Juno antwortete auf Könnte das MM sein? Frau von Neffen 35J
02 Nov. 2014 12:28
- Juno
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo zusammen,
vielen Dank für das Willkommenheißen:)
Beim Du-bleiben erlebe ich auch als gute Sache!
Da ich für eine dritte Person hier schreibe, habe ich sowohl meinen Namen, wie auch den der Frau meines Neffen, nicht genannt; sie heißt hier Maria.
@Bernhard: ja, es sieht wirklich besorgniserregend aus
Jetzt wird sie noch von der nephrologischen Abteilung der Klinik ambulant / teilstationär betreut.
Anfangder Woche werden die Befunde der Knochenmarksbiopsie erwartet.
@joseph: CT und MRT wurden noch nicht gemacht. Wie gesagt, die Nephrologen haben nach der Ursache der Nierehninsuffizienz geschaut, haben nach der Nierenbiopsie ziemlich zeitnah die Knochenmarksbiopsie veranasst (war am Donnerstag).
Was ich immer noch nicht verstehe sind die Bezeichnungen C1, C2, C3 im Befund der Nierenbiopsie, die ich in meinem Eingangspost beschrieben hatte.
Den Zusammenhang mit dem HWS (C = Cervical spine) kann eigentlich hier nicht gestellt werden...?
Ich habe jetzt Blut- und Urinwerte vorliegen (die nach Diuretikum wohl "etwas" besser ausfallen):
Urin-Chemie-Spontanurin:
Protein: 2253 mg/l (Normalwert: < 150)
Protein-Kreatinin-Quotient: 298.8 mg/mmol (<15)
Albumin im Urin: 3231.5 mg/l (+)
24h-Menge im Urin in ml
Protein/24h: 2829 mg/24h
Albumin/24h: 2604.32 mg/24h
Kreatinin/24h: 7.1 mmol/24h
Kreatinin Clearence: 30 ml/min (Normalwert 71-151)
aktuelles Blutbild /Hämatogram
(hier gebe ich nur die "auffäligen" Werte ein)
Hb: 9,9 g/dl
HK: 30 %
Ery: 3,43
Lymphozyten: 1.12
Klinische Chemie:
Kalium: 4.7 mmol/L (3.4-4.6)
Natrium: 133 mmolL (135-145)
LDH: 520 U/L (232-430)
Ferritin Cobas: 230 ng/ml (13-150)
Leberwerte. Pankreasenzyme im Normbereich!
Ich finde leider keinen Hinweis darauf, dass eine Eiweß-Elektrophorese gemacht wurde.
Die Laborwerte habe als Foto per Handy gesendet bekommen.
Wie schon von Euch festgestellt, meine ich auch , dass vieles auf MM hindeutet
Was sagt Ihr zu den Laborwerten (Urin/Blut)?
Super wäre es wenn sich Schweizer MM-ler melden würden.
Ich würde der Maria und ihrer Familie gerne Tipps weitergeben.
Natürlich habe ich sozialrechtliche Fragen: was passiert bei Lohnausfall?
Wo gibt es welche Art von Hilfen? (Kinderbetreuung wird echt teuer, wenn Maria, die Teilzeit arbeitet ausfällt)
Ich weiß nur, dass in der Schweiz "alles" anders geregelt ist...aber wie?
Es ist schön, dass es dieses Forum gibt! Ich bin wirklich sehr beeindruckt
Liebe Grüße
Juno
vielen Dank für das Willkommenheißen:)
Beim Du-bleiben erlebe ich auch als gute Sache!
Da ich für eine dritte Person hier schreibe, habe ich sowohl meinen Namen, wie auch den der Frau meines Neffen, nicht genannt; sie heißt hier Maria.
@Bernhard: ja, es sieht wirklich besorgniserregend aus

Jetzt wird sie noch von der nephrologischen Abteilung der Klinik ambulant / teilstationär betreut.
Anfangder Woche werden die Befunde der Knochenmarksbiopsie erwartet.
@joseph: CT und MRT wurden noch nicht gemacht. Wie gesagt, die Nephrologen haben nach der Ursache der Nierehninsuffizienz geschaut, haben nach der Nierenbiopsie ziemlich zeitnah die Knochenmarksbiopsie veranasst (war am Donnerstag).
Was ich immer noch nicht verstehe sind die Bezeichnungen C1, C2, C3 im Befund der Nierenbiopsie, die ich in meinem Eingangspost beschrieben hatte.
Den Zusammenhang mit dem HWS (C = Cervical spine) kann eigentlich hier nicht gestellt werden...?
Ich habe jetzt Blut- und Urinwerte vorliegen (die nach Diuretikum wohl "etwas" besser ausfallen):
Urin-Chemie-Spontanurin:
Protein: 2253 mg/l (Normalwert: < 150)
Protein-Kreatinin-Quotient: 298.8 mg/mmol (<15)
Albumin im Urin: 3231.5 mg/l (+)
24h-Menge im Urin in ml
Protein/24h: 2829 mg/24h
Albumin/24h: 2604.32 mg/24h
Kreatinin/24h: 7.1 mmol/24h
Kreatinin Clearence: 30 ml/min (Normalwert 71-151)
aktuelles Blutbild /Hämatogram
(hier gebe ich nur die "auffäligen" Werte ein)
Hb: 9,9 g/dl
HK: 30 %
Ery: 3,43
Lymphozyten: 1.12
Klinische Chemie:
Kalium: 4.7 mmol/L (3.4-4.6)
Natrium: 133 mmolL (135-145)
LDH: 520 U/L (232-430)
Ferritin Cobas: 230 ng/ml (13-150)
Leberwerte. Pankreasenzyme im Normbereich!
Ich finde leider keinen Hinweis darauf, dass eine Eiweß-Elektrophorese gemacht wurde.
Die Laborwerte habe als Foto per Handy gesendet bekommen.
Wie schon von Euch festgestellt, meine ich auch , dass vieles auf MM hindeutet
Was sagt Ihr zu den Laborwerten (Urin/Blut)?
Super wäre es wenn sich Schweizer MM-ler melden würden.
Ich würde der Maria und ihrer Familie gerne Tipps weitergeben.
Natürlich habe ich sozialrechtliche Fragen: was passiert bei Lohnausfall?
Wo gibt es welche Art von Hilfen? (Kinderbetreuung wird echt teuer, wenn Maria, die Teilzeit arbeitet ausfällt)
Ich weiß nur, dass in der Schweiz "alles" anders geregelt ist...aber wie?
Es ist schön, dass es dieses Forum gibt! Ich bin wirklich sehr beeindruckt
Liebe Grüße
Juno
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joseph antwortete auf Könnte das MM sein? Frau von Neffen 35J
02 Nov. 2014 08:41
- joseph
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Hallo Juno
Willkommen im Forum
Wie man sich anspricht .......... eigentlich als Kumpel im selben Boot:wink:
C1 + C2 + C3 sind die oberen Halswirbel, persöhnliche Meinung ===> von dort könnten eventuel die Kopfschmerzen und Übelkeitsgefühl herkommen
Die CRAB Kriterien müssen den Nachweiss der MM-Erkrankung bringen, wenn ich richtig gelesen habe, Niereninsuffizienz und Anämie könnten zwei davon sein.
24 Stunden Urin kann eine grosse Hilfe sein, um die Proteïne festzulegen die der Körper ausschwemmt.
Wurden schon CT oder MRT gemacht?
Liebe Grüsse
Joseph
Willkommen im Forum
Wie man sich anspricht .......... eigentlich als Kumpel im selben Boot:wink:
C1 + C2 + C3 sind die oberen Halswirbel, persöhnliche Meinung ===> von dort könnten eventuel die Kopfschmerzen und Übelkeitsgefühl herkommen
Die CRAB Kriterien müssen den Nachweiss der MM-Erkrankung bringen, wenn ich richtig gelesen habe, Niereninsuffizienz und Anämie könnten zwei davon sein.
24 Stunden Urin kann eine grosse Hilfe sein, um die Proteïne festzulegen die der Körper ausschwemmt.
Wurden schon CT oder MRT gemacht?
Liebe Grüsse
Joseph
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Bernard antwortete auf Könnte das MM sein? Frau von Neffen 35J
02 Nov. 2014 08:32
- Bernard
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11 September 2026
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Hallo und willkommen im Forum.
Überwiegend dutzen wir uns hier im Forum. Das bringt eine "virtuelle" Nähe in diesem ansonsten anonymen Internet. Wenn du gesiezt werden möchtest, kein Problem, einfach kommentieren.
Ohne auf die Befunde im einzelnen einzugehen und die Differentialdiagnosen auszudiskutieren, sieht die Ausgangslage tatsächlich besorgniserregend aus. Hinweisend wäre noch eine Elektrophorese, aber beweisend für das MM ist die Sichtung von Myelomzellen im Knochenmark. Dieser Befund steht ja noch aus.
Für die Stadieneinteilung des MM gibt es die CRAB-Kriterien.
Zwei davon scheinen (falls sich die Diagnose bestätige sollte) bereits vorhanden: Anämie und renale Beteildigung.
Die Symptome die Maria zeigt passen ins klinische Bild. Die Ärzte in (großen) Krankenhäusern gehen da die ganze Diagnostikpalette durch. Und in ein solches gehört sie jetzt hin.
In der Schweiz kenne ich mich nicht so aus. Hier im Forum gibt es aber Foristen die dort leben. (Wir alle kennen unsere Maus...die momentan in Post-Therapiephase steckt, - vllt kann sie Infos zu den Spitäler geben.)
Sollte MM bestätigt werden ist das natürlich für die Patientin als auch den Angehörigen ein herber Schicksalsschlag. Aber man ist nicht machtlos. Die Therapie hat in den letzten Jahren, speziell beim MM Fortschritte gemacht- den alten Daten im Netz bitte nicht allzu Bedeutung schenkten. Junge Menschen haben bessere Vorraussetzungen, diese doch sehr harten Therapiemaßnahmen durchzustehen. Viele von uns haben dies durchgestanden.
lg
bernard
Überwiegend dutzen wir uns hier im Forum. Das bringt eine "virtuelle" Nähe in diesem ansonsten anonymen Internet. Wenn du gesiezt werden möchtest, kein Problem, einfach kommentieren.
Ohne auf die Befunde im einzelnen einzugehen und die Differentialdiagnosen auszudiskutieren, sieht die Ausgangslage tatsächlich besorgniserregend aus. Hinweisend wäre noch eine Elektrophorese, aber beweisend für das MM ist die Sichtung von Myelomzellen im Knochenmark. Dieser Befund steht ja noch aus.
Für die Stadieneinteilung des MM gibt es die CRAB-Kriterien.
Zwei davon scheinen (falls sich die Diagnose bestätige sollte) bereits vorhanden: Anämie und renale Beteildigung.
Die Symptome die Maria zeigt passen ins klinische Bild. Die Ärzte in (großen) Krankenhäusern gehen da die ganze Diagnostikpalette durch. Und in ein solches gehört sie jetzt hin.
In der Schweiz kenne ich mich nicht so aus. Hier im Forum gibt es aber Foristen die dort leben. (Wir alle kennen unsere Maus...die momentan in Post-Therapiephase steckt, - vllt kann sie Infos zu den Spitäler geben.)
Sollte MM bestätigt werden ist das natürlich für die Patientin als auch den Angehörigen ein herber Schicksalsschlag. Aber man ist nicht machtlos. Die Therapie hat in den letzten Jahren, speziell beim MM Fortschritte gemacht- den alten Daten im Netz bitte nicht allzu Bedeutung schenkten. Junge Menschen haben bessere Vorraussetzungen, diese doch sehr harten Therapiemaßnahmen durchzustehen. Viele von uns haben dies durchgestanden.
lg
bernard
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Könnte das MM sein? Frau von Neffen 35J wurde erstellt von Juno
02 Nov. 2014 00:27
- Juno
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11 September 2026
11 September 2026
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und unbeholfen im Umgang mit der Nutzung des Forums.
Bitte korrigiert mich, wenn ich in der falschen Rubrik schreibe oder nicht den richtigen Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten hier wahrnehme.
Habe hier schon viel gelesen und bin beeindruckt von Euch
und von dieser Seite und vom Forum 
Meine Sorge und meine Fragen gelten der Frau meines ältesten Neffen:
sie ist 35 Jahre jung, verheiratet mit meinem Neffen; sie haben eine gemeinsame Tochter, die 1 Jahr und 2 Monate jung ist. Sie leben in der Schweiz unweit von Zürich; die Frau meines Neffen ist Schweizerin.
Vor etwa 6 Wochen begann der Spuk bei ihr: es ging ihr nicht gut, sie fühlte sich schwach, grippig, hatte starke Kopfschmerzen.
Nach viel Zureden durch meine Schwester (=ihre Schwiegermama) suchte sie den Hausarzt auf.
Die Blutwerte zeigten den Verdacht einer Niereninsuffizienz auf: Kalium grenzwertig hoch, Kreatinin leicht erhöht, LDH: erhöht. Die genauen Werte liegen mir nicht vor.
Nach einer Begegnung mit einer Vertetungsärztin, die Sonographie der Nieren machte und die Frau meines Neffen mit der Bemerkung "entweder sie haben Krebs oder ihre Nieren sind kaputt" nach Hause schickte, sie möge doch bitte in 10 Tagen mit einem 24-stunden Urin vorbeikommen, brachte bei uns das Fass zum Überlaufen. Dass es (ich nenne die Frau meines Neffen hier Maria) Maria zunehmend schlechter ging mit Leistungsabfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Ödeme in den Beinen und Bauch, Gewichtszunahme von 5 Kg innerhalb von 4 Wochen, subfebrilen Temperaturen, schien die Ärztin weder zu interessieren, noch erwog sie irgendwelche weiteren Schritte zu unternehmen.
Wir bewogen dann unseren Neffen mit seiner Frau "einen Spezialisten" aufzusuchen.
Bereits 2 Tage später dann der Termin beim Nephrologen in der Klinik (ambulant) . Sie brachten zum Termin den 24 Stunden Urin mit.
Die ersten Ergebnissen ergaben, dass Maria "Eiweiße" im Urin habe.
Inzwischen:
Nausea, Gewichtzunahme, Unterschenkelödeme zunehmend, Bauchumfang zunehmend (praller Bauch), Erbrechen, Kopfschmerzen, abend erhöhte Körpertemperatur.
Nierensono wurde gemacht: normalgroße Nieren.
Termin für Nierenbiopsie wurde vereinbart.
Engmaschige ambulante Überwachung.
Hypertonuns: Beta-blocker, Diuretikum: Dosiserhöhung.
Laborbefunde: Blut/Plasma: Hb 10,4 g/dl. Leuco: 6.2X109/l, Kreatinin: 165 mmol/l, Kreatinin-Clearence: 34.1 ml/min.; Immunologie: c3: 0,93g/l. Autoantikörper: Antinukleäre: Negativ. Anti-native DNS: ausstehend. ANCA: negativ
Urin: Protein: 4,9 g/24h, Ery: 8-12/GF, Leuco: 5-12/GF
Nierenbiopsie:
Klinische Diagnose/Differentialdiagnose/Fragestellung: IGA Nephropathie? Membranöse Glomerulonephritis?
Nach der Nierenbiopsie wurde vor Erhalt der Befunde gesagt, dass in den Nieren "Eiweißablagerungen" seien; daher wurde dann eine Knochemmarksbiopsie angordnet und am Donnerstag diese Woche auch entnommen.
Inzwischen liegen Teilbefunde der Nierenbiopsie vor, ein Zweitbericht nach nach Untersuchung der Elektronenmikroskopie folgt noch.
Kommentar: Die Befunde sind dringen verdächtig auf das Vorliegen einer Leichtketten-Nephropathie mit typischem Befund in der Immunofluoreszenz und nodulärer Glomerulosklerose. Eine prominenteendokapilläre Proliferation kann bei LCDD vorkommen.
Immunfluoreszenz: Abschnitte von 8 Glomerula: Mesangial grobschollige und in der glomerulären Basalmembran lineare Posiviität für Kappa (2+), IgM (1+), in Spuren Lambda, C3 und C1...IgG mit verstärkter Eigenfluoreszenz. Negativität für IgA. Die tubuläre Basalmembran diffus positiv für Kappa und fokal granuläre Positivität für C3. Arteriolopathie positiv für IgM ...und C3
Meine Fragen: was hat dieser Befund für eine Aussagekraft?
Was bedeuten C1, C2, C3 ?
Jetzt heißt es Abwarten auf die Ergebnisse/ Befunde der Knochenmarksbiopsie.
Ich habe das ungute Gefühl, dass sich hinter den bisherigen Befunden ein Multiples Myelom verbergen könnte.
Sie ist so jung, das kleine Kind, das gerade die Welt endeckt....
Alles gerät ins Wanken in der kleinen Familie.
Ich weiß, dass hier keine Ferndiagnosen gestellt werden können.
Dennoch baue ich auf die Erfahrungswerte von Euch/Ihnen....
Sobald ich weitere Werte habe, melde ich mich.
Nun habe ich noch eine Frage: Maria lebt mit meinem Neffen und dem Kind in der Schweiz nicht weit weg von Zürich.
Gibt es hier empfehlenswerte Adressen?
Die nächstgelegene Klinik sei in einem Ort namens Wetzikon...
Ich habe noch eine Frage: wie spricht man sich hier im Forum an? Wird sich "gesiezt" oder "geduzt"?
Viele Grüße und gute Nacht....eine besorgte Tante
Juno
ich bin neu hier und unbeholfen im Umgang mit der Nutzung des Forums.
Bitte korrigiert mich, wenn ich in der falschen Rubrik schreibe oder nicht den richtigen Umgang mit den verschiedenen Möglichkeiten hier wahrnehme.
Habe hier schon viel gelesen und bin beeindruckt von Euch
Meine Sorge und meine Fragen gelten der Frau meines ältesten Neffen:
sie ist 35 Jahre jung, verheiratet mit meinem Neffen; sie haben eine gemeinsame Tochter, die 1 Jahr und 2 Monate jung ist. Sie leben in der Schweiz unweit von Zürich; die Frau meines Neffen ist Schweizerin.
Vor etwa 6 Wochen begann der Spuk bei ihr: es ging ihr nicht gut, sie fühlte sich schwach, grippig, hatte starke Kopfschmerzen.
Nach viel Zureden durch meine Schwester (=ihre Schwiegermama) suchte sie den Hausarzt auf.
Die Blutwerte zeigten den Verdacht einer Niereninsuffizienz auf: Kalium grenzwertig hoch, Kreatinin leicht erhöht, LDH: erhöht. Die genauen Werte liegen mir nicht vor.
Nach einer Begegnung mit einer Vertetungsärztin, die Sonographie der Nieren machte und die Frau meines Neffen mit der Bemerkung "entweder sie haben Krebs oder ihre Nieren sind kaputt" nach Hause schickte, sie möge doch bitte in 10 Tagen mit einem 24-stunden Urin vorbeikommen, brachte bei uns das Fass zum Überlaufen. Dass es (ich nenne die Frau meines Neffen hier Maria) Maria zunehmend schlechter ging mit Leistungsabfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Ödeme in den Beinen und Bauch, Gewichtszunahme von 5 Kg innerhalb von 4 Wochen, subfebrilen Temperaturen, schien die Ärztin weder zu interessieren, noch erwog sie irgendwelche weiteren Schritte zu unternehmen.
Wir bewogen dann unseren Neffen mit seiner Frau "einen Spezialisten" aufzusuchen.
Bereits 2 Tage später dann der Termin beim Nephrologen in der Klinik (ambulant) . Sie brachten zum Termin den 24 Stunden Urin mit.
Die ersten Ergebnissen ergaben, dass Maria "Eiweiße" im Urin habe.
Inzwischen:
Nausea, Gewichtzunahme, Unterschenkelödeme zunehmend, Bauchumfang zunehmend (praller Bauch), Erbrechen, Kopfschmerzen, abend erhöhte Körpertemperatur.
Nierensono wurde gemacht: normalgroße Nieren.
Termin für Nierenbiopsie wurde vereinbart.
Engmaschige ambulante Überwachung.
Hypertonuns: Beta-blocker, Diuretikum: Dosiserhöhung.
Laborbefunde: Blut/Plasma: Hb 10,4 g/dl. Leuco: 6.2X109/l, Kreatinin: 165 mmol/l, Kreatinin-Clearence: 34.1 ml/min.; Immunologie: c3: 0,93g/l. Autoantikörper: Antinukleäre: Negativ. Anti-native DNS: ausstehend. ANCA: negativ
Urin: Protein: 4,9 g/24h, Ery: 8-12/GF, Leuco: 5-12/GF
Nierenbiopsie:
Klinische Diagnose/Differentialdiagnose/Fragestellung: IGA Nephropathie? Membranöse Glomerulonephritis?
Nach der Nierenbiopsie wurde vor Erhalt der Befunde gesagt, dass in den Nieren "Eiweißablagerungen" seien; daher wurde dann eine Knochemmarksbiopsie angordnet und am Donnerstag diese Woche auch entnommen.
Inzwischen liegen Teilbefunde der Nierenbiopsie vor, ein Zweitbericht nach nach Untersuchung der Elektronenmikroskopie folgt noch.
Kommentar: Die Befunde sind dringen verdächtig auf das Vorliegen einer Leichtketten-Nephropathie mit typischem Befund in der Immunofluoreszenz und nodulärer Glomerulosklerose. Eine prominenteendokapilläre Proliferation kann bei LCDD vorkommen.
Immunfluoreszenz: Abschnitte von 8 Glomerula: Mesangial grobschollige und in der glomerulären Basalmembran lineare Posiviität für Kappa (2+), IgM (1+), in Spuren Lambda, C3 und C1...IgG mit verstärkter Eigenfluoreszenz. Negativität für IgA. Die tubuläre Basalmembran diffus positiv für Kappa und fokal granuläre Positivität für C3. Arteriolopathie positiv für IgM ...und C3
Meine Fragen: was hat dieser Befund für eine Aussagekraft?
Was bedeuten C1, C2, C3 ?
Jetzt heißt es Abwarten auf die Ergebnisse/ Befunde der Knochenmarksbiopsie.
Ich habe das ungute Gefühl, dass sich hinter den bisherigen Befunden ein Multiples Myelom verbergen könnte.
Sie ist so jung, das kleine Kind, das gerade die Welt endeckt....
Alles gerät ins Wanken in der kleinen Familie.
Ich weiß, dass hier keine Ferndiagnosen gestellt werden können.
Dennoch baue ich auf die Erfahrungswerte von Euch/Ihnen....
Sobald ich weitere Werte habe, melde ich mich.
Nun habe ich noch eine Frage: Maria lebt mit meinem Neffen und dem Kind in der Schweiz nicht weit weg von Zürich.
Gibt es hier empfehlenswerte Adressen?
Die nächstgelegene Klinik sei in einem Ort namens Wetzikon...
Ich habe noch eine Frage: wie spricht man sich hier im Forum an? Wird sich "gesiezt" oder "geduzt"?
Viele Grüße und gute Nacht....eine besorgte Tante
Juno
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