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Gordon_Bloeh antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
26 Feb. 2018 18:36
  • Gordon_Bloeh
  • 219 Beiträge seit
    03 April 2016
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leopoldi schrieb: Hallo,

m.aerzteblatt.de/news/32853.htm

Der Artikel ist nicht aktuell, den habe ich auf die Schnelle gefunden. Aus unserer Erfahrung mit G-CSF stehe ich den Wachstumsfaktoren äußerst kritisch gegenüber. Auch kenne ich die Risiken der Bluttransfusionen.
Ärzte sind da geteilter Meinung und ich bin nicht immer davon überzeugt, dass das was geraten wird nach der Weisheit letztem Schluss das Optimum ist.

Nur soviel vielleicht auch an der Stelle für die Allgemeinheit. Uns gegenüber wurde lange behauptet, eine Stimulation von Myelomzellen durch G-CSF sei ausgeschlossen, weil G-CSF nur Granulozyten stimuliere, die zur Reihe der T-Lymphozyten gehören. Damit wollte man eine Vermehrung von B-Zellen ausschließen. Für gesunde Zellen ist dies wahrscheinlich zutreffend.
Habe nun eine schriftliche Erklärung eines Professors der Hämatologie. Entartete B-Zellen - wie sie beim Multiplen Myelom bzw der MGus vorliegen - haben zum Teil G-CSF-Rezeptoren und sprechen deswegen, anders als die Medizin das vorsieht, auf G-CSF an.
Deswegen lehnen wir das Zeug ab, wann immer es irgendwie umgänglich ist.

Liebe Grüße
Monika


Der Artikel ist aus dem Jahr 2008, also tatsächlich nicht sehr aktuell und somit höchstwahrscheinlich veraltet und kontraproduktiv für uns.

Da nach 20 Zyklen Revlimid dies bei mir in seiner Wirkung nachgelassen hat, nehme ich zusätzlich 4 mg NINLARO.
Die Blutwerte sind sofort in den Keller gerasselt [Erytrozyten 2.36 (4.3 - 5,31), HB 7,8 g/dl (12,3 - 17,7), Leuko 2,9 G/L (4 - 10), Thromb 56t (135t - 350t).
Deshalb wurde mir Ratiograstim (G-CSF) 48 Mio E 0,8L 2xwöchentl. und EPO 40000 E 1 x wöchentl. verschrieben.
Ich habe meinen Onkologen im Wilhelminenspital Wien auf das von Euch angeführte Problem angesprochen und er hat gesagt, dass neuere Studien ergenben haben: "Wenn das Myelom therapiert wird, haben diese Medikamente keine stimulierende Wirkung auf das Myelom".
Da das Wilhelminen Krebsforschungsinstitut in der Myelomforschung weltweit anerkannt ist, nehme ich an, dass man mir keinen Blödsinn erzählt hat.
Ich mußte keine Therapiepause machen und das heutige Blutbild hat gezeigt, dass die Blutwerte wieder leicht steigend sind.
Gruß Henry (vulgo Gordon)

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!

leopoldi antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
18 Feb. 2018 23:17
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo,

m.aerzteblatt.de/news/32853.htm

Der Artikel ist nicht aktuell, den habe ich auf die Schnelle gefunden. Aus unserer Erfahrung mit G-CSF stehe ich den Wachstumsfaktoren äußerst kritisch gegenüber. Auch kenne ich die Risiken der Bluttransfusionen.
Ärzte sind da geteilter Meinung und ich bin nicht immer davon überzeugt, dass das was geraten wird nach der Weisheit letztem Schluss das Optimum ist.

Nur soviel vielleicht auch an der Stelle für die Allgemeinheit. Uns gegenüber wurde lange behauptet, eine Stimulation von Myelomzellen durch G-CSF sei ausgeschlossen, weil G-CSF nur Granulozyten stimuliere, die zur Reihe der T-Lymphozyten gehören. Damit wollte man eine Vermehrung von B-Zellen ausschließen. Für gesunde Zellen ist dies wahrscheinlich zutreffend.
Habe nun eine schriftliche Erklärung eines Professors der Hämatologie. Entartete B-Zellen - wie sie beim Multiplen Myelom bzw der MGus vorliegen - haben zum Teil G-CSF-Rezeptoren und sprechen deswegen, anders als die Medizin das vorsieht, auf G-CSF an.
Deswegen lehnen wir das Zeug ab, wann immer es irgendwie umgänglich ist.

Liebe Grüße
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

Politoduro antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
13 Feb. 2018 17:42
  • Politoduro
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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Besonderer Dank an alle die mir geantwortet haben

und Dank an alle die sich dafür interessiert haben

Bei meinem nächsten Aufenthalt im Krankenhaus werde ich noch mal mit den behandelnden Ärzten darüber sprechen. Der Aufenthalt ist nicht mehr weit weg morgen am 14.02. ist Staging. Ab 26.02. Stationär zur nächsten Autologen Stammzellen Transplantation.
Es war doch interessant das für und wieder durch eine andere Sicht zu erfahren.

Herzliche Grüße an alle.

Politoduro

Ado antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
12 Feb. 2018 13:08
  • Ado
  • 62 Beiträge seit
    21 August 2016
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Hallo,
Forschungsergebnisse geben einen Hinweis darauf, dass die Epo-Gabe einen positiven Effekt in der MM-Behandlung zeigt:
"Taken together, our data demonstrate that Epo's impact extends well beyond erythropoiesis. The administration of rHuEpo may be considered as an adjunct treatment to specific anti-MM therapy in cases which require elevation of the erythrocyte counts and an enhancement of the immune system. Yet, a bone protection regimen (bisphosphonates?) should be considered."
aus: www.bloodjournal.org/content/120/21/5013?sso-checked=true

Wohl ist die körpereigene Epo-Produktion im Rahmen der MM-Erkrankung gestört:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15735535

Herzliche Grüße
Klaus

gex antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
12 Feb. 2018 10:28
  • gex
  • 592 Beiträge seit
    15 Juni 2016
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Hallo Politoduro, ein Patient aus unserer Selbsthilfegruppe hatte genau das gleiche Problem und Anliegen. Seine niedergelassene Hämotologin behandelte seine immer wieder stärker werdende Anämie mit Blutkonserven. Einmal im Jahr geht er zum MM-spezialisten an der Uniklinik und fragte dort dann nach Alternativen. Der MM-spezialist zückte ohne Zögern den Rezeptblock und schrieb ihm ein EPO Medikament auf. Auf die Frage, warum denn die Hämotologin nicht auf diese Alternative gekommen sei, kam die augenzwinkernde Antwort, niedergelassene Hämotologen hätten manchmal halt anders gelagerte Interessen.
Im Klartext: eine Bluttransfusion eröffnet bessere Abrechnungsmöglichkeiten als das Verschreiben eines Medikaments. Manchmal ist es so simpel mit den angebotenen Therapieoptionen.
Die Frage, ob Blutkonserven oder EPO besser oder gefährlicher ist, ist damit aber nicht geklärt. Offenbar gibt es keine objektiv belastbare Präferenz für das eine oder andere. In diesem Fall zog der Patient den Komfort eines Medikaments der zeitraubenden Bluttransfusion vor. Als MM-Patient verbringt man ja allzuviel Lebenszeit am Tropf.
Sprich die Alternative EPO mal bei deinem Arzt an, vielleicht sagt er ja spontan okay. Sonst ggf Zweitmeinung einholen.
Alles Gute Gex

Diagnose Smoldering MM 01/14, IgG lambda, FISH t(11;14)
Erste Therapie ab 04/19: Isatuximab + VRd -> PR erreicht
09/20 HD/aSZT sehr gut vertragen und VGPR, danach keine Erhaltungstherapie
Anfang 2023 Rezidiv mit Rippenbrüchen und Osteolyse Schlüsselbein
seit 06/23 Pomalidomid +Dex, wieder PR

Mapoli antwortete auf Bluttransfusionen bie MM
09 Feb. 2018 22:05
  • Mapoli
  • 1736 Beiträge seit
    18 Juni 2011
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Hallo Politoduro,

was sagt denn dein Hämatologe zu Deiner Frage? Ich habe mir selber auch schon viel Gedanken dazu gemacht. Genau wie Joseph schreibt, habe ich mir Sorgen wegen der eventuellen Anstachelung des Myeloms beim EPO gemacht. Andererseits sind Blutübertragungen ja auch nicht dauerhaft zu geben. Auch die Ärzte sind sich da nicht einig.
Bekommst Du denn keine sonstige Behandlung gegen das Myelom?

Liebe Grüße
Ma