AMMonline

     

25 Jan. 2011 16:12
  • Silvad
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo zusammen

Bei meiner Mutter wurde im Nov. 10 MM ISS Stadium 1 diagnostiziert. 3-4 Zyklen Velcade/Dexamethason soll sie jetzt bekommen, danach optional Hochdosistherapie mit autologer Stammzellentransplantation. Der Onkologe befürwortet dies und sagt, die autologe sei nicht riskant. Der Hausarzt allerdings warnt meine Mutter davon. Nun sind wir sehr verwirrt und wissen nicht wie entscheiden.

Deshalb wollte ich hier Mal fragen, was ihr davon haltet?

Liebe Grüsse an Alle und ich wünsche Euch Allen ein schönes und langes Leben trotz dieser Krankheit!!

Silva aus der Schweiz

25 Jan. 2011 17:02
  • bernd
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Silva,

um einen Rat geben zu können, müsste man wissen, wie alt deine Mutter ist und ob gewisse Vorerkrankungen vorliegen.
Das Risiko ist bei einer autologen SZT in der Tat sehr gering. Ich habe sie im Alter von 58 Jahren gut durchstanden und immerhin 4 Jahre davon profitiert.
Der Hausarzt hat vielleicht Bedenken, weil er andere Erkrankungen deiner Mutter kennt.

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung!

Gruß
bernd

25 Jan. 2011 17:15
  • Silvad
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Bernd

Meine Mutter wird bald 55 und hat sonst keine Erkrankungen. War bisher immer gesund. Den Hausarzt kennen wir schon über 20 Jahre, den Onkologen erst seit Nov. 10. Deswegen auch die Verunsicherung wem wir glauben sollen.

Vielen Dank für Deine Antwort. 4 Jahre ist doch ein gutes Ergebnis. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!!

Liebe Grüsse
Silva

25 Jan. 2011 18:24
  • Caro
  • 692 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Silva,

wieviel Erfahrung hat denn euer Hausarzt mit Myelom Patienten ? Es ist immerhin eine recht seltene Erkrankung, von der auch viele Ärzte noch nie was gehört haben, so wie damals auch unser Hausarzt. Im Zweifelsfalle würde ich eher auf den Onkologen hören, oder holt euch eine Zweitmeinung ein. Der eigentliche Facharzt ist für diese Krankheit der Hämatologe.

Mein Lebensgefährte hatte mit 57 Jahren die Erstdiagnose MM Stadium III A, IgA, LK Kappa. Er hatte in 2007 die autologe Transplantation. Das Risiko ist hierbei wohl recht gering. Er hatte zwar ein paar schlimme Wochen, aber danach ging es wieder aufwärts.

Viele Grüße auch an deine Mutter

Caro

26 Jan. 2011 10:54
  • CuMMinhoefer
  • 67 Beiträge seit
    24 Oktober 2009
Liebe Silva,

wenn Ihr von der angebotenen Therapie-Option nicht überzeugt seid, empfehle ich Dir und Deiner Mutter, dies mit dem Onkologen zu besprechen und ggf. eine zweite Fachmeinung (z.B. in einer Uni-Klinik, die möglichst auf diesem Gebiet kompetent ist) einzuholen. Ich denke, über die Myelom Kontaktgruppe Schweiz (MKgS) müsstest Du entsprechende Empfehlungen bekommen können.

Auch nicht jeder Onkologe ist ständig auf dem neuesten Stand mit dem MM. Und keine Therapie ist bei dieser Erkrankung ganz ohne Nebenwirkungen zu haben. Das Gute am Myelom ist, dass man in der Regel keine superschnellen Entscheidungen treffen muss, sondern ausreichend Zeit für Information und Beratung hat. Gerade wenn bei Deiner Mutter die Diagnose im Stadium ISS 1 vorlag.

Mit der Erstlinientherapie Velcade + Dexa hält sich Deine Mutter noch alle weiteren Therapie-Optionen offen, da hierdurch die Möglichkeit einer Stammzellsammlung nicht eingeschränkt wird. Möglicherweise schlägt VelDex aber auch so gut an, dass vorerst keine weiteren Therapieschritte notwendig sind.

Liebe Grüße
Claudia

Weil es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen fröhlich zu sein.

26 Jan. 2011 11:04
  • christine
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Die autologe (nicht allogene!!) Hochdosis-Therapiemit 200Melphalan ist heute der Goldstandart. Daran gibt es eigentlich keine Zweifel -das ist oft belegt.

Sie wird in der Regel gut vertragen - allerdings ist ein Periode von einigen wenigen bis mehreren Woche mit ziemlich Nebenwirkungen zu rechen.

Nicht Standart und diskutabel ist dei Vorbehandlung zur Sammlung der Stammzellen, sowie die Anzahl der HD`s( manche machen 2 hintereinander) sowie eine evt. Erhaltungstherapie.

Gruss