Chemohirn? wurde erstellt von betti52
07 Juli 2024 11:22
- betti52
644 Beiträge seit
19 September 2023
19 September 2023
Hallo!
Das Stichwort Chemohirn ist mir hier im Forum schon
paar mal begegnet.
Aber mir war irgendwie nicht so richtig wirklich
bewusst, dass es einen auch "schon" nach der HD
damit ereilt.
Oder auch schon nach dem Cyclophosphamid bei
der Mobilisierung?
Garantierte Nebenwirkung?
Betrifft es "nur" kognitive oder auch mechanische
Faehigkeiten, dass z.B. Autofahren nicht mehr klappt?
Wielange braucht es, bis das wieder verschwunden ist?
Die "ueblichen" 3 Monate?
Gruss, Bettina
Das Stichwort Chemohirn ist mir hier im Forum schon
paar mal begegnet.
Aber mir war irgendwie nicht so richtig wirklich
bewusst, dass es einen auch "schon" nach der HD
damit ereilt.
Oder auch schon nach dem Cyclophosphamid bei
der Mobilisierung?
Garantierte Nebenwirkung?
Betrifft es "nur" kognitive oder auch mechanische
Faehigkeiten, dass z.B. Autofahren nicht mehr klappt?
Wielange braucht es, bis das wieder verschwunden ist?
Die "ueblichen" 3 Monate?
Gruss, Bettina
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Sunny antwortete auf Chemohirn?
07 Juli 2024 13:13 - 07 Juli 2024 13:19
- Sunny
-
584 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Hallo Bettina,
also bei meinem Mann ging es nach der Zellrückgabe damit los, dass er Konzentrationsstörungen und Wortfindungsschwierigkeiten hatte. Er konnte Arztgesprächen bzw. überhaupt längeren Gesprächen, die über normalen Smalltalk hinausgingen inhaltlich oft nicht richtig folgen oder verstand Dinge irgendwie falsch. Ihm machte das mehr zu schaffen als manche körperlichen Probleme, weil er damals noch nicht verstand, dass das normal ist und befürchtete, dass das so bleiben könnte. Etwas später kam dann eine gewisse Antriebslosigkeit hinzu und er hatte oft keine Lust, sich zum Beispiel mit Hobbys zu beschäftigen, die ihm sonst sehr viel Spaß machten. Auch das war sehr seltsam für ihn und schwer zu verstehen.
Mit dem Auto zu fahren, hätte er sich in dieser Zeit nicht getraut, das wäre wahrscheinlich auch grob fahrlässig gewesen. Der Straßenverkehr bedarf doch einer großen Konzentrationsfähigkeit, selbst wenn man nur kurz Strecken fährt und die war einfach nicht da. Körperlich wäre er aber imstande gewesen, denn soweit ich mich erinnere gab es fein- und grobmotorisch keine Beeinträchtigungen.
Genau weiß ich nicht mehr wie lange das alles anhielt, auf jeden Fall einige Wochen, aber maximal drei Monate. Ob das jeden erwischt, weiß ich natürlich nicht, der Onkologe sagte jedenfalls, dass das völlig normal sei.
Wichtig ist, dass man sich immer vor Augen hält, dass das nur vorübergehend ist und wieder vorbeigeht.
LG, Sunny
also bei meinem Mann ging es nach der Zellrückgabe damit los, dass er Konzentrationsstörungen und Wortfindungsschwierigkeiten hatte. Er konnte Arztgesprächen bzw. überhaupt längeren Gesprächen, die über normalen Smalltalk hinausgingen inhaltlich oft nicht richtig folgen oder verstand Dinge irgendwie falsch. Ihm machte das mehr zu schaffen als manche körperlichen Probleme, weil er damals noch nicht verstand, dass das normal ist und befürchtete, dass das so bleiben könnte. Etwas später kam dann eine gewisse Antriebslosigkeit hinzu und er hatte oft keine Lust, sich zum Beispiel mit Hobbys zu beschäftigen, die ihm sonst sehr viel Spaß machten. Auch das war sehr seltsam für ihn und schwer zu verstehen.
Mit dem Auto zu fahren, hätte er sich in dieser Zeit nicht getraut, das wäre wahrscheinlich auch grob fahrlässig gewesen. Der Straßenverkehr bedarf doch einer großen Konzentrationsfähigkeit, selbst wenn man nur kurz Strecken fährt und die war einfach nicht da. Körperlich wäre er aber imstande gewesen, denn soweit ich mich erinnere gab es fein- und grobmotorisch keine Beeinträchtigungen.
Genau weiß ich nicht mehr wie lange das alles anhielt, auf jeden Fall einige Wochen, aber maximal drei Monate. Ob das jeden erwischt, weiß ich natürlich nicht, der Onkologe sagte jedenfalls, dass das völlig normal sei.
Wichtig ist, dass man sich immer vor Augen hält, dass das nur vorübergehend ist und wieder vorbeigeht.
LG, Sunny
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Letzte Änderung: 07 Juli 2024 13:19 von Sunny. Begründung: Fehler
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miregal antwortete auf Chemohirn?
07 Juli 2024 13:48
- miregal
1025 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Das Kurzzeitgedächnis kann darunter leiden, sowie gewisse feinmotorische Fähigkeiten. (ich bin ein Zweifingetipper am PC, und verhaue mich seitdem ständig mit dem letzten Buchstaben und der Leertaste am Wortende.Ich korrigier mal absichtlich das Folgend enicht nach.) Wer mag kann ja vor und nach der Chemo Memory spielen. Wer danch laufend verliert, hat wohl Schäden diesbezüglich bekommen. Das Gedächtnis allgemein leidet wohl nicht darunter, sagt man. Dennoch erhöht eine Hochdosischemo da sbiologische Alte rim Schnitt um 10 Jahre, wenn man alle Erscheinungen in Betracht zieht
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Sunny antwortete auf Chemohirn?
07 Juli 2024 18:21
- Sunny
-
584 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Bei meinem Mann kamen die feinmotorischen Störungen und neurologischen Missempfindungen erst viel später durch die Medikamente der nächsten Therapie.
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
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Mapoli antwortete auf Chemohirn?
07 Juli 2024 18:59
- Mapoli
-
1728 Beiträge seit
18 Juni 2011
18 Juni 2011
Hallo Bettina,
ich denke, wir kennen es alle, mal mehr, mal weniger. Ich habe gemerkt, ich bin stressanfälliger und unter Stress ist das Gedächtnis noch schlechter. Entspannungsübungen helfen dabei, aber auch Ergotherapie. Es gibt dazu extra Verordnungen zur "Hirnleistungssteigerung" vom Hämatologen.
Bewegungsübungen bevor man sich konzentrieren muss, helfen sehr. Auch Spiele wie Memory usw.
Hier eine gute Broschüre: www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101
Liebe Grüße
Ma
ich denke, wir kennen es alle, mal mehr, mal weniger. Ich habe gemerkt, ich bin stressanfälliger und unter Stress ist das Gedächtnis noch schlechter. Entspannungsübungen helfen dabei, aber auch Ergotherapie. Es gibt dazu extra Verordnungen zur "Hirnleistungssteigerung" vom Hämatologen.
Bewegungsübungen bevor man sich konzentrieren muss, helfen sehr. Auch Spiele wie Memory usw.
Hier eine gute Broschüre: www.myelom.org/component/jdownloads/?tas...id=22&m=0&Itemid=101
Liebe Grüße
Ma
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betti52 antwortete auf Chemohirn?
08 Juli 2024 08:12
- betti52
644 Beiträge seit
19 September 2023
19 September 2023
Hallo!
Danke Euch allen fuer die Infos.
>Es gibt dazu extra Verordnungen zur "Hirnleistungssteigerung"
Und bei welchem "Anbieter" loest man die
Verordnungen dann ein? Physiotherapeut?
Gruss, Bettina
Danke Euch allen fuer die Infos.
>Es gibt dazu extra Verordnungen zur "Hirnleistungssteigerung"
Und bei welchem "Anbieter" loest man die
Verordnungen dann ein? Physiotherapeut?
Gruss, Bettina
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