- Beiträge: 1300
Diddlmaus antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 22:11
- Diddlmaus
-
1300 Beiträge seit
21 Oktober 2012
21 Oktober 2012
Weniger
Mehr
Hallo Joseph,
Beim ersten Mal hat mein Onkologe das ja auch befürwortet. Einen Herd operieren und nachbestrahlen und einen weiteren Herd nur bestrahlen.
Jetzt meint er, sobald was im CT zu sehen wäre, müsste man mit Chemo loslegen. Ich hab ihn darauf angesprochen und gesagt: "also wenns nur wieder ein einzelner Herd wär, dann wär ich für bestrahlen.".
Da meinte er dann, dass das medizinisch gesehen nicht die korrekte Vorgehensweise wäre :roll:. Aber ganz ehrlich. Wenn ich damit den Einsatz einer Chemotherapie vielleicht wieder um ein Jahr rauszögern kann und damit nicht schon mein Pulver verschiessen muss, das sollte doch allen recht sein?
Oder übersehe ich etwas?
Dir weiterhin viel Erfolg!
Grüsse
Beim ersten Mal hat mein Onkologe das ja auch befürwortet. Einen Herd operieren und nachbestrahlen und einen weiteren Herd nur bestrahlen.
Jetzt meint er, sobald was im CT zu sehen wäre, müsste man mit Chemo loslegen. Ich hab ihn darauf angesprochen und gesagt: "also wenns nur wieder ein einzelner Herd wär, dann wär ich für bestrahlen.".
Da meinte er dann, dass das medizinisch gesehen nicht die korrekte Vorgehensweise wäre :roll:. Aber ganz ehrlich. Wenn ich damit den Einsatz einer Chemotherapie vielleicht wieder um ein Jahr rauszögern kann und damit nicht schon mein Pulver verschiessen muss, das sollte doch allen recht sein?
Oder übersehe ich etwas?
Dir weiterhin viel Erfolg!
Grüsse
"Sometimes gifts come in strange packages"
"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."
"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
joseph antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 21:56
- joseph
0 Beiträge seit
11 September 2026
11 September 2026
Weniger
Mehr
Diddlmaus schrieb:
Ich frage mich jetzt aber gerade, warum es denn ein Kriterium für die Notwendigkeit einer systemischen Therapie sein soll, wenn eine Osteolyse auftritt?
Meine bescheidene Meinung wäre; wenn es ein einzelner Herd ist -->bestrahlen und damit sinken auch die Leichtketten wieder...
Hi Diddlmaus
Genau das versuch ich ja gerade durch zu ziehen, obs gelingt ......... abwarten, Mitte Januar weiss ich mehr
LG
Joseph
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Diddlmaus antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 20:47
- Diddlmaus
-
1300 Beiträge seit
21 Oktober 2012
21 Oktober 2012
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1300
Danke Rudi!
Das war jetzt sehr informativ für mich.
Also muss ich mir wegen meiner steigenden Leichtketten Kappa gar keine allzu grossen Sorgen machen, sondern erst, wenn die anderen Blutwerte darüber aus der Norm geraten...
Ich frage mich jetzt aber gerade, warum es denn ein Kriterium für die Notwendigkeit einer systemischen Therapie sein soll, wenn eine Osteolyse auftritt?
Meine bescheidene Meinung wäre; wenn es ein einzelner Herd ist -->bestrahlen und damit sinken auch die Leichtketten wieder...
Ist natürlich nur anzuwenden bei einem einzelnen Herd, das ist mir klar. Aber ich seh auch nicht ein, wieso man direkt mit Chemo beginnen soll, nur weil irgendwo ein Knochen sich auflöst?
Könnte man damit nicht der Beginn der Chemo noch rauszögern um nicht Pulver zu verschiessen?
Bitte belehrt mich eines Besseren falls ich völlig daneben liege!!!
Grüsse
Das war jetzt sehr informativ für mich.
Also muss ich mir wegen meiner steigenden Leichtketten Kappa gar keine allzu grossen Sorgen machen, sondern erst, wenn die anderen Blutwerte darüber aus der Norm geraten...
Ich frage mich jetzt aber gerade, warum es denn ein Kriterium für die Notwendigkeit einer systemischen Therapie sein soll, wenn eine Osteolyse auftritt?
Meine bescheidene Meinung wäre; wenn es ein einzelner Herd ist -->bestrahlen und damit sinken auch die Leichtketten wieder...
Ist natürlich nur anzuwenden bei einem einzelnen Herd, das ist mir klar. Aber ich seh auch nicht ein, wieso man direkt mit Chemo beginnen soll, nur weil irgendwo ein Knochen sich auflöst?
Könnte man damit nicht der Beginn der Chemo noch rauszögern um nicht Pulver zu verschiessen?
Bitte belehrt mich eines Besseren falls ich völlig daneben liege!!!
Grüsse
"Sometimes gifts come in strange packages"
"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."
"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
rudi antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 19:25
- rudi
-
2203 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 2203
Hallo Mapoli,
ich zitiere jetzt erst mal wie es in der Fachsprache erklärt wird und danach versuche ich es mit einfachen Worten zu erklären - OK?
Zitat:
"Die vermehrt gebildeten Immunglobulin-Leichtketten werden glomerulär filtriert. Wird die Resorptionskapazität der proximalen Tubuli überschritten, kommt es zur Ausscheidung der Proteine über den Urin (Bence-Jones-Proteinurie) sowie zur Ausfällung in Gegenwart des Tamm-Horsfall-Proteins im distalen Tubulus. Diese „Cast-Nephropathie“ führt dort und in der aufsteigenden Henleschleife zur Obstruktion und kann bis zum akuten Nierenversagen führen".
Quelle:
www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/multiples-myelom
So und jetzt etwas verständlicher:
Die im Überschuss gebildeten Leichtketten werden in den Nieren gefiltert und die Niere versucht einen Teil (10 bis 30g) pro Tag zurückzuführen in den Blutkreislauf und nicht mit dem Urin auszuscheiden.
Sind die erhöhten Leichtkettenmengen bei MGUS oder MM also noch so niedrig, daß die Nieren alles zurückresorbieren können und nichts in den Urin kommt und damit im 24h Urin ausgeschieden wird, dann kann man noch von "unkritischen Mengen" sprechen.
Ein gesunder Mensch bildet täglich bis zu 500mg Leichtketten und diese werden über die Nieren rückresorbiert.
Weil die Nieren die enorme Menge von 10 bis 30 g Eiweiß pro Tag filtern und zurückgewinnen können.
Wird jetzt die Menge an monoklonalen freien Leichtketten so hoch, daß die Nieren nicht mehr in der lage sind alles über den tag verteilt zurückzugewinnen (zurückzuresorbieren), dann werden die Leichtketten mit dem Urin ausgeschieden.
Werden weniger als 4 g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden, dann ist man noch im Stadium 1.
Werden mehr als 12 g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden, dann ist man im Stadium 3 (also Behandlungsbedürftig !!!)
Sind mehr Leichtketten im Serum als die Nieren zurückresorbieren können, dann besteht durch die ständige Ausscheidung über die Nieren die Gefahr, daß die Nierentuboli mit der Zeit verstopfen und eine Niereninsuffizienz entsteht.
Dann steigt der Creatininwert an.
Also wenn noch keine oder weniger als 1g Leichtketten im 24h Urin zu finden sind und der Creatininwert noch in der Norm ist, dann braucht ihr euch trotz leicht erhöhter freier Leichtketten und leicht erhöhtem K/L Ratio noch keine Sorgen machen, daß was passieren kann im Sinne von CRAP Kriterien (hier das R aus dem CRAP für Renalschaden = Nierenschaden)
Wenn weniger als 4g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden werden und der Creatininwert auch noch in der Toleranz ist, dann ist man immer noch im Stadium 1 des Myeloms (wenn keine anderen Marker da sind, die ein höheres Stadium anzeigen).
Die Grenze der freien Leichtketten im Serum ist also nicht definiert, sondern erst wenn als Sekundärfolge dann die zuviel vorhandenen leichtketten über die Nieren ausgeschieden werden, dann sind dort Grenzwerte im 24h Urin definiert - wie oben beschrieben.
Ich hoffe jetzt einigermaßen zur Klärung beigetragen zu haben und wenn jemand noch Fragen hat , dann nur zu - hier oder über PN an mich direkt.
ich zitiere jetzt erst mal wie es in der Fachsprache erklärt wird und danach versuche ich es mit einfachen Worten zu erklären - OK?
Zitat:
"Die vermehrt gebildeten Immunglobulin-Leichtketten werden glomerulär filtriert. Wird die Resorptionskapazität der proximalen Tubuli überschritten, kommt es zur Ausscheidung der Proteine über den Urin (Bence-Jones-Proteinurie) sowie zur Ausfällung in Gegenwart des Tamm-Horsfall-Proteins im distalen Tubulus. Diese „Cast-Nephropathie“ führt dort und in der aufsteigenden Henleschleife zur Obstruktion und kann bis zum akuten Nierenversagen führen".
Quelle:
www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/multiples-myelom
So und jetzt etwas verständlicher:
Die im Überschuss gebildeten Leichtketten werden in den Nieren gefiltert und die Niere versucht einen Teil (10 bis 30g) pro Tag zurückzuführen in den Blutkreislauf und nicht mit dem Urin auszuscheiden.
Sind die erhöhten Leichtkettenmengen bei MGUS oder MM also noch so niedrig, daß die Nieren alles zurückresorbieren können und nichts in den Urin kommt und damit im 24h Urin ausgeschieden wird, dann kann man noch von "unkritischen Mengen" sprechen.
Ein gesunder Mensch bildet täglich bis zu 500mg Leichtketten und diese werden über die Nieren rückresorbiert.
Weil die Nieren die enorme Menge von 10 bis 30 g Eiweiß pro Tag filtern und zurückgewinnen können.
Wird jetzt die Menge an monoklonalen freien Leichtketten so hoch, daß die Nieren nicht mehr in der lage sind alles über den tag verteilt zurückzugewinnen (zurückzuresorbieren), dann werden die Leichtketten mit dem Urin ausgeschieden.
Werden weniger als 4 g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden, dann ist man noch im Stadium 1.
Werden mehr als 12 g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden, dann ist man im Stadium 3 (also Behandlungsbedürftig !!!)
Sind mehr Leichtketten im Serum als die Nieren zurückresorbieren können, dann besteht durch die ständige Ausscheidung über die Nieren die Gefahr, daß die Nierentuboli mit der Zeit verstopfen und eine Niereninsuffizienz entsteht.
Dann steigt der Creatininwert an.
Also wenn noch keine oder weniger als 1g Leichtketten im 24h Urin zu finden sind und der Creatininwert noch in der Norm ist, dann braucht ihr euch trotz leicht erhöhter freier Leichtketten und leicht erhöhtem K/L Ratio noch keine Sorgen machen, daß was passieren kann im Sinne von CRAP Kriterien (hier das R aus dem CRAP für Renalschaden = Nierenschaden)
Wenn weniger als 4g Leichtketten im 24h Urin ausgeschieden werden und der Creatininwert auch noch in der Toleranz ist, dann ist man immer noch im Stadium 1 des Myeloms (wenn keine anderen Marker da sind, die ein höheres Stadium anzeigen).
Die Grenze der freien Leichtketten im Serum ist also nicht definiert, sondern erst wenn als Sekundärfolge dann die zuviel vorhandenen leichtketten über die Nieren ausgeschieden werden, dann sind dort Grenzwerte im 24h Urin definiert - wie oben beschrieben.
Ich hoffe jetzt einigermaßen zur Klärung beigetragen zu haben und wenn jemand noch Fragen hat , dann nur zu - hier oder über PN an mich direkt.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
leopoldi antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 18:34
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1197
Hallo,
die Frage um einen Grenzwert von MGUS zum aktiven Myelom anhand der freien Leichtketten im Serum hat mich vor einiger Zeit auch beschäftigt. Hierauf habe ich die Auskunft bekommen, dass man allein anhand der freien Leichtketten im Serum (es ging hier um einen Wert der freien Lambda's von 700!) nicht zwischen MGUS und einem aktiven Myelom differenzieren kann. Man könnte evt. an ein reines Leichtkettenmyelom denken.
Bei Mara scheint aber ein IgG-MGUS diagnostiziert zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe.
LGe
Monika
die Frage um einen Grenzwert von MGUS zum aktiven Myelom anhand der freien Leichtketten im Serum hat mich vor einiger Zeit auch beschäftigt. Hierauf habe ich die Auskunft bekommen, dass man allein anhand der freien Leichtketten im Serum (es ging hier um einen Wert der freien Lambda's von 700!) nicht zwischen MGUS und einem aktiven Myelom differenzieren kann. Man könnte evt. an ein reines Leichtkettenmyelom denken.
Bei Mara scheint aber ein IgG-MGUS diagnostiziert zu sein, wenn ich das richtig verstanden habe.
LGe
Monika
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Mapoli antwortete auf Kappa+Lambda+Quotient
14 Dez. 2012 16:59
- Mapoli
-
1736 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Weniger
Mehr
- Beiträge: 1736
Hallo!
Hat jemand von Euch denn schon irgendwo was zu der Höhe der Werte gelesen? Ich finde überall nur den Hinweis, dass die Erhöhung des Leichtketten Ratio ein prognostische Hinweis sei, aber nirgendwo Werte dazu. Klar, aus der Norm bin ich mit 89 ja schon lange, aber was bedeutet das für meine Prognose meines indolenten Myeloms? (fLK Lmda 0,5, fLK Kappa 48,2) die fLK Kappa ist stetig steigend, da gamma Globulin sinkt fröhlich, der IGG Wert ist fast gleichbleibend (steigt nur minimal).
LG
Ma
Hat jemand von Euch denn schon irgendwo was zu der Höhe der Werte gelesen? Ich finde überall nur den Hinweis, dass die Erhöhung des Leichtketten Ratio ein prognostische Hinweis sei, aber nirgendwo Werte dazu. Klar, aus der Norm bin ich mit 89 ja schon lange, aber was bedeutet das für meine Prognose meines indolenten Myeloms? (fLK Lmda 0,5, fLK Kappa 48,2) die fLK Kappa ist stetig steigend, da gamma Globulin sinkt fröhlich, der IGG Wert ist fast gleichbleibend (steigt nur minimal).
LG
Ma
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.