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01 Sep. 2013 21:22
  • KerstinN
  • Autor
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    11 September 2026
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ich, 52, seit 2000 überwiegend in Afrika, sitze in Zambia im Garten mit Blick auf Palmen und Pool und eigentlich ging es mir noch bis vor kurzem gut....und nun muss mich damit anfreunden, bald nach Deutschland zurückzukehren. Meine Tochter, 9 sitzt irgendwo im Baum und amüsiert sich. Habe seit 2001 Rheumatoide Arthritis mit Dauerkortisoneinnahme, was ich aber meistens im Griff habe. Seit 2008 habe ich die Diagnose MGUS (gut verdrängt, da ich nach wie vor tropentauglich war und keine Einschränkungen hatte). Sommer 2012 Diagnose MM aus Südafrika... da stand es nun auf dem Papier, was ich befürchtet hatte da ich schlapprer und schlapper wurde. Da mein nicht arbeitender Gatte mir das Leben ohnehin schon zur Hölle machte und meinte ich solle nicht so eine Komödie aus der Diagnose machen war Verdrängung das Beste. Auch wenn ich müde war und schwer Luft bekam habe ich weitergearbeitet. Schliesslich habe ich mich mich getrennt im Oktober 2012 und lebte nun alleinerziehend mit meiner fast 10-jährigen Tochter in Zambia.
Juli 2013, Deutschlandurlaub, Arztbesuch...akute Anämie (HB 7,3) Bluttransfusion, 3 Eiseninfusionen, MM Diagnose bestätigt, Stadium 1. Ich war auf einmal geschockt. Diskussionen im Krankenhaus zur HD und SZT, was ich zum jetzigen Zeitpunkt ablehnte. Hatte gerade einen neuen Arbeitsvertrag, der eine Tropentauglichkeit voraussetzt, habe mit viel Zureden eine eigeschränkte Tropentauglichkeit erhalten und bin zurück in Zambia. Muss nun regelmäßige Bluttests machen und habe Angst, nach Deutschland zurückzukehren, keine Wohnung, alleinerziehend ohne wirkliches soziales Umfeld auch wenn ich weiss dass auch das hinzukriegen ist. Ich frage mich wie lange es noch gehen kann, bin häufig müde, manchmal habe ich Knochenschmerzen, das ist neu. Verdrängen klappt nicht mehr, und ich werde mich von meinem schönen wenn auch sehr anstrengenden Leben hier wohl verabschieden müssen. Meine Tochter will ohnehin lieber in Deutschland leben, und eigentlich denke ich dass das MM mich vermutlich nach den sehr stressigen letzten Jahren mich zur Ruhe, zum Nachdenken bewegen will. Ich soll ausreisen wenn mein Plasma auf 3000 (jetzt 2600) und mein HB unter 10 (jetzt wieder 10,6) ist sagen die Ärzte (und so lange werde ich noch die Tropen genießen!!!), wüsste gern ob es jemanden hier gibt der in MM Phase 1 eine HD und SZT gemacht hat, und ob ihr Vorteile darin seht? Mir kommt es recht früh vor aber ich bevorzuge halt das Weglaufen vor der Krankheit...was wohl dauerhaft nicht geht.
Freue mich, dieses Forum gefunden zu haben und schicke sonnige Grüße aus Lusaka!:roll: