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Silly antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
27 Juni 2020 20:09
  • Silly
  • Autor
  • 38 Beiträge seit
    25 Juli 2019
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Hallo Markus, danke für deine ausführliche Antwort. Die mir sehr geholfen hat die Zusammenhänge besser zu verstehen und einzuordnen. Beim nächsten Termin bei meinem Onkologen werde ich ihn auch noch einmal gezielter zu dem Sachverhalt befragen. Dank deiner Antwort kann ich mich ja nun gut darauf vorbereiten. Ich bin jedenfalls froh und dankbar, dass es die Möglichkeit des Austausches in diesem Forum gibt.

Liebe Grüße Silja

Rosin.79 antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
27 Juni 2020 18:02
  • Rosin.79
  • 31 Beiträge seit
    20 März 2019
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Hallo Markus.
Hab da noch mal eine Frage zu diesen Eiweißwerten. Ist es dann auch so das das Gesamteiweiß ansteigt wenn der M-gradient steigt? Ich seh da nicht durch. Das Albumin in der Elektrophorese sinkt immer weiter bei mir und Albumin im Serum liegt jetzt bei 3,3 aber das Gesamteiweiß ist immer im Normbereich. Ich verstehe da die Zusammenhänge nicht bei den Werten.
Lg Ricarda

klein Grisu antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
27 Juni 2020 13:48
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
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Hallo Silja

Als M-Protein werden die Immunglobuline bezeichnet die von erkrankten monoklonalen Stamzellen produziert werden und und nichts anderes als Eiweißschrott sind. Die Maßeinheit für das M-Protein ist g/l

Bei Dir wurde ein IGG Kappa diagnostiziert = Das gebildete M-Protein ist fehlerhaftes IGG.
Der bei Dir im Blutbild gemessene IGG Wert enthält sowohl gesundes IGG als auch M-Protein.

Der M-Gradient ist das Verhältnis vom M-Protein zum Gesamteiweiß, die Maßeinheit für den M-Gradienten ist % (du hast g/l geschrieben). Der Gradient hängt von den absolut Werten des M-Proteins aber auch des Absolutwerts vom Eiweißes ab

Wie schon gesagt kann das M-Protein bzw der M-Gradient nicht direkt gemessen werden sondern wird per grafischer Methode aus der Elektrophoresekurve ermittelt. Eine Unterscheidung gutes Eiweiß/böses Eiweiß ist bei niedriger Tumorlast allerdings schwierig, die Folge der M-Gradient wird ungenau.

Von daher sind bei Dir für den Anstieg des M-Gradienten sowohl der„regelgerechte“ Anstieg des IGG-Werts nach der SZT + das Absinken des gesamt Eiweiß, als auch ein Fortschreiten der Krankheit mögliche Ursachen.

Ein erfahrener Arzt könnte vielleicht durch Betrachtung des Kurvenverlaufs eine der Ursachen favorisieren, ansonsten heißt es weiter beobachten.

@Nicole: Rezidiv oder Progress - wir wussten ja was gemeint war = Haarespalten triffts ;-)
=> sollten wir in Siljas Thread nicht unbedingt weiter thematisieren

Sonnige Grüße

Markus

Logopädin antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
26 Juni 2020 20:11
  • Logopädin
  • 422 Beiträge seit
    06 Februar 2016
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Hallo Silja, Hallo Markus,
ich ärgere mich häufig darüber, dass in diesem Forum Rezidiv und Krankheitsprogression
durcheinander geworfen werden - was dann auch schon mal zu Missverständnissen führen kann...
Ein Rezidiv ist ein Krankheitsrückfall nach einer kompletten Gesundung - das setzt demnach eine
CR ( Komplettremission ) voraus.
Alles Andere ist eine Krankheitsprogression. Wer also eine VgPR ( sehr gute Teilremission ) erreicht ,
hat eben keine komplette Remission und kann daher auch kein Rezidiv entwickeln.
Warum das mehr als Haarspalterei ist ?
Ganz einfach - ein Rezidiv nach nur ein paar Monaten ist tatsächlich sehr unwahrscheinlich, denn eine CR
hält in der Regel mehrere Jahre.
Eine Krankheitsprogression jedoch ist nicht gleichermaßen unwahrscheinlich, sondern kommt häufiger vor. Das Myelom ist
ja eben nicht weg, sondern es sind noch Krebszellen nachweisbar und die können sich durchaus wieder klonen und klonen und klonen...
Liebe Silja, von einem Rezidiv wird man bei dir also sowieso nicht sprechen, sondern von einer Krankheitsprogression.
Solange die Werte noch in der Norm sind, dürfte das aber - nach meinem laienhaften Verständnis - nicht als Progression gewertet werden.
Und selbst wenn eine solche da wäre - was nicht sein muss - könnte es noch lange dauern, bis wieder behandelt werden muss. Das hängt von dem Knochenzustand und anderen Blutwerten ab, aber das muss ein Hämatologe beurteilen.
Mir erscheint dein HB etwas niedrig, aber wenn es deinen Onkologen nicht stört, dann ist das wohl o.k.
Liebe Silja, die Werte schwanken schon mal. Das hat nicht unbedingt was zu bedeuten.
Ansonsten kenne ich mich mit M-Gradient nicht aus, da die Leichtkettenmyelome keinen ausbilden. Ich habe demnach keinen...
Das wissen die Schwerketten-Leute besser.
Liebe Grüße
Nicole

Silly antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
26 Juni 2020 14:50
  • Silly
  • Autor
  • 38 Beiträge seit
    25 Juli 2019
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Hallo Markus,

danke für deine Antwort und auch den Link zum Beitrag von Jo. Ich hoffe jetzt einfach, das der Anstieg kein Rezidiv bedeutet.
Da ja, der M-Gradient Bestandteil des IGG ist, habe mir auch noch mal genau meine Entwicklung der Werte angeschaut.
Die sieht seit der SZT folgendermaßen aus:
IGG 5,33 g/l (Ende April) 5,0 g/l (Ende Mai) 7,5 g/l (Ende Juni)
Eiweiß 64,7 g/l 65,1 g/l 60,0 g/l
M-Gradient 4,2 g/l 4,1 g/l 6,0 g/l
LK Kappa 1,5 mg/l 5,1 mg/l 7,3 mg/l
LK Lambda 1,5 mg/l ? 8,9 mg/l
HB 7,94 mmol/l 7,7 mmol/l 8,1 mmol/l
Wenn ich es richtig verstanden habe ist der M-Gradient ja Teil des IGG. Da dieses ja nun seit der letzten Blutuntersuchung in den Normbereich gestiegen ist, kann es ja dann wahrscheinlich auch sein, das dies ein Ansteigen des M-Gradienten nach sich zieht, zumindest sieht es in Betrachtung der Werte so aus. Berichtige mich bitte, wenn ich das falsch interpretiere.
Ab wann spricht man eigentlich von einem Rezidiv, schon bei einem Anstieg der Werte innerhalb des Referenzbereiches oder erst bei Werten außerhalb dessen?
Vielleicht kannst du mir das oder ein anderes Forumsmitglied ja auch beantworten. Das würde mir sicher sehr helfen.

Liebe Grüße
Silja

klein Grisu antwortete auf M-Gradient steigt schon wieder
25 Juni 2020 23:50 - 25 Juni 2020 23:58
  • klein Grisu
  • 435 Beiträge seit
    23 Dezember 2016
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Hallo Silly

Im Moment kann dir niemand mit Sicherheit sagen es ist so oder so.
Ganz ausschließen kann man ein Rezidiv nicht, die Wahrscheinlichkeit spricht allerdings dagegen.

Drei Gründe die gegen ein Rezidiv sprechen:
- Du hattest erst im März deine 2. SZT. Dein Knochemark und die körpereigene Eiweißproduktion wurde durch die Hochdosis zerstört und muss sich erst aufbauen. Das passiert nicht innerhalb weniger Wochen und sondern braucht seine Zeit. Hierbei kann auch der M-Gradient wieder etwas ansteigen.
- Der M-Gradient ist nicht direkt messbar, sondern wird mittels grafischer Verfahren aus der Elektrophoresekurve ermittelt. Insbesondere bei niedrigem M-Gradienten kann es zu Abweichungen kommen. Unser Mitforist Jo hat dies vor einem Jahr mal thematisert www.myelom.org/forum/therapien/4242-fehl...dienten.html?start=0
- Deine anderen Werte (IGG, Leichtketten) sind im Normbereich und die sind genauso relevant für die Beurteilung wie der M-Gradient

Letztendlich musst Du abwarten , ob eine steigende Tendenz vorliegt oder nicht.

Sonnige Grüße

Markus
Letzte Änderung: 25 Juni 2020 23:58 von klein Grisu.