallgemeinern?
Ein anderer schreibt sein Vater sei 1 Jahr nach der Diagnose im Stadium 2-A verstorben.
Ist denn wirklich jeder Patient so individuell wie diese beiden Äußerungen zeigen?
Beste Grüße
Karsten
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