AMMonline

     

joseph antwortete auf Tipp für Weiterbehandlung...
08 Apr. 2011 18:57
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026

Katrin schrieb:
dein papa muss keine angst vor zusätzlichen neuros haben,
denn diese kommen ausschließlich von velcade,was er aber in diesem PNP stadium nicht mehr erhalten wird.



Liebe Katrin

Da muss ich dir wiedersprechen, ok, beim Vater von Jörg kommen Sie wahrscheinlich von Velcade, aber viele Andere Behandlungsmethoden verbergen das Risiko der Neuropathien

Ein klassiches Medikament für Neuros ist zbs. Thalidomid , Revlimid etwas weninger, aber nicht frei von den Nebenwirkungen

Man sollte nicht vorschnell eine Medikation verdammen und vielleicht eine gefährlichere in Betracht ziehen

Sicher ist, dass eine Stammzelltherapie keine bekannten Nebenwirkungen im Sinne der Neuropathien hat, es sei denn, es werden zusätzliche Medis gegeben, die als Nebenwirkungen ......... Neuros ausbilden können

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Auszug von der HP Celgene

So sind unter anderem die unerwünschten Wirkungen deutlich unterschiedlich. Neuropathien (Nervenschädigungen), sind z.B. eine typische Nebenwirkung von Thalidomid, nicht aber von Lenalidomid (in Studien konnte gezeigt werden, dass die Rate an Neuropathien unter einer Therapie mit Lenalidomid im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die mit Placebo/Dexamethason behandelt wurde, nicht erhöht ist)

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Auch Dexa verbirgt das Risiko auf Neuropathien , folglich könnte sogar schon eine reine Dexa-gabe Neuros hervorrufen!!!!!!!!!!
www.celgene.de/Presse/FAQ-Lenalidomid-Wirkmechanismus.html

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Mit freundlichen Grüssen

Joseph







Karsten antwortete auf Tipp für Weiterbehandlung...
08 Apr. 2011 19:09
  • Karsten
  • 483 Beiträge seit
    22 April 2010
Hallo,

eine Zweitmeinung ist bestimmt sinnvoll, ich möchte aber behaupten die Therapieempfehlung die du, von egal wem erhälst, zu kennen.
Ich werfe da mal die Summe 50.000 Euro in den Raum die eine SZT der KK kostet.
Das absammeln der SZ ist natürlich dabei nicht mit eingerechnet.

Du wirst aber eine/mehere Antworten in kurzer Zeit erhalten.

Alles Gute

Jeanny150765 antwortete auf Tipp für Weiterbehandlung...
08 Apr. 2011 23:53
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hallo Jörg

möchte mich auch einmal zu Deinem Beitrag melden.Meine Mutti ist 66 und seit 05/2010 an MM erkrankt.Stadium III und ISS Stadium I.Laut MRT und Pariser Röntgen keine Knochenschäden.Knochenmarkinf. 50 % ,Gesamteiweiß 110 und IGG 2700.Deshalb wurde Ihr eine SZT vorgeschlagen.Es wurde mit Velcade begonnen.Nach dem 1.Zyklus wurde nach Ablehnung der SZT Melphalan +Prednisolon dazugegeben.Nennt sich VMP Therapie.Es ging also weiter mit Velcade Tag 1,4,8,11,22,25,29,32,alle 6 Wochen Tag 1 25mg Melphalan und Tag 1-4 Prednisolon.Nach dem 2-3 Zyklus begannen die Neurophatien,verstärkt in den Füßen,ganz schlimm,haben alles versucht...Schmerzmittel,die nur kurz wirkten aber starke Nebenwirkungen hatten.Linderung bringt "Pferdebalsam",wenn auch nur für kurze Zeit,aber es war dann für eine Weile besser zu ertragen.Jedenfalls wurde daraufhin Velcade ab den 5.Zyklus komplett abgesetzt.Die Werte waren mittlerweile auch im Normbereich(das Velcade scheint gut zu sein,wenn man die Neurophatien nicht bekommen hätte).Es wurde weiterbehandelt mit Melphalan und Prednisolon und 4 wöchentliche ZOMETA Infusionen.Mittlerweile bekommt Sie am 19.04. den letzten Zyklus.Jetzt hat sich allerdings eine Anämie entwickelt,die eine starke Schwäche nach sich zieht.Dagegen wird Sie mit Vitamin B12 und Epoetin Zeta wöchentlich gespritzt und wir hoffen,das sich das bald bessert.Eine SZT ist sicher der richtige Weg,wenn man es körperlich verkraftet.Besonders denke ich da an die jüngeren Patienten.Ab einem Alter von 65 Jahren bin ich der Meinung,das schon die "normale Therapie"doch sehr anstrengend ist.Aber ich will hier nicht raten was richtig oder nicht richtig ist.Das muss jeder selbst entscheiden.Man hört echt immer Hochdosis Hochdosis und redet selten über andere auch sehr wirkungsvolle Therapien.
Man sollte auch den körperlichen Allgemeinzustand eines jeden Patienten beachten.Das Rezidiv kann nach SZT in einem Jahr kommen oder wenns gut geht in 5 Jahren oder was noch schöner wäre garnicht mehr.und so verhält es sich auch mit der Therapie meiner Mutter.Ich habe auch bei der Diagnose sofort sämtliche Ärzte die ich finden konnte per E-Mail um eine Zweitmeinung gebeten,hatte die kompletten Befunde im Anhang gesendet.Mir ist bei den Antworten im nachhinein aufgefallen,das sehr viele schrieben,"sie können gerne sofort in unsere Klinik kommen,wegen Hochdosis und sie könnten an einer Studie teilnehmen.Andere schrieben,das die gewählte Entscheidung zur VMP Therapie die richtige Wahl ist.Also was ist richtig?Richtig ist eigentlich die Entscheidung Deines Vaters.Man kann nur alles erklären,die Vor-und Nachteile einer jeweiligen Therapie.Achso,die Neurophatien sind ca. 2 Monate nach Absetzen von Velcade zurückgegangen und nun vollständig weg.Wenn Du Fragen hast,frag mich ruhig.Man kann auch viel unterstützen mit Mitteln aus der Natur,da musst Du die Beiträge von Josef und Rudi verfolgen,die beschäftigen sich sehr viel damit und die Informationen sind wirklich sehr interessant.

Liebe Grüße

Jeanny