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rudi antwortete auf hallo erstmal....
12 Jan. 2014 22:55
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
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Hallo Lutz,.
willkommen im Forum !
Bei dir ging ja in wenigen Wochen alles Schlag auf Schlag und es ist klar, daß du das alles noch nicht Mental verarbeiten kannst.
Testament ist ein Thema, aber heißt nicht, daß du es auch in den nächsten 10 Jahren und mehr benötigst.
Du wirst sehen, nachdem du den "Wirbelsturm der Therapien" mit Erholungsphase noch in diesem Sommer /Herbst überstanden hast, dann kann für viele Jahre wieder ein ganz "normales" Leben stattfinden.

Also trotz der "niederschmetternden" Diagnose MM Stadium IIIa wirst du sehen und im Laufe der Zeit erfahren, daß es ein Leben mit guter Qualität trotz MM gibt.

Ich wünsche dir viel Erfolg und eine sehr gute Remission mit deiner Therapie.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

hallo erstmal.... wurde erstellt von Lutzz
12 Jan. 2014 22:35
  • Lutzz
  • Autor
  • 0 Beiträge seit
    11 September 2026
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ich bin der lutz aus berlin, 49 jahre alt, und möchte mich hier als neuling vorstellen. nach einem lendenwirbeleinbruch und nachfolgender untersuchungen bekam ich am 23.12.2013 die vorläufige diagnose mm stadium IIIa, die am 02.01.2014 bestätigt wurde. am 03.01. begann die chemo mit velcade und dexamethason. 6 zyklen wurden angesetzt mit einer anschließend in aussicht gestellten autologen stammzellentransplantation, die im berliner virchow-klinikum der charite durchgeführt werden soll.
im moment befinde ich mich noch in der mentalen findungsphase. versuche irgendwie mein leben neu zu ordnen. hab die letzten 2 wochen damit zugebracht, mein testament zu schreiben, eine patientenverfuegung sowie diverse vollmachten zu verfassen. hab familie, arbeit und freundeskreis informiert, meinen hausrat aufgeräumt und kam am heutigen sonntag erstmals dazu, alles ein wenig sacken zu lassen. wahrscheinlich versuchte ich mich unbewußt mit dem ganzen aktionismus ein wenig abzulenken. der plötzlich vor mir aufgetauchte berg erschien so wahnsinnig hoch und eine treppe weit und breit nicht in sicht. hab zudem zwischendurch im eiltempo viel über mm gelesen bis mir der schädel zu platzen drohte. jetzt muß ich erstmal ein stück weit runterfahren, was mir beim stöbern im hiesigen forum ganz gut gelingt. fachartikel können mich sachlich über die krankheit informieren, aber erst die hier gelesenen beiträge geben mir das gefühl, nicht allein den mount everest besteigen zu müssen. deshalb von mir vielen dank an alle, die sich im forum zu wort gemeldet haben.
ich werde in zukunft versuchen, mich ab und an ebenfalls zu beteiligen. als neuling hab ich sicher bald einige fragen auf dem herzen und hoffe auf unterstützung der erfahrenen "alten hasen".
insbesondere interessiert mich gerade besonders, wie man sich am besten mit einem mm-belasteten leben arrangiert. ich hab jenseits der angelaufenen therapie noch nicht wirklich einen brauchbaren plan für den alltag. fühle mich da irgendwie noch reichlich überfordert. was kann und darf man, was sollte man erfahrungsgemäß lieber lassen und was hat euch am besten gegen aufkommende stimmungsschwankungen geholfen? das letztere ist etwas völlig neues für mich, da ich eigentlich von hause aus über einen sehr ausgeglichenen und ruhigen charakter verfüge.
für heute mach ich erstmal feierabend. die nachtruhe ruft soweit mich mein leidender rücken schlafen lassen wird.
lg von lutz