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Therapie mit Bortezomib wurde erstellt von Mel1979
22 Jan. 2025 17:46
  • Mel1979
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo zusammen,
bei meiner Schwiegermutter wurde letzte Woche Multiples Myelom diagnostiziert. Welchen Grad weiß Ich leider nicht, ich weiß nur das Ihre Wirbelsäule sehr stark befallen ist und sie auch schon Metastasen im Kopf hat, Knochenbrüche hat sie auch schon.
Bis jetzt hat sie Schmerzmittel und Kortison bekommen. Seit gestern bekommt sie Bortezomib.
Ich wollte einfach mal nachfragen ob jemand mit diesem Medikament Erfahrung hat oder vielleicht auch etwas zu dem weiteren Verlauf vom Multiplen Myelom sagen kann.
Viele Grüße und Danke
Mel1979

betti52 antwortete auf Therapie mit Bortezomib
23 Jan. 2025 07:26
  • betti52
  • 644 Beiträge seit
    19 September 2023
Hallo!

Herzlich willkommen im Forum.

Anhand welcher Fakten wurde denn die Diagnose Multiples Myelom
gestellt?

Wurde auch schon eine Knochenmarkspunktion gemacht und
evtl. auch ein CT/MRT?

Alles Gute fuer Deine Schwiegermutter.

Gruss, Bettina

Mel1979 antwortete auf Therapie mit Bortezomib
23 Jan. 2025 08:18
  • Mel1979
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Hallo Bettina,
meine Schwiegermutter hatte vor der Diagnose starke Rückenschmerzen. Beim CT wurde dann ein Bruch im Becken festgestellt, deswegen kam sie dann ins Krankenhaus. Dort wurde dann durch MRT und Knochenmarksuntersuchung die Diagnose Multiples Myelom gestellt.

Danke dir und LG
Mel

Callosum62 antwortete auf Therapie mit Bortezomib
23 Jan. 2025 10:11
  • Callosum62
  • 251 Beiträge seit
    18 September 2023
Hallo,

zum MM und zu Bortezomib (auch Velcade) findest Du hier im Forum sehr viele Informationen. Besorge Dir am besten Informationsmaterial dazu, z.B. das Patientenhandbuch MM Heidelberg 2024. Jedes MM ist einzigartig und hat meisten auch einen einzigartigen Verlauf. Von daher kann man mit den wenigen Infos auch nur wenig sagen. erstmal abwarten.
Da ein MM nicht mit einem normalen Krebs vergleichbar ist, beschreibt der Ausdruck „Metastasen“ die Verbreitung nicht wirklich gut.
Ein MM kann sich halt überall im Körper ansiedeln, meistens in den Knochen, leider aber auch in Weichteilen oder Organen. Bei letzterem spricht man von einem „Extramedullären MM“. Es ist daher ein großer Unterschied, ob das MM „nur“ den Schädelknochen befallen hat oder tatsächlich das Gehirn, das muss man sauber trennen.

Die bisherige Behandlung mit Schmerzmitteln hat ja hauptsächlich an den Symptomen angesetzt, Steroide wie Cortison können in der richtigen Dosierung auch gegen das MM wirken. Es werden allerdings zumeist mehrere Medis gleichzeitig eingesetzt, in der Regel ein Antikörper, ein Proteasomhemmer wie Bortezomib, ein Immunmodulator und ein starkes Steroid wie Dexamethason (10 Mal so stark wie Cortison).
Die Behandlung eines MM gehört mindestens in die Hände einer erfahrenen Hämatologisch-Onkologischen Abteilung an einem Krankenhaus, besser sind spezialisierte Zentren wie in Würzburg, Heidelberg, Leipzig oder Hamburg Eppendorf.

Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)

Mel1979 antwortete auf Therapie mit Bortezomib
23 Jan. 2025 10:36
  • Mel1979
  • 0 Beiträge seit
    15 August 2026
Danke für die Informationen. Werde mich auf jedenfall noch weiter einlesen ins das Thema.

Viele Grüße

Niki antwortete auf Therapie mit Bortezomib
24 Jan. 2025 13:39
  • Niki
  • 58 Beiträge seit
    25 August 2019
Hallo Mel,

schön, dass du dich so um deine Schwiegermutter kümmerst und dich über ihre Krankheit und mögliche Behandlungen informierst.

Bortezomib wird mit Erfolg seit 20 Jahren zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt. Die Erfahrungen mit diesem Medikament sind daher umfangreich. Ich habe es selbst erhalten, und es hat bei mir sehr gut geholfen. Natürlich gab es auch Nebenwirkungen, wie zum Beispiel niedrigen Blutdruck oder Verstopfung, aber diese konnte ich gut unter Kontrolle halten.

Wichtig zu wissen: Bortezomib kann Polyneuropathien auslösen. Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Bortezomib einmal wöchentlich im Vergleich zu zweimal wöchentlich das Risiko für Polyneuropathien senken kann. Eine fortgeschrittene Polyneuropathie kann die Lebensqualität deutlich beeinflussen, weshalb eine enge Beobachtung wichtig ist.

Deine Schwiegermutter liegt derzeit im (örtlichen?) Krankenhaus und ich hoffe, dass sie dort die Hilfe bekommt, die sie braucht. Da das Multiple Myelom immer noch als seltene Erkrankung gilt und die Entwicklung neuer Therapien schnell voranschreitet, ist es wichtig, eine Zweitmeinung in einer für Myelom spezialisierten Uni-Klinik (Abteilung/Klinik für Hämatologie/Onkologie, zum Beispiel in Heidelberg, Würzburg, Hamburg…) einzuholen. Eine Zusammenarbeit zwischen örtlichen Krankenhaus und Uni-Klinik wäre ideal.

Ein wenig ungewöhnlich finde ich, dass aktuell nur eine Bortezomib-Monotherapie durchgeführt wird – also nur ein Medikament zur Behandlung des Myeloms eingesetzt wird (Kortison wird dabei nicht mitgezählt). Es könnte sein, dass später noch weitere Medikamente wie Daratumumab oder Lenalidomid hinzukommen. Heute gibt es viele hochwirksame Medikamente und in Kombination können sie noch bessere Ergebnisse erzielen.

Deiner Schwiegermutter drücke ich fest die Daumen: Die Therapie soll schnell Wirkung zeigen und weitere Knochenschäden – insbesondere im Bereich des Schädels – verhindern.

Alles Gute
Niki