AMMonline

     

07 Nov. 2025 16:35
  • Maria
  • 40 Beiträge seit
    19 Februar 2024
Liebe Leute hier im Forum,

wer von euch nimmt an der seit 2021 laufenden ELIAS Studie teil?
ELIAS ist eine Phase-2/3 Studie für neu diagnostizierte Patienten mit Multiplem Myelom bei der untersucht wird, ob bei Patienten mit niedriger Myelomlast ggf. auch ohne Hochdosistherapie ein gleichwertiges oder besseres Ergebnis erreicht werden kann.

Oder wer von euch hat nur Induktionstherapie gemacht, wie lange und KEINE autologe SZT?

Freue mich auf eine tolle Diskussion, Maria

07 Nov. 2025 17:12 - 07 Nov. 2025 17:23
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich hätte das gerne gemacht, das gab es Anfang 2019 noch nicht So musste ich in der DSMM17 Studie das ganze Programm durchmachen, obwohl ich zum Beginn vom 2. Zyklus schon eine CR hatte. In USA gibt es ähnliche Studien mit positiven Ergebnissen. Bei den neuesten Antikörpern kann das Ergebnis sogar besser ohne Transplantation als mit sein (wg. der Nebenwirkungen). Also du bist auf dem richtigen Weg. Und wenn es in der Induktion noch nicht klappt (man spricht von MRD negativ), kann man immer noch eine ASZT machen
Letzte Änderung: 07 Nov. 2025 17:23 von miregal.

07 Nov. 2025 17:18
  • Doris2460
  • 685 Beiträge seit
    13 August 2022
Wenn ich richtig informiert bin ist die ELIAS Studie ja eine vergleichende Studie, Therapie mit und ohne HD, es wird aber ausgelost in welchen Arm man kommt.

Oder sehe ich das falsch?

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

07 Nov. 2025 19:43
  • Maria
  • 40 Beiträge seit
    19 Februar 2024
Danke Miregal,
so sehe ich das auch. Mein Prof. meinte sogar, ich können im Falle eines Rezidivs in 5 oder mehr Jahren immer noch die SZT machen, aber er meinte, bis dahin gäbe es wohl wieder andere neue und nicht so schauerliche Therapien.
Die Nebenwirkungen von Melphalan und SZT sind ja echt heftig, das muss man schon abwägen. Ja, insofern kann ich ja dankbar sein, erst jetzt therapieren zu müssen und nicht so wie du damals ohne Alternativen!
Meine Werte sind nach 2 Zyklen sehr stark gesunken, weil ich Bortezomib wöchentlich bekomme habe ich kaum PNP-Beschwerden, darüber bin ich auch froh.

07 Nov. 2025 21:02
  • Doris2460
  • 685 Beiträge seit
    13 August 2022
Ja, aber bei der Elias Studie hast du es doch nicht in der Hand, ob du in den Arm mit der HD gelost wirst oder nicht.

Die Induktionstherapie ist ja dafür da die Werte soweit wie irgend möglich runter zu bringen, damit man mit guten Voraussetzungen in die Hochdosischemo geht.

Ich habe übrigens gestern und vorgestern vor 4 Jahren mein Melphalan bekommen und morgen vor 4 Jahren meine Stammzellen. Es war bei mir keine ganz leichte Geschichte, hatte einen Tag einen Durchhänger und gedacht, warum machst du dass, aber nach kurzer Zeit habe ich mir gedacht, wenn es noch mal sein muss, dann mache ich es auch nochmal.

Kenne aber auch z.B. ein Pärchen, die haben sich im Vorfeld total verrückt gemacht und der Mann hatte dann lediglich einen Tag erhöhte Temperatur. Von denen, die wenig Nebenwirkungen hatten hört man nur viel weniger, als von denen mit größeren Problemen.

Goldstandard soll ja nach wie vor D-VRD mit Hochdosischemo sein, da wird derzeit eine therapiefreie Zeit hochgerechnet von ca. 17 Jahren, ist der Wahnsinn. Vor 4,5 Jahren war noch das Gesamtüberleben 12 Jahre im Durchschnitt. Da sieht man, wie die Entwicklung voranschreitet. Finde die Entscheidung schwierig, ich hatte diese Optionen nicht.

Wenn du dich derzeit gegen die Hochdosis entscheidest, machst du dann trotzdem eine Stammzellsammlung für alle Fälle?

Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung.

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

09 Nov. 2025 21:59
  • miregal
  • 1025 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Die Elias Studie scheint ja ähnlich wie die Midas Studie aufgebaut zu sein. Lediglich der Proteasomenhemmer Kyprolis (Carfilzomib) wurde durch das altbekannte und herzverträglichere Velcade (Bortezomib) ausgetauscht, was aber auch etwas schwächer ist und anderes Nebenwirkungspotential hat. In der MIDAS Studie zeigen vorläufige Ergebnisse erstmals einen Nachteil für den Transplantationsarm - auch für Patienten mit höherem Risiko.