Ibi antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
23 Nov. 2025 15:18
- Ibi
196 Beiträge seit
17 März 2025
17 März 2025
Nein, ich glaube nicht. Die Perseus Studie hat schon vor 2 Jahre publiziert. Es ging um was Neues und spezifisch darum ob mit oder ohne HD und Transplantation. Nicht ob mit oder ohne Dara.
Liebe Grüße
Ibi
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Maria antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
23 Nov. 2025 16:01
- Maria
40 Beiträge seit
19 Februar 2024
19 Februar 2024
Danke an Ibi und Henriko705 für eure Infos.
Leider wird bei dem Vergleich mit und ohne ASZT nicht gesagt, wie die Lebensqualität ist inkl. der vielen Monate während und nach der ASZT, wie viel Prozent nach wie vielen Jahren ein Rezidiv haben, wie viel Prozent einen Zweittumor bekommen. Die Zahlen 100 versus 200 + Monate sind natürlich erst einmal bestechend toll. Das progessionsfreie Überleben ist das eine.
Und wer weiß, welche tollen Therapien es in 100 Monaten gibt, falls (!) dann ein Rezidiv auftaucht?
Meine Frage an euch: Sind denn nicht die AUssagen von Prof. Einsele und der MIDAS Studie sehr unterschiedlich, oder verstehe ich das falsch?
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39841461/
In der MIDAS-Studie steht, dass "bei Patienten mit neu diagnostiziertem, transplantationsfähigem MM heute bei der Mehrheit eine MRD-Negativität nach moderner Quadruplet-Induktion erreicht werden kann. Die MRD-Negativität könnte künftig als zentrales Entscheidungskriterium für eine deeskalierende Therapieplanung herangezogen werden – ohne Einbußen bei der erreichten Remissionstiefe. Vor diesem Hintergrund bedarf die Rolle der ASCT einer grundsätzlichen Neubewertung." Allerdings waren dort die Patienten in Stage II oder III.
Die Frage ist daher, was Patienten (wie ich) empfohlen wird, die "lediglich" Stage I sind und die nach 4-6 Zyklen D-VRd in der MRD sind.
Daher habe ich vor, keine ASZT zu machen und falls ich dann aus der MRD herausfallen würde, überlegen, was als nöchstes dran ist. Es gibt ja echt viele Optionen.
Leider wird bei dem Vergleich mit und ohne ASZT nicht gesagt, wie die Lebensqualität ist inkl. der vielen Monate während und nach der ASZT, wie viel Prozent nach wie vielen Jahren ein Rezidiv haben, wie viel Prozent einen Zweittumor bekommen. Die Zahlen 100 versus 200 + Monate sind natürlich erst einmal bestechend toll. Das progessionsfreie Überleben ist das eine.
Und wer weiß, welche tollen Therapien es in 100 Monaten gibt, falls (!) dann ein Rezidiv auftaucht?
Meine Frage an euch: Sind denn nicht die AUssagen von Prof. Einsele und der MIDAS Studie sehr unterschiedlich, oder verstehe ich das falsch?
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39841461/
In der MIDAS-Studie steht, dass "bei Patienten mit neu diagnostiziertem, transplantationsfähigem MM heute bei der Mehrheit eine MRD-Negativität nach moderner Quadruplet-Induktion erreicht werden kann. Die MRD-Negativität könnte künftig als zentrales Entscheidungskriterium für eine deeskalierende Therapieplanung herangezogen werden – ohne Einbußen bei der erreichten Remissionstiefe. Vor diesem Hintergrund bedarf die Rolle der ASCT einer grundsätzlichen Neubewertung." Allerdings waren dort die Patienten in Stage II oder III.
Die Frage ist daher, was Patienten (wie ich) empfohlen wird, die "lediglich" Stage I sind und die nach 4-6 Zyklen D-VRd in der MRD sind.
Daher habe ich vor, keine ASZT zu machen und falls ich dann aus der MRD herausfallen würde, überlegen, was als nöchstes dran ist. Es gibt ja echt viele Optionen.
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Henriko705 antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
23 Nov. 2025 16:50
- Henriko705
25 Beiträge seit
31 Mai 2022
31 Mai 2022
hatte mich nur auf die von Prof. Einsele genannten Zahlen bezogen. Die ca 205 Monate (ca 17 Jahre) haben meiner Meinung nach Bezug zur PERSEUS-Studie, und ich meine, dass Prof. Einsele diese Zahlen in den vergangenen digitalen Myelom-Foren (u. a. auch letztes und vorletztes Jahr) in diesem Zusammenhang bereits erwähnt hat. Mehr wollte ich damit nicht aussagen.
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Mapoli antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
23 Nov. 2025 18:35 - 23 Nov. 2025 18:36
- Mapoli
-
1728 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Er hat erwähnt, mit SZT ca. 17,5 Jahre, ohne ca. 8 Jahre. Ich habe nicht notiert, um welche Studie es ging. Vielleicht Realworld Daten.
Allerdings sollte man die Aussage nicht aus dem Kontext gerissen betrachten und das Video noch mal anhören, wenn es dann freigeschaltet wird.
Vielleicht wäre das auch eine gute Frage morgen beim Barcamp für diejenigen, die Teilnehmen.
LG
Ma
Allerdings sollte man die Aussage nicht aus dem Kontext gerissen betrachten und das Video noch mal anhören, wenn es dann freigeschaltet wird.
Vielleicht wäre das auch eine gute Frage morgen beim Barcamp für diejenigen, die Teilnehmen.
LG
Ma
Letzte Änderung: 23 Nov. 2025 18:36 von Mapoli.
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Henriko705 antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
23 Nov. 2025 22:03 - 23 Nov. 2025 22:14
- Henriko705
25 Beiträge seit
31 Mai 2022
31 Mai 2022
Jo, wenn das aktuelle Video online ist, wird sicherlich klarer was er hierzu gesagt hat , bzw.was da gestern "neues" zu den 17 Jahren gesagt wurde.
Diese "17 Jahre" oder 205 Monate konnte ich zumindest in unterschiedlichen Zusammenhängen finden Dabei geht es einmal um PFS (progressionsfreies Überleben) und einmal um OS (Gesamtüberleben) wenn ich das richtig verstehe.
In einem älteren Video vom Digitalen Myelom-Forum 2023 findet sich bei Minute 2:58 eine 17-Jahres-Angabe im Zusammenhang vermutlich mit der Landmark-Studie und dem Gesamtüberleben (OS) von Patientinnen und Patienten, die früh transplantiert wurden und gut angesprochen haben. Das Video findet sich hier:
youtu.be/E2WIFO6wSaA?si=tK-vFYvoFTXOqXsh
Und die 17 Jahre bzw. 205 Monate finden sich in der PERSEUS-Studie : Dort wird für transplantationsfähige Patientinnen und Patienten unter D-VRd plus Hochdosistherapie, Stammzelltransplantation und Erhaltung ein modelliertes PFS von etwa 205 Monaten (ungefähr 17 Jahren) angegeben. Hier der Artikel:
" www.ajmc.com/view/-exceptionally-long-pf...ter-sonneveld-md-phd "
Diese "17 Jahre" oder 205 Monate konnte ich zumindest in unterschiedlichen Zusammenhängen finden Dabei geht es einmal um PFS (progressionsfreies Überleben) und einmal um OS (Gesamtüberleben) wenn ich das richtig verstehe.
In einem älteren Video vom Digitalen Myelom-Forum 2023 findet sich bei Minute 2:58 eine 17-Jahres-Angabe im Zusammenhang vermutlich mit der Landmark-Studie und dem Gesamtüberleben (OS) von Patientinnen und Patienten, die früh transplantiert wurden und gut angesprochen haben. Das Video findet sich hier:
youtu.be/E2WIFO6wSaA?si=tK-vFYvoFTXOqXsh
Und die 17 Jahre bzw. 205 Monate finden sich in der PERSEUS-Studie : Dort wird für transplantationsfähige Patientinnen und Patienten unter D-VRd plus Hochdosistherapie, Stammzelltransplantation und Erhaltung ein modelliertes PFS von etwa 205 Monaten (ungefähr 17 Jahren) angegeben. Hier der Artikel:
" www.ajmc.com/view/-exceptionally-long-pf...ter-sonneveld-md-phd "
Letzte Änderung: 23 Nov. 2025 22:14 von Henriko705.
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miregal antwortete auf ELIAS Studie bzw. reine Induktionstherapie versus SZT
24 Nov. 2025 08:48 - 24 Nov. 2025 08:56
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Zu den Statistiken: Traue ihnen nicht, wenn du sie nicht selbst gefälscht hast.
Ein uralter Spruch, der aber im Kern ein Fünkchen Wahrheit enthält. Man kann die Rahmenbedingungen so setzen, dass das gewünschte Ergebnis besser herauskommt. In Deutschland wird von führenden Myelomspezialisten die ASZT weiterhin befürwortet, es gibt aber immer wieder Studien, die das Gegenteil herausstellen wollen, v.a. in USA. Was heißt das zur konkreten Frage?
Bezieht man nur die während der Therapie MRD negativen Patienten ein, ergibt sich eine höhere mittlere rezidivfreie Zeit in der Statistik. Möglicherweise wiegt ein Restrisiko ohne ASZT durch mehr verbeleibende Krebszellen , die mit heutigen MRD Methoden nicht mehr nachweisbar sind, weniger im Gesamtüberleben aus wie die Nebenwirkung der ASZT, durch bioloisches Altern der Rosskur(en) und ständige rImmununterdrückung. Bezieht man Risikofaktoren und Staging mit ein, wird das Gesamtüberleben statistisch sinken zu reinem Standarrisiko/stage 1 only...
2. Die Überlebenszeiten sind statistisch berechnet, anhand der ersten Rückfälle während der Beobachtungszeit, also je nach Randbedingung der Statistik kann es so oder so aussehen. Wichtig ist hier immer die statistische Relevanz mitzuberücksichtigen, also wie wahrscheinlich das extrapolierte Ergebnis ausfällt
Ein körperlich fitter Patient kann eine Rosskur wie eine doppelte ASZT oder sogar Fremdzellenspende besser überstehen wie ein geschwächter. älterer Patient. Deshalb gibt es ja für diese Patienten Behandlungen ohne ASZT. Man muss also für sich selbst abwägen, zu welcher Statistikgruppe man sich zählt und dann das entsprechende Programm wählen. Oder man vertraut seinem Hämatologen, der das notwendige Fachwissen aus eigener Erfahrung hat.
Zusammenfassend kann man sagen, dass moderne 4-fach Induktionen den Break even Point herabsetzen, ab der sich eine Trnsplantation oder sogar eine doppelte nicht mehr lohnt, weil die Risiken dann einfach höher sind für Komplikationen
Ein uralter Spruch, der aber im Kern ein Fünkchen Wahrheit enthält. Man kann die Rahmenbedingungen so setzen, dass das gewünschte Ergebnis besser herauskommt. In Deutschland wird von führenden Myelomspezialisten die ASZT weiterhin befürwortet, es gibt aber immer wieder Studien, die das Gegenteil herausstellen wollen, v.a. in USA. Was heißt das zur konkreten Frage?
Bezieht man nur die während der Therapie MRD negativen Patienten ein, ergibt sich eine höhere mittlere rezidivfreie Zeit in der Statistik. Möglicherweise wiegt ein Restrisiko ohne ASZT durch mehr verbeleibende Krebszellen , die mit heutigen MRD Methoden nicht mehr nachweisbar sind, weniger im Gesamtüberleben aus wie die Nebenwirkung der ASZT, durch bioloisches Altern der Rosskur(en) und ständige rImmununterdrückung. Bezieht man Risikofaktoren und Staging mit ein, wird das Gesamtüberleben statistisch sinken zu reinem Standarrisiko/stage 1 only...
2. Die Überlebenszeiten sind statistisch berechnet, anhand der ersten Rückfälle während der Beobachtungszeit, also je nach Randbedingung der Statistik kann es so oder so aussehen. Wichtig ist hier immer die statistische Relevanz mitzuberücksichtigen, also wie wahrscheinlich das extrapolierte Ergebnis ausfällt
Ein körperlich fitter Patient kann eine Rosskur wie eine doppelte ASZT oder sogar Fremdzellenspende besser überstehen wie ein geschwächter. älterer Patient. Deshalb gibt es ja für diese Patienten Behandlungen ohne ASZT. Man muss also für sich selbst abwägen, zu welcher Statistikgruppe man sich zählt und dann das entsprechende Programm wählen. Oder man vertraut seinem Hämatologen, der das notwendige Fachwissen aus eigener Erfahrung hat.
Zusammenfassend kann man sagen, dass moderne 4-fach Induktionen den Break even Point herabsetzen, ab der sich eine Trnsplantation oder sogar eine doppelte nicht mehr lohnt, weil die Risiken dann einfach höher sind für Komplikationen
Letzte Änderung: 24 Nov. 2025 08:56 von miregal.
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